Mit breitem australischen Akzent und einem untrüglichen Gespür für bizarr-lustige Momente hat sich Rebel Wilson ab den 2000ern als Comedy-Schauspielerin vor allem in Nebenrollen etabliert: Als unangenehme Mitbewohnerin machte sie Kristen Wiig in „Brautalarm“ (2011) zu schaffen, in „Pitch Perfect“ (2012) verlieh sie als Fat Amy einer weiblichen A-cappella-Gruppe etwas Würze und in „How To Be Single“ (2016) spielte sie Dakota Johnsons beste, um keinen abstrusen Ratschlag verlegene Freundin.
Mit diesen witzigen Rollen blieb Wilson im Gedächtnis und wurde einem zunehmend größeren Publikum bekannt, doch ihr volles Potenzial bildeten sie nicht ab: Daheim in Australien hatte Wilson etwa schon mit „Bogan Pride“ 2008 eine eigene Comedyserie geschrieben und produziert. Mehr von ihrem Talent hinter der Kamera will Wilson jetzt mit ihrem Regiedebüt, der Musical-Adaption „The Deb“, zeigen.
Rialto Distribution
Darum geht’s in "The Deb"
Nach einem aufsehenerregenden feministischen Protest wird Teenagerin Maeve (Charlotte MacInnes) von ihren Eltern weg aus der australischen Großstadt und in die Kleinstadt Dunburn, im tiefen Outback geschickt. Dort soll sie mit ihrer Cousine Taylah (Natalie Abbott) zur Schule gehen und sich den provinziellen Gepflogenheiten anpassen. Eine davon ist zu Maeves Entsetzen der anstehende Debütantinnenball, kurz „The Deb“ genannt.
Obwohl Maeve selbst keinerlei Interesse an dieser „heteronormativen Shitshow“ hat, kann sie nicht anders, als Taylah bei der Teilnahme am Ball zu unterstützen. Schließlich wird ihre Cousine regelmäßig von einem fiesen Mädchen-Trio gemobbt, das auch nichts unversucht lässt, um Taylahs Deb-Träume zu zerstören…
Verzögerter Start nach rechtlichen Querelen
Bereits 2024 war „The Deb“ abgedreht und feierte seine Premiere auf dem Toronto International Film Festival (TIFF) desselben Jahres. Doch aufgrund rechtlicher Querelen zwischen Regisseurin Rebel Wilson und den Produzenten hinter dem Film ließ ein Kinostart lange Zeit auf sich warten. Vor wenigen Tagen erschien „The Deb“ zumindest schon einmal im amerikanischen und britischen Raum auf Streamingkanälen.
Die Kritiken zu „The Deb“ fielen insgesamt durchwachsen aus, doch es finden sich auch einige positive Stimmen darunter. So sah Peter Debruge vom Branchenmagazin Variety „The Deb“ als stimmungsvolle Mischung aus „Hairspray“ und „High School Musical“. Wann wir diese hierzulande sehen können, steht noch nicht fest.
Ein anderes Comedy-Talent könnt ihr derweil in Kürze wieder erleben:
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