Zweifelsohne: Seine Performances als Tony Stark alias Iron Man sind in die Popkultur eingegangen und ungeheuer spaßig. Doch es gibt eine Handvoll an Filmen, in denen Robert Downey Jr. noch stärker aufzutrumpfen versteht – etwa in Christopher Nolans Kassenschlager „Oppenheimer“, für den die Marvel-Ikone einen Oscar gewonnen hat.
Neben dem Biopic über dem Erfinder der Atombombe befindet sich in Downeys Vita ein weiterer Spielfilm über eine historische Persönlichkeit, in dem der Mime sein ganzes Können unter Beweis stellt: Die Tragikomödie „Chaplin“ über den einflussreichen Regisseur und talentierten Komödien-Schauspieler Charlie Chaplin, für die Downey seine erste Academy-Award-Nominierung erhalten hat.
Im deutschen Heimkino war sie zuletzt nur noch auf dem Gebrauchtmarkt zu finden, doch demnächst kehrt das Biopic nicht nur zurück, sondern bekommt sogleich ein Upgrade: Am 22. Oktober 2026 erscheint „Chaplin“ erstmals in Deutschland als 4K-Blu-ray!
Als Extras sind Featurettes, eine Fotogalerie und ein Blick hinter die Kulissen angekündigt. Parallel zum 4K-Debüt des tragikomischen Biopics erscheint auch eine Blu-ray-Neuauflage*.
Darum geht es in "Chaplin"
Die 1970er: Ein gealterter Charlie Chaplin (Robert Downey Jr.) trifft sich in der Schweiz mit dem Verleger George Hayden (Anthony Hopkins). Der will dem Hollywood-Star kurz vor der geplanten Veröffentlichung seiner Autobiografie kritische Nachfragen bezüglich diverser Ungereimtheiten stellen.
Daraufhin rekapituliert Chaplin sein Leben: Wie er im Alter von fünf Jahren als Zweitbesetzung im Theater für seine Mutter einspringen musste. Wie er seinen alkoholkranken Vater verlor. Die Erschaffung der legendären „Tramp“-Figur, den Aufstieg zum Millionär, die Gründung des einflussreichen Studios United Artists – und die zahlreichen Liebesbeziehungen Chaplins, die mehr als nur hochgezogene Augenbrauen rechtfertigen...
Neben Downey überzeugen unter anderem Geraldine Chaplin, die ihre eigene Großmutter spielt, sowie Diane Lane, Dan Aykroyd, Marisa Tomei und Kevin Kline als frühere Hollywood-Größen. Schlussendlich ist „Chaplin“ auf schauspielerischer Ebene aber voll und ganz Downeys Film: Er verschwindet völlig in der Figur Charlie Chaplin, ohne sich in reiner Imitation zu verlieren. Stattdessen balanciert er mühelos zwischen Chaplins Leinwandpersona, seinem unbarmherzigen Geschäftsmann-Ich und dem hochkomplizierten privaten Chaplin.
Auch Regisseur Richard Attenborough wagt einen Balanceakt, verneigt er sich doch voller Herzblut vor Chaplins Arbeit, indem er etwa das biografische Drama zwischendurch zur Slapstickkomödie mutieren lässt. Andererseits geht er durchaus distanziert mit der Person Chaplin um, denn er gesteht ihr Empathie einfordernde Tragik und Sympathie weckende, künstlerische Passion zu, wirft dem Publikum allerdings auch unschöne Brocken aus dem Handeln des Filmemachers vor die Füße.
Und wenn ihr auch einen packenden, harschen Thriller mit Downey sehen möchtet, folgt doch unserem nächsten Heimkino-Tipp!
Sogar noch (!) besser als "Sieben": DAS Serienkiller-Meisterwerk von David Fincher gibt's mittlerweile auch in 4K*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.