Indische Blockbuster landen in aller Regelmäßigkeit schon kurze Zeit nach Kinostart bei Netflix – wo sie meist allerdings nur abrufbar sind, wenn man die Menüsprache in der App auf Englisch umstellt. Zuletzt durften sich Fans des YRF Spy Universe so etwa über den neuesten Teil des Franchises freuen, in dem unter anderem auch Superstar Shah Rukh Khan Heldenhaftes vollbringt. In Anbetracht der Vielzahl an Netflix-Originalen aus aller Welt, ist es aber wenig verwunderlich, dass der Streaming-Gigant in Indien auch eigene Produktionen in Auftrag gibt oder vielversprechende Titel exklusiv einkauft.
„Gandhari“ feierte am 3. September 2026 seine Weltpremiere bei Netflix. Regisseur Devashish Makhija („Joram“) bekommt mit seinem jüngsten Film damit also die Möglichkeit, nicht nur das Publikum in seiner Heimat zu überzeugen, sondern zugleich auch im Rest der Welt von sich reden zu machen. Und tatsächlich gelingt ihm das auch außerordentlich gut:
Der Film belegt laut FlixPatrol aktuell in 23 Ländern Platz 1 der meistgeschauten Filme auf Netflix. Darüber hinaus mischt er obendrein ganz vorne in den offiziellen Netflix-Charts der vergangenen Woche mit. Mit 5,9 Millionen Views belegt er immerhin Platz 3 unter den am häufigsten gestreamten nicht-englischsprachigen Filmen der vergangenen Woche – und liegt damit sogar vor dem Blockbuster „Alpha“, auf den wir eingangs bereits angespielt haben.
Spannend: In Deutschland findet „Gandhari“ derweil kaum Beachtung. Während er in vielen Regionen der Welt – vor allem in Afrika, Mittel- und Südamerika – das Ranking sogar anführt, reicht es hierzulande nicht einmal für eine Platzierung in den Top 10. Und das, obwohl der Film zwar wie die meisten indischen Filme auf Netflix nicht als deutsche Synchronfassung, im Gegensatz zum Gros aber immerhin mit deutschen Untertiteln verfügbar ist.
Lohnt sich "Ghandhari"?
Bleibt nur noch die Frage, ob dem hiesigen Publikum eine Perle entgeht oder ob die internationalen Netflix-Abonnent*innen ohnehin nur ihre Zeit verschwenden. Ganz so pauschal lässt sich natürlich nicht über die Qualitäten des Films urteilen, die zahlreichen Presse- sowie Publikumsstimmen lassen aber zumindest grob erahnen, was einen hier erwartet: Ein Thriller mit einer großartigen Hauptdarstellerin, der aber vor allem in Sachen Logik scheitert. Während so aktuell nur 23 Prozent der bei Rotten Tomatoes eingegangenen Reviews positiv ausfallen, empfinden auch die User bei IMDb (5,3 von 10 Sternen) und Letterboxd (2,6 von 5 Sternen) nur als durchschnittlich.
Wer sich selbst ein Bild machen will, hat dafür aber immerhin bequem via Netflix die Möglichkeit dazu – und bekommt durch diesen Artikel ja vielleicht Lust darauf. Es erwartet euch die Geschichte einer Mutter (Taapsee Pannu), die bei einem Überfall nicht nur ihr Augenlicht, sondern auch ihre kleine Tochter verliert – und daraufhin beschließt, das Gesetz in die eigene Hand zu nehmen und die Verantwortlichen hinter Entführung zur Rechenschaft zu ziehen…
Welche Filme und Serien Netflix außerdem für den September angekündigt hat, könnt ihr unserer Übersicht der aktuellsten Neuheiten entnehmen:
Neu auf Netflix im September 2026: Ein absolutes Sci-Fi-Meisterwerk, die neue Staffel eines Netflix-Mega-Hits & mehr