Versteckter Hinweis in der neuen "Reacher"-Folge: Kommt endlich eine der wichtigsten Figuren?

Die aktuelle „Reacher“-Episode endet nicht nur mit einem heftigen Cliffhanger, sondern bietet auch einen außergewöhnlichen Hinweis. Denn es gibt eine Anspielung auf eine enorm wichtige Figur aus der Reihe. Wird so ihr Auftritt vorbereitet?

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Wir wollen nicht zu sehr ins Detail gehen, doch am Ende der sechsten Folge der vierten Staffel „Reacher“ auf Amazon Prime Video steckt der Titelheld in der Klemme. Jack Reacher (Alan Ritchson) scheint einem sicheren Tod ins Auge zu blicken. Ausgerechnet in dieser Situation fällt ein unscheinbarer Satz, der Fans der Romane von Lee Child sofort in helle Aufregung versetzt. Reacher erzählt von einem alten Rat, dass es darum gehe, richtig zu leben und richtig zu sterben, denn dann habe man nicht viel zu bereuen.

Viele Buchfans kennen diesen Gedanken bereits. Denn er stammt in leicht veränderter Form aus einem der allerersten Bücher der Reihe. Im 1999 erschienenen dritten Roman „Tripwire“ (deutscher Titel: „Sein wahres Gesicht“) denkt Reacher in einem interessanten Kontext über diese Worte nach. Er ist dabei auf der Beerdigung seines früheren Vorgesetzten und Mentors Leon Garber, wo er auf dessen mittlerweile erwachsene Tochter Jodie trifft. In diesem Zusammenhang denkt Reacher über Leben, Tod und Reue nach und erinnert sich an jene Worte. Es gibt nur einen Unterschied. Im Roman spricht Reacher diese Worte gegenüber Jodie gar nicht aus, er erinnert sich nur an sie. In der Amazon-Serie erklärt er nun aber, dass er dies einst zu einer „Freundin“ gesagt hat.

Die wichtigste Frau für Reacher: Wer ist Jodie Garber?

Trotz des Unterschieds sind viele Fans, so auch der Autor dieser Zeilen, überzeugt, dass die Serie hier auf Jodie und die Beerdigungszene anspielt. In dem Zusammenhang ist auch interessant, dass im englischen Original zwar das geschlechtsunspezifische „friend“ genutzt wird, aber für die deutsche Synchronisation offenbar die Anweisung mitgegeben wurde, es weiblich, also als „Freundin“, zu übersetzen. Dass Leon Garber in der Serienwelt existiert, wissen wir bereits. In der zweiten Staffel trat die Figur (gespielt von Andreas Apergis) in Rückblenden auf. Damit dürfte es auch Jodie geben, was eine besondere Bedeutung hat. Schließlich ist sie nicht irgendeine Nebenfigur aus den inzwischen 30 Reacher-Romanen, sondern die wohl wichtigste Frau für den Helden.

Reacher kennt sie bereits aus seiner Zeit beim Militär über ihren Vater. Als sie 15 Jahre alt war, verliebte sie sich sogar Hals über Kopf in ihn, was er damals aber natürlich abblockte. Als sie sich in „Sein wahres Gesicht“ wieder treffen, Jodie ist mittlerweile nach einer unglücklichen Ehe geschieden und eine erfolgreiche Anwältin, entwickelt sich schließlich eine ernsthafte Liebesbeziehung, die auch im unmittelbar folgenden Roman „Running Blind“ alias „Zeit der Rache“ noch eine Rolle spielt.

Während Reacher auf seinen Abenteuern meist nur flüchtige Affären hat und am Ende problemlos weiterzieht, war er mit Jodie ernsthaft zusammen. Für sie wurde der Vagabund, der eigentlich nur mit den Klamotten am Leib, einer Zahnbürste und seinem Geldbeutel durch die USA zieht, sogar kurzzeitig sesshaft.

Sehen wir Jodie bald in "Reacher"?

Fans spekulieren seit der Ausstrahlung der Folge, ob wir Jodie jetzt in Zukunft sehen werden und die „Reacher“-Autoren darauf anspielen. Es wäre zwar einerseits zu wünschen, zumal die beiden erwähnten Bücher starke Serienvorlagen liefern würden. Allerdings deutet der Satz an, dass Reacher Jodie bereits wiedergetroffen hat und die Ereignisse aus „Sein wahres Gesicht“ sowie des direkt anschließenden „Zeit der Rache“ schon passiert sind.

Die Verantwortlichen hinter „Reacher“ stellten früh klar, dass sie unmöglich alle Romane adaptieren können. Schließlich existieren nicht nur bereits 30, sondern es kommt auch jährlich ein weiterer dazu. Es gibt also gar keine Möglichkeit für die Serie, aufzuholen. Fans sollen sich einfach vorstellen, dass Reacher auch zwischen den Staffeln Abenteuer erlebt. In der Vergangenheit gab es bereits konkrete Anspielungen auf bestimmte Bücher, sodass Fans folgern konnten, dass deren Handlung zwischendrin passiert ist. Genau um einen solchen Fall könnte es sich hier handeln.

Zwingend muss das aber nicht sein. Die Verantwortlichen könnten auch schlicht einen beliebten Gedanken aus einem der Bücher entliehen und der aktuellen Situation angepasst haben, um die beiden erwähnten Romane später noch regulär zu adaptieren. Es gibt sogar ein Detail, das deutlich dagegen spricht, dass Serien-Reacher schon seine lange Beziehung mit Jodie hatte.

In den Büchern fängt er sich für die wichtigste Frau in seinem Leben eine beinahe tödliche Kugel mitten in die Brust ein. In späteren Romanen wird Reacher auf die Wunde angesprochen. Er stellt sogar einmal fest, dass Frauen immer an dieser Narbe interessiert sind, abgesehen von der einen Frau, für die er sie bekommen hat. Der Serien-Reacher hat diese markante Wunde nicht – übrigens im Gegensatz zu Tom Cruise im Kinofilm „Jack Reacher“. Ob der nicht vielleicht doch der bessere Reacher war, diskutierten Fans zuletzt wieder. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:

"Tom Cruise war der bessere Reacher": Während Fans wieder über die Besetzung streiten, überrascht Alan Ritchson mit einem Geständnis

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Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Wenn ein neuer Reacher-Roman erscheint, hat Björn es garantiert innerhalb von einer Woche gelesen. Doch natürlich kennt der eingefleischte Fan nicht nur die Bücher, sondern hat die Filme mit Tom Cruise mehrfach gesehen, feiert die Serie mit Alan Ritchson und durfte sogar schon Lee Child interviewen.
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