Acht Staffeln, 171 Folgen und die zwei erfolgreichen Spin-offs „The Originals“ und „Legacies“: „Vampire Diaries“ mauserte sich zu einem gigantischen TV-Hit, der ein ganzes Franchise losgetreten hat. Und wer ein Faible dafür hat, wenn Teen-Drama auf Fantasy trifft, die Serie bislang aber verpasst hat, kann sie nun ganz problemlos nachholen:
Alle acht „Vampire Diaries“-Staffeln können ab sofort von Prime-Abonnent*innen ohne Zusatzkosten bei Amazon Prime Video abgerufen werden:
Dabei wäre „Vampire Diaries“ 2009 aber fast nicht so zustande gekommen, wie wir es heute kennen...
Beinahe "Twilight" zum Opfer gefallen
Pläne für eine TV-Adaption von L.J. Smith‘ Buchreihe „Tagebuch eines Vampirs“ gab es schon länger. Um das Projekt aber wirklich loszutreten, wollte Autorin Julie Plec den erfahrenen Kevin Williamson an Bord holen, den sie schon von ihrer Produzentenrolle u. a bei den „Scream“-Fortsetzungen und „Tötet Mrs. Tingle“ kannte. Die Zugkraft und Expertise des „Scream“- und „Dawson’s Creek“-Schöpfers sollte „Vampire Diaries“ überhaupt erst möglich machen und grünes Licht vom Sender The CW garantieren.
Doch Williamson hatte anfangs absolut kein Interesse an dem Stoff – aus einem einfachen Grund: Die Prämisse erinnerte ihn zu sehr an die „Twilight“-Saga, die damals in Romanform hohe Wellen schlug und gerade ihre erste Verfilmung erfuhr. Schließlich geht es auch in „Vampire Diaries“ um eine Kleinstadt-Dreiecksbeziehung einer menschlichen Teenagerin (Nina Dobrev) und zweier übernatürlicher Wesen, in dem Fall die Vampir-Brüder Stefan (Paul Wesley) und Damon (Ian Somerhalder).
Auf Drängen von Plec setzte sich Williamson dann aber doch stärker mit der Romanvorlage auseinander und erkannte, dass es längst nicht nur um das Highschool- und Liebes-Drama ging, sondern primär auch um die mysteriöse Kleinstadt und die abgründigen Geheimnisse, die unter deren Oberfläche schlummern.
So hat er schließlich doch noch entscheidend dabei geholfen, die Serie aus der Taufe zu heben und zu etablieren. Ob es „Vampire Diaries“ ohne Williamson überhaupt oder zumindest in der Form und zu jenem Zeitpunkt gegeben hätte, ist fraglich. Nach den ersten Jahren übernahm dann aber Plec das alleinige Showrunner-Ruder und machte die Serie (sowie ihre späteren Ableger) ganz und gar zu ihrem Baby, wobei der Erfolg ihrer Arbeit und ihrer anfänglichen Initiative Recht gab.
Was euch derweil im restlichen August noch so für Neuheiten im Prime-Video-Abo erwarten, könnt ihr in unserer großen Monatsübersicht nachlesen:
Neu bei Amazon Prime Video im August 2026: "Reacher", ein 5-Sterne-Meisterwerk, Marvel-Murks und ein Highlight der KonkurrenzDies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.
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