„M3GAN“ gilt als Überraschungserfolg! Bei einem Budget von nur zwölf Millionen US-Dollar spielte der Androiden-Horror 2022 an den Kinokassen – auch dank eines einzigartigen TikTok-Hypes – rund 180 Millionen US-Dollar an. Natürlich arbeitete das verantwortliche Hollywoodstudio Universal Pictures gemeinsam mit der horrorerprobten Filmschmiede Blumhouse direkt an Fortsetzungen. Drei Jahre später kam „M3GAN 2.0“ in die Kinos – und der war nicht nur ganz anders als der erste Teil, er war vor allem auch sehr viel weniger erfolgreich.
Mit 39 Millionen US-Dollar spielte der um einiges teurere „M3GAN 2.0“ nicht einmal ein Viertel vom Ergebnis seines Vorgängers ein. Alle Pläne für den weiteren Ausbau des „M3GAN“-Universums wurden daraufhin still und heimlich verworfen. Nur das Spin-off „Soulm8te“ war zu diesem Zeitpunkt bereits abgedreht. Aus Angst vor einem weiteren Flop an den Kassen legte das Produktionsstudio die Veröffentlichung jedoch wenige Wochen vor dem geplanten weltweiten Kinostart auf Eis. Regisseurin Kate Dolan („You Are Not My Mother“) wusste daraufhin lange nicht, ob ihr Film überhaupt noch jemals erscheinen wird.
Erst lief alles gut – dann erschien "M3GAN 2.0"
An der direkten Fortsetzung und am ersten Spin-off wurde parallel gearbeitet. Es sei von Anfang an geplant gewesen, dass „Soulm8te“ eine von den „M3GAN“-Filmen unabhängige Geschichte erzählen werde, sagt Dolan über ihr erstes großes Studioprojekt, für das ihr vor allem die Erotik-Thriller aus ihrer eigenen Jugend – von „Die Hand an der Wiege“ bis „Eine verhängnisvolle Affäre“ – als Vorbild dienten. Ihr Film sollte laut Dolan Einsamkeit, künstliche Intelligenz, zwischenmenschliche Beziehungen und traditionelle Geschlechterrollen thematisieren.
Die Regisseurin ergänzte das ursprüngliche Drehbuch um eine weibliche Perspektive – und lange schien auch alles richtig gut zu laufen. Bereits einige Monate vor dem Kinostart von „M3GAN 2.0“ wurden Ausschnitte aus „Soulm8te“ bei der CinemaCon in Las Vegas gezeigt – eben in der konkreten Absicht, einen Hype bei den anwesenden Kinobetreiber*innen anzuheizen. Doch dann floppte die Fortsetzung wie gesagt an den Kinokassen – und plötzlich stand die gesamte Zukunft des Films in den Sternen: „Jeder sagte nur, wir müssen herausfinden, was wir als nächstes tun. Es war eine sehr unsichere Zeit“, erklärte Dolan in einem Interview bei The Wrap.
Ein zweiter "Batgirl"?
Nachdem der für 80 Millionen Dollar gedrehte „Batgirl“-Film von Warner Bros. komplett in die Tonne gekloppt wurde, nur um die Produktionskosten steuerlich abschreiben zu können, schien auch für „Soulm8te“ ein ähnliches Schicksal zumindest möglich – und so bekam auch Dolan langsam Panik: „Ich wusste damals nicht, was passieren wird. Deine größte Angst ist, dass es auf Eis gelegt wird. Du hörst diese Geschichten von Filmen, die komplett auf Eis gelegt werden.“ Dieses allerschlimmste Schicksal hat „Soulm8te“ nun zwar nicht ereilt. Dennoch erfuhr Dolan, noch bevor sie den Film komplett fertigstellen konnte, dass das Projekt entgegen der ursprünglichen Planung nie ins Kino kommen würde.
Stattdessen versuchte Universal, „Soulm8te“ an ein anderes Studio oder an einen Streaminganbieter zu verkaufen. Am Ende entschieden sich die Verantwortlichen jedoch, den Film einfach selbst digital bei Video-On-Demand-Anbietern zu veröffentlichen. In den USA und Großbritannien ist der Film seit dem 1. August verfügbar. Für Deutschland gibt es hingegen noch keinen konkreten Veröffentlichungstermin. Dass der Film nicht im Kino erscheint, betrübt Dolan übrigens kaum. Einige ihrer liebsten Filme, die sie überhaupt erst zu ihrem Karrierewunsch als Regisseurin geführt hätten, habe sie schließlich auch nur daheim im TV, als VHS-Kassette oder auf DVD geschaut.
Darum geht es im Tech-Erotik-Thriller "Soulm8te"
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Bei einem ganz anderen Streamingtitel steht jetzt auch eine Rettung an. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:
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