Neu im Heimkino: Ein bildgewaltiges Fantasy-Abenteuer mit Stars aus "Spider-Man" und "Dune" - das im Kino leider ziemlich unterging

Die britische Erfolgsautorin Enid Blyton erschuf nicht nur die bodenständigen Buchreihen „Fünf Freunde“ und „Hanni und Nanni“, sondern auch die Fantasy-Saga „Der Wunderweltenbaum“. Jetzt gibt es die kunterbunte, starbespickte Verfilmung im Heimkino.

Während bodenständige Schöpfungen der britischen Erfolgsautorin Enid Blyton wie „Fünf Freunde“ schon diverse Male für Kino und Fernsehen adaptiert wurden, hat es eine andere, populäre Reihe aus ihrer Feder erst kürzlich auf die Leinwand geschafft: „Der Wunderweltenbaum“.

An den Kinokassen hat das kunterbunte Fantasy-Abenteuer mit namhafter Besetzung, zu der „Dune“-Nebendarstellerin Rebecca Ferguson, Andrew Garfield („The Amazing Spider-Man“) und „The Crown“-Star Claire Foy gehören, zwar keine saftigen Früchte getragen. Vielleicht aber findet es jetzt sein Publikum: Ab sofort ist „Der Wunderweltenbaum“ auf DVD und Blu-ray erhältlich.

Zusätzlich zu den Veröffentlichungen auf DVD und Blu-ray besteht die Möglichkeit, die Verfilmung von „Der Wunderweltenbaum“ als VOD zu beziehen, beispielsweise via Amazon Prime Video*. Und falls ihr Lust auf die literarischen Vorlagen bekommen habt: Die „Wunderweltenbaum“-Bücher sind im gut sortierten, lokalen Buchhandel ebenso verfügbar wie bei Amazon* und Konsorten.

Darum geht es in "Der Wunderweltenbaum"

Weil die geniale Elektroingenieurin Polly Thompson (Claire Foy) ihren Job verliert, sieht sie sich gezwungen, mit ihrem Ehemann Tim (Andrew Garfield) und den gemeinsamen Kindern Beth (Delilah Bennett-Cardy), Fran (Billie Gadsdon) und Joe (Phoenix Laroche) das lebhafte London zu verlassen und in eine baufällige Scheune auf dem Land zu ziehen.

Im Wald, der ans neue Familiendomizil angrenzt, entdeckt das Geschwistertrio einen magischen Baum, in dem außergewöhnliche Wesen wohnen. Rasch schließen sie Freundschaft mit der Fee Seidenhaar (Nicola Coughlan), Frau Wasch (Jessica Gunning) und Mondgesicht (Nonso Anozie). Sie begleiten die Kinder in fantastische Welten, wo sie märchenhafte Abenteuer erleben, aber auch einer gefürchteten Schuldirektorin (Rebecca Ferguson) begegnen...

Ein teilmodernisierter Literaturklassiker

Die Regie bei „Der Wunderweltenbaum“ übernahm Ben Gregor, der zuvor unter anderem mehrere Episoden der TV-Serie „Bloods“ inszenierte. Das Drehbuch stammt derweil von Simon Farnaby, der unter anderem an den Skripts zu „Paddington 2“, „Paddinton in Peru“ und „Wonka“ mitwirkte. Gemeinsam aktualisierten sie die Vorlage in mancherlei Aspekten, wie FILMSTARTS-Autorin Helena Berg in ihrer Review festhält:

„Überraschend treffsicher setzt der farbenfrohe Familienfilm sogar feministische Akzente. Zu den Stärken des Films zählt die Dynamik zwischen Teenagerin Beth und der Fee Seidenhaar, die den männlichen Bewohnern des Baumes endlich einmal gehörig die Meinung sagen.“ Diese Modernisierung wurde allerdings nicht konsequent durchgezogen, wie sie ankreidet.

„Umso irritierender wirken vor diesem Hintergrund einige rassistische und stereotype Darstellungen. So verkauft ein Native American den Kindern einen Pflanzentrunk und will dafür kein Geld haben. Hier hätte man das Drehbuch besser noch einmal kritisch gegenlesen sollen – denn der Fantasie sind zwar keine Grenzen gesetzt, Klischees aber sehr wohl“, so Berg.

Unterm Strich bliebe dennoch ein magischer, warmherziger Familienfilm voller Fantasie. Um einen charmanten Fantasyfilm alter Schule geht es derweil in unserem folgenden Artikel:

Heute Abend streamen: Ohne diesen grandiosen Fantasy-Klassiker wäre "Star Wars" nie möglich gewesen

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Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.
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