"Vollstes Vertrauen": "Top Gun: Maverick"-Star hatte trotz Amazons Absage keine Zweifel an ihrem neuen Film

Dass sie neben Action-Blockbustern auch eine potenzielle Oscar-Anwärterin ist, zeigte Monica Barbaro in „Like a Complete Unknown”. Mit „Artificial” hat sie in der kommenden Awards Season erneut Chancen, und verrät, warum sie an den Film glaubt.

Paramount Pictures

Mit der Übernahme der weltweiten Vertriebsrechte an Luca Guadagninos in Venedig ausgezeichneten „Bones and All” im Jahr 2022 nahm die vielversprechende Zusammenarbeit zwischen dem italienischen Ausnahmeregisseur und Amazon MGM ihren Anfang. Das prickelnde Zendaya-Tennis-Drama „Challengers” wurde für beide Seiten zum Riesenerfolg und obwohl der anschließende MeToo-Thriller „After the Hunt” die erhoffte Aufmerksamkeit in der Awards Season verfehlte, schien die Partnerschaft weiterhin intakt.

Rund 40 Millionen Dollar hatte Amazon MGM in die Produktion des Prestigeprojekts „Artificial” investiert, welches (nicht zuletzt aufgrund der Besetzung von Andrew Garfield) als „Social Network der KI-Generation” gehandelt wird. Dabei soll es um die Machtkämpfe beim US-amerikanischen Software-Unternehmen OpenAI gehen, insbesondere die Ereignisse im November 2023 betreffend, als CEO Sam Altman plötzlich gekündigt und nur wenige Tage später wiedereingestellt wurde. Der „Amazing Spider-Man”-Schauspieler spielt hier Altman, während seine Lebensgefährtin Monica Barbaro als Mira Murati, die ehemaligen CTO von OpenAI, besetzt wurde.

Rückzieher von Amazon MGM

Doch die turbulente Geschichte von „Artificial” beschränkt sich nicht auf seinen Inhalt: im Juni diesen Jahres wurde bekannt, dass Amazon den zu diesem Zeitpunkt fast fertigen Film nicht mehr veröffentlichten wollte. Viele sahen in der überraschenden Entscheidung eine Verbindung zu Amazons umstrittenen Deal mit OpenAI, bei dem der Konzern eine Investition von bis zu 50 Milliarden US-Dollar angekündigt hatte. Wer möchte schon riskieren, einen neuen strategischen Partner mit einem kritischen Film vor den Kopf zu stoßen?

Obwohl es in den Medien zunächst hieß, dass „Artifical” eine heiße Kartoffel sei, an der sich kein Studio die Finger verbrennen wolle, fand sich mit dem Independent-Verleih Neon jedoch relativ schnell eine Alternative. In ihrer Pressemitteilung vom 30. Juni verkündigten die Cannes-Rekordhalter selbstbewusst, den Film im diesjährigen Oscar-Rennen zu positionieren. 

Barbaro hat keine Zweifel

Während der Promotour zu ihrem aktuellen Film, der dystopischen Rom-Com „One Night Only”, wurde die oscarnominierte Monica Barbaro („Like a Complete Unknown”) auf das Hin und Her von „Artificial” angesprochen. In der InStyle-Coverstory verrät der „Top Gun: Maverick” Star: Ich möchte nicht abgestumpft klingen, aber ich war nicht beunruhigt.” 

Sie erzählt, dass sie auf die positiven Rückmeldungen setzte, die sie zu dem Film bekommen hat und dass er sehr gut aufgenommen wurde. Ob sich die 36-Jährige damit ausschließlich auf persönliches und professionelles Feedback aus ihrem Umfeld bezieht oder auch Einblick in die Ergebnisse der streng geheimen Testvorführungen erhielt, die in einigen amerikanischen Städten zu dem Film stattfanden, geht aus dem Interview nicht hervor.„Ich habe vollstes Vertrauen in Luca” betont Barbaro.

Mehr über die verrückte Prämisse von „One Night Only”, die aktuell online für jede Menge Diskussionen und Spekulationen sorgt, erfahrt ihr hier:

Wie "The Purge", aber mit Sex: Trailer zu "One Night Only" – vom Regisseur eines der größten Kinohits 2023

Selina Sondermann
Selina Sondermann
-Freie Autorin
Als Fan von Widersprüchen und Extremen fühlt sich Selina Sondermann vor allem im Horrorgenre und in Romantic Comedies zuhause. Am liebsten besucht sie Filmfestivals von Cannes bis Toronto, wo sie versucht, so viele Filme wie möglich an einem Tag zu sehen.
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