Diese Serien wollten "Indiana Jones" Konkurrenz machen – heute erinnert sich niemand mehr an sie!

Wenn eine Idee aufgeht und große Erfolge hervorbringt, liegt der Versuch nahe, dieses Erfolgsrezept zu wiederholen. Doch was einmal funktioniert hat, ist längst keine Erfolgsgarantie.

Schon 1973 entwickelte George Lucas die Idee zu „Jäger des verlorenen Schatzes“. Zur selben Zeit arbeitete er allerdings auch an einer eigenen Weltraum-Saga, aus der schließlich „Star Wars“ hervorgehen sollte. Während Lucas also alle Hände voll damit zu tun hatte, sein Science-Fiction-Franchise auf die Beine zu stellen, konnte er das Abenteuer um Indiana Jones nicht selbst inszenieren. Mit Steven Spielberg fand er jedoch einen mehr als würdigen Ersatz.

1981 kam „Jäger des verlorenen Schatzes“ schließlich in die Kinos – und entwickelte sich prompt zum absoluten Publikumserfolg. Bei Produktionskosten von rund 18 Millionen US-Dollar spielte der Abenteuerfilm weltweit knapp 390 Millionen Dollar ein. Kein Wunder also, dass wenig später mehrere US-Sender versuchten, mit ähnlich abenteuerlichen Serien auf der Erfolgswelle von Indiana Jones mitzureiten. Wirklich geklappt hat das allerdings nicht.

"Bring ‘Em Back Alive"

20 Jahre bevor sie gemeinsam an dem riesigen Erfolg „NCIS: Navy CIS“ arbeiteten, brachten Frank Cardea und George Schenck ihre erste Serie auf den Weg: Bring 'Em Back Alive“, die in Deutschland unter dem Titel „Frank Buck – Abenteuer in Malaysia“ lief. Die Serie wurde ganz offensichtlich mit Blick auf den Erfolg von „Jäger des verlorenen Schatzes“ entwickelt, spielt ebenfalls in den 1930er-Jahren und folgt dem Abenteurer und Großwildjäger Frank Buck bei seinem Kampf gegen Schmuggler.

Die Hauptrolle übernahm Bruce Boxleitner, bekannt aus „Tron“. An seiner Seite standen sein Freund Ali, gespielt von Clyde Kusatsu, sowie die US-Vizekonsulin Gloria Marlowe (Cindy Morgan). Die Handlung ist im Jahr 1939 in Singapur angesiedelt, wobei sich die Serie eher wenig um historische Genauigkeit scherte. Stattdessen gab es in jeder Folge einen neuen Fall und jede Menge Abenteuer.

Trotz sympathischer Figuren konnte „Frank Buck – Abenteuer in Malaysia“ das Publikum allerdings nicht dauerhaft begeistern. CBS zog bereits nach einer Staffel den Stecker. Die Serie lief von 1982 bis 1983 und war damit schon nach wenigen Episoden Geschichte.

"Tales Of The Gold Monkey"

Ähnlich erging es auch Tales Of The Gold Monkey“, die in Deutschland den Titel „Die Himmelhunde von Boragora“ trägt. Auch diese Serie rund um den draufgängerischen Piloten Jake Cutter sollte vom Erfolg des ersten „Indiana Jones“-Films profitieren. Wie in „Jäger des verlorenen Schatzes“ spielt die Handlung in den 1930er-Jahren. Der große Unterschied: Jake Cutter, verkörpert von Stephen Collins, ist ein ehemaliger Militärpilot, der inzwischen als Frachtflieger arbeitet.

Dabei ist Jake nicht allein unterwegs. Unterstützt wird er von seinem Mechaniker Corky (Jeff MacKay) und seinem einäugigen Jack Russell Terrier. Außerdem hat er ein Auge auf Sarah Stickney White (Caitlin O'Heaney) geworfen, eine Sängerin, die allerdings ein gefährliches Geheimnis verbirgt: In Wahrheit ist sie eine Spionin.

Die von „Magnum“-Macher Donald P. Bellisario entwickelte Serie verbindet eine klassische Spionage-Atmosphäre mit reichlich Abenteuergeist und orientiert sich damit ebenfalls deutlich an der Indiana-Jones-Erfolgsformel. Doch auch ABC verlor relativ schnell das Interesse: Nach einer Staffel mit 22 Episoden war 1983 Schluss.

Übrigens: In der FILMSTARTS-Community hat es „Jäger des verlorenen Schatzes“ trotz seines Kultstatus „nur“ auf Platz 2 der besten Abenteuerfilme aller Zeiten geschafft. Welches Werk ganz oben auf dem Siegertreppchen steht, erfahrt ihr hier:

4,57 von 5 Sternen! Das ist der beste Abenteuerfilm aller Zeiten – laut den deutschen Zuschauern

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.

Chantal Neumann
Chantal Neumann
-Redakteurin
Chantal liebt das große Kino genauso wie das Binge-Watching auf dem heimischen Sofa – Hauptsache der Film oder die Serie ist gut.
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