97 Prozent Publikumszustimmung: Endlich kommt einer der beliebtesten Filme 2026 auch ins Heimkino!

Er ist noch erfolgreicher als „Bohemian Rhapsody“ und „Oppenheimer“: „Michael“ ist der größte Blockbuster im Biopic-Genre. Diese Woche erscheint der Kassenschlager über Michael Jackson auch im Heimkino.

Mit seiner Musik stellte er zahlreiche Chartrekorde auf – und posthum holte sich Michael Jackson nun auch einen Filmrekord: Das im April 2026 gestartete Drama Michael“ ist mit einem weltweiten Einspielergebnis von rund 1,067 Milliarden Dollar das kommerziell erfolgreichste Biopic der Kinogeschichte (ohne Berücksichtigung der Inflation)!

Darüber hinaus lässt er sich die neuste Regiearbeit von „The Equalizer“-Macher Antoine Fuqua als einer der beliebtesten Kinofilme des bisherigen Jahres bezeichnen. Immerhin holte sich „Michael“ auf Rotten Tomatoes 97 Prozent an positiven Publikumsbewertungen, basierend auf Votings von mehr als 25.000 verifizierten Kinobesucher*innen. Gleichwohl beweist ein Kritiken-Durchschnittswert von 38 Prozent auf derselben Seite, dass der Milliarden-Dollar-Hit bei der Fachpresse nicht gerade für Begeisterung sorgte.

Nicht zuletzt dank der Open-Air-Kinosaison könnt ihr vereinzelt noch auf der großen Leinwand überprüfen, wie ihr zum Film steht. Und sehr bald lässt sich der von der Kritik oft gescholtene, vom Publikum warmherzig aufgenommene Film im Heimkino erleben: Am 6. August 2026 erscheint „Michael“ auf DVD, Blu-ray und 4K-Blu-ray!

Die „Michael“-DVD umfasst als Extras ein Making Of und eine Featurette über Hayvenhurst, Michael Jacksons über 80 Ar großes Anwesen, in dem er von 1971 bis 1988 lebte, bevor er auf die Neverland Ranch übersiedelte. Die Blu-ray und die 4K-Edition kommen mit weiteren Bonusmaterialien daher, zum Beispiel einer Featurette darüber, wie Hauptdarsteller Jaafar Jackson und Nebendarsteller Colman Domingo dank Make Up zu Michael Jackson respektive Joe Jackson wurden. Wenn es weder Extras noch Haptik bedarf, könnt ihr den Film unter anderem via Amazon Prime Video* als VOD beziehen.

Darum geht es in "Michael"

Michael Jackson (Juliano Krue Valdi) wuchs als achtes von zehn Kindern unter der strengen Führung seines Vaters Joe (Colman Domingo) auf und wurde dank seiner Ausstrahlung, seines tänzerischen Könnens und seiner klaren Singstimme rasch zum Mittelpunkt der Hit-Combo Jackson 5. Im Erwachsenenalter (Jaafar Jackson) spielt Musik weiterhin eine dominante Rolle in seinem Leben – nicht zuletzt, weil er sich durch die Zusammenarbeit mit dem Produzenten Quincy Jones (Kendrick Sampson) einen Weg aus dem Schatten seines physisch und psychisch erbarmungslosen Vaters erhofft.

1979 ist es so weit: Das Album „Off The Wall" wird ein massiver Erfolg, der 1982 von der bahnbrechenden Platte „Thriller“ und dem Musikvideo zum Titeltrack sogar übertroffen wird. Währenddessen setzt sich der Anwalt John Branca (Miles Teller) tatkräftig dafür ein, dass Michaels Wünsche erfüllt und seine Persona endlich respektiert wird. Doch Joe lässt sich nicht so leicht abschütteln...

Musik, Musik, Musik

Die Jackson-Familie hatte enormen kreativen Einfluss auf „Michael“ und stellte mit Michael Jacksons Neffen Jaafar auch den Hauptdarsteller des immens erfolgreichen Biopics, in dem alles in allem 13 Songs erklingen. Und das teils so wuchtig und dynamisch abgemischt, dass die treibenden Gute-Laune-Ohrwürmer jegliche Aufmerksamkeit auf sich lenken, während das eigentliche Geschehen untergeht.

Der Verfasser dieses Artikels kam bei der hanebüchenen Abfolge an Rückschlägen, Fanservice und sketchartigen Anekdoten, die Michael Jackson als unschuldig-naives Pop-Genie interpretieren, das nur tumben Nein-Sagern und von ihm verzauberten Ja-Sagern begegnete, nicht aus dem Kopfschütteln heraus. Dass man aber auch als Filmkritiker Freude an „Michael“ haben kann, beweist FILMSTARTS-Chefkritiker Christoph Petersen.

Der lobte den sich vor Kontroversen scheuenden Biopic-Blockbuster in der FILMSTARTS-Rezension des Films als „ultimatives Lip-Sync-Spektakel mit gewaltigen Schauwerten“ und sagt über die in ihm gesponnene Narrative versöhnlich: „Ein funktionaler, schön runder, aber auch arg generischer und nicht allzu tief vordringender Handlungsbogen.“

Und wenn ihr nach „Michael“ Lust auf einen bildgewaltigen, prominent besetzten Film habt, der nicht vor Abgründen zurückschreckt: Schaut euch doch auch unseren folgenden Heimkino-Tipp an!

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Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Schon in der Grundschule las er Kino-Sachbücher und baute sich parallel dazu eine Film-Sammlung auf. Klar, dass er irgendwann hier landen musste.
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