So ein PS5-Spiel habt ihr garantiert noch nicht oft gesehen: „The Alters“* kombiniert auf clevere Weise Ideen aus „Moon“, „Interstellar“, „Everything Everywhere All At Once“ und „Devs“ zu einem ganz besonderen Sci-Fi-Erlebnis. Noch besser: Amazon hat die PS5-Version aktuell um 30% reduziert.
"The Alters": "Moon" trifft "Interstellar"
Die Prämisse von „The Alters“ ist so simpel wie genial: Ihr strandet als Konstrukteur Jan Dolski auf einem lebensfeindlichen Planeten. Eure einzige Zuflucht ist eine mobile Basis, die ihr unmöglich allein betreiben könnt. Mithilfe einer mysteriösen Technologie analysiert ihr deshalb entscheidende Weggabelungen eures Lebens und holt alternative Versionen von Jan in eure Realität. So bevölkert ihr die Station nach und nach mit Inkarnationen eurer selbst, die völlig andere Leben geführt haben.
Dabei verbindet „The Alters“ Third-Person-Erkundung, Basenmanagement und Rollenspielelemente. Außerhalb der Station erkundet ihr den lebensfeindlichen Planeten und macht ihn nutzbar. Innerhalb wechselt das Spiel in eine seitliche Perspektive, aus der ihr euren alternativen Versionen Aufgaben zuweist, neue Module baut und die Station organisiert. Der Clou: Die Zeit ist knapp und eure Basis muss vor dem tödlichen Sonnenaufgang bereit sein. Dadurch werdet ihr ständig zu Entscheidungen gezwungen, die auch die Geschichte beeinflussen.
"Everything Everywhere All At Once" im Weltraum
Entwickelt wurde „The Alters“ unter der Leitung von Tomasz Kisilewicz bei 11 bit studios, den Macher*innen von „This War Of Mine“ und „Frostpunk“. Kurios: Während der Entwicklung erschien „Everything Everywhere All At Once“ und räumte bei den Oscars ab. Kisilewicz gab später zu, den Film zunächst gemieden zu haben, weil er Angst vor zu vielen Ähnlichkeiten hatte. Die Erleichterung war groß, als sich zeigte, dass beide Werke trotz ähnlicher Prämisse ganz unterschiedliche Wege einschlagen.
Bei der Gestaltung des lebensfeindlichen Planeten ließ sich das Team zudem von „Interstellar“ inspirieren. Thematisch gibt es außerdem deutliche Parallelen zur gefeierten Sci-Fi-Serie „Devs“. Die offensichtlichste Ähnlichkeit besteht auf den ersten Blick zwar zu „Moon“, doch 11 bit studios betonte selbst, dass „Everything Everywhere All At Once“ und „Devs“ den Themen von „The Alters“ besonders nahekommen.
"The Alters": Das sagen die Kritiken
Auch bei den Kritiken kommt die ungewöhnliche Idee hervorragend an. Besonders gelobt wird die Mischung aus Survivalspiel und der Begegnung mit den eigenen ungelebten Lebenswegen. Dazu überzeugt die enge Verzahnung von Geschichte und Spielmechanik: Je nachdem, welche alternativen Jans ihr erschafft, entwickelt sich euer Abenteuer anders. Viel Lob gibt es außerdem für die dichte Atmosphäre, die ganz ohne Alien-Gegner klaustrophobisch und bedrohlich wirkt.
Größere Schwächen hat „The Alters“ kaum. Einige Mechaniken dürften allerdings Geschmackssache sein. Der permanente Zeitdruck kann davon abhalten, jedes Detail auszukosten, und manche Abläufe wiederholen sich etwas zu häufig. Auch beim Erkunden solltet ihr kein „No Man’s Sky“ erwarten: Die Welt wurde bewusst karg und lebensfeindlich gestaltet.
Unterm Strich ist „The Alters“* ein PS5-Spiel, wie ihr es in dieser Form wahrscheinlich noch nicht gespielt habt. GameStar vergibt im Test starke 85 von 100 Punkten. Wer „Everything Everywhere All At Once“ mag und Lust auf außergewöhnliche Science-Fiction hat, sollte sich das aktuelle Amazon-Angebot deshalb unbedingt näher anschauen.
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