Es war beinahe eine logische Entscheidung, dass Gareth Edwards 2025 die Möglichkeit bekam, auf dem Regiestuhl von „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ Platz zu nehmen. Schließlich hatte der britische Filmemacher mit „Monsters“ und „Godzilla“ bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie groß seine Faszination für gigantische Kreaturen ist. Zugleich konnte er mit „Rogue One: A Star Wars Story“ und „The Creator“ zeigen, dass er ein großes ein Gespür für rundes Storytelling besitzt und es versteht, computergenerierte wie auch praktische Effekte so einzusetzen, dass sie die Geschichte unterstützen, anstatt sie unter ihrer eigenen visuellen Wucht zu begraben.
Auch wenn die Kritiken für seinen „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ keineswegs überschwänglich ausfielen, avancierte das Dino-Abenteuer mit einem weltweiten Einspielergebnis von mehr als 869 Millionen US-Dollar zu einem echten Kinohit. Entsprechend schnell wurde nicht nur einem fünften Teil der „Jurassic World“-Saga grünes Licht gegeben, auch die Rückkehr von Edwards wurde zügig unter Dach und Fach gebracht. Doch nun gibt es schlechte Nachrichten: Gareth Edwards hat das Projekt verlassen.
"Kreative Differenzen": Gareth Edwards ist bei "Jurassic World 5" raus
Die Meldung kommt durchaus überraschend. Schließlich gilt Gareth Edwards als großer Fan des „Jurassic“-Franchises, und auch unter den Fans stieß seine Inszenierung auf viel Zustimmung. Dementsprechend schnell soll sich Produzent Steven Spielberg dafür eingesetzt haben, die Dienste des Filmemachers für einen weiteren Ausflug in die Welt der Dinosaurier zu sichern. Nun heißt es allerdings, dass Edwards „Jurassic World 5“, der angeblich den Titel „Jurassic World: Liberation“ (auf Deutsch: „Befreiung“) tragen soll, aufgrund kreativer Differenzen verlassen hat.
Mit dieser Formulierung kann man naturgemäß nicht allzu viel anfangen – und genau das ist vermutlich auch der Sinn der Sache. In der Filmbranche wird häufig von „kreativen Differenzen“ gesprochen, wenn Regisseurinnen, Drehbuchautorinnen oder Schauspieler*innen ein Projekt verlassen, ohne dass die tatsächlichen Gründe für den jeweiligen Ausstieg öffentlich gemacht werden sollen. Manchmal kommt die Wahrheit Jahre später ans Licht.
Dass es hinter den Kulissen zwischen Edwards und den Produzenten, zu denen auch Steven Spielberg zählt, tatsächlich ordentlich gekracht hat, ist bislang nicht bestätigt. Auszuschließen ist ein solcher Konflikt allerdings ebenso wenig.
So geht es weiter
Für das „Jurassic World“-Franchise dürfte der Ausstieg von Gareth Edwards dennoch keinen größeren Schaden bedeuten. Der fünfte Teil soll weiterhin kommen, und offenbar befindet man sich bereits auf der Suche nach einem passenden Nachfolger. Auch am bisherigen Zeitplan soll sich zunächst nichts ändern: Die Dreharbeiten sollen weiterhin 2027 beginnen.
Wer den Regiestuhl künftig übernehmen könnte, ist derzeit allerdings völlig offen. Der Autor dieser Zeilen könnte sich zumindest vorstellen, dass man bei Universal auch bei David Robert Mitchell anklopfen wird. Der Filmemacher hat mit dem kommenden „The End Of Oak Street“ schließlich bereits seine ganz eigene, ausgesprochen eigenwillige Antwort auf das klassische „Jurassic World“-Prinzip geliefert. Bestätigt ist in dieser Hinsicht allerdings nichts. Noch ist vollkommen offen, wer nach Gareth Edwards die Verantwortung für den nächsten großen Ausflug in die Welt der Dinosaurier übernehmen wird.
In „The End Of Oak Street“, der am 13. August 2026 in den deutschen Kinos startet, bekommen es Anne Hathaway und Ewan McGregor derweil ebenfalls mit Dinosauriern zu tun. Den Trailer könnt ihr euch nachfolgend anschauen: