Martial-Arts-Kracher neu im Heimkino: Das ultimative Must-See für alle 80er-Liebhaber mit einer Schwäche für Videotheken-Klopper?
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Die Macher von „The Last Kumite“ laden erneut zu einer Zeitreise in die 80er-Jahre ein. Mit „Lion Fist“ erinnern sie einmal mehr an die Videotheken-Ära – aber erreicht der Kracher auch den Flair der Kult-Hits von damals?

Von Daniel Fabian

Auch wenn es nur 2,5 von 5 möglichen Sternen in der FILMSTARTS-Kritik gab, sprach unser Autor Lutz Granert im Falle von „The Last Kumite“ durchaus eine Empfehlung „für alteingesessene Fans des Genres“ aus. Und „Lion Fist - Kampf der Champions“ schickt sich nun an, ein Nachfolger auf Augenhöhe zu sein.

Denn obwohl die beiden Filme inhaltlich nichts miteinander zu tun haben, stammen sie beide nicht nur von derselben Produktionsfirma. Mit Mathis Landwehr teilen sie sich obendrein auch den Hauptdarsteller. Wie gut sich der gebürtige Stuttgarter diesmal schlägt – und zwar buchstäblich –, könnt ihr nun selbst herausfinden. „The Lion Fist“ erscheint am 17. September auf DVD und Blu-ray* sowie als limitierte Mediabook-Edition* inklusive Blu-ray und 4K-Blu-ray. Darüber hinaus könnt ihr den Retro-Reißer bereits jetzt als VOD streamen, etwa bei Amazon Prime Video*.

Eine besondere Empfehlung wollen wir derweil für den hauseigenen Shop von Capelight Pictures* aussprechen. Der von Sammler*innen und Genrefilm-Liebhaber*innen höchst angesehene Verleiher schenkt euch dort nämlich für jeden Einkauf Bonuspunkte – die ihr bei zukünftigen Bestellungen einlösen könnt.

"Lion Fist": Das ist die Story

Um die B-Action-Aficionados unter euch wirklich nostalgisch werden zu lassen, muss der Plot nicht nur auf einen Bierdeckel passen, sondern auch schon zig mal erzählt worden sein? Check!

Denn Mathis Landwehr spielt den Kampfsportler Joe, der jahrelang unschuldig im Knast saß – und nach seiner Freilassung erst einmal 50.000 Dollar auftreiben soll, um eine teure Operation zu bezahlen, die sein Sohn dringend benötigt. Der einzige Weg für den Ex-Knacki, so einen Batzen Geld in kürzester Zeit zu beschaffen? Ein demnächst stattfindendes Kampfsportturnier! Dort erwartet ihn allerdings nicht nur ein großes Preisgeld, sondern mit dem muskelbepackten Butch (Brice Akuesson) auch der neue Mann an der Seite seiner Ex – der Joe den Kontakt zu seinem Nachkömmling verweigert…

Zurück in die 80er

„Für Fans von Videotheken-Kloppern genau das Richtige“, „So richtig vorwerfen kann man dem Film innerhalb dessen, was er sein will, nicht viel“ und „Können sich viele Low-Budget-Streifen eine Scheibe von abschneiden“: Einige der bereits veröffentlichten Reviews auf Letterboxd klingen ziemlich vielversprechend – und machen bereits unmissverständlich klar, welche Zielgruppe mit dem Old-School-Streifen angepeilt wird. Man kann also durchaus festhalten, dass der Film einen Nerv zu treffen scheint... wenn auch nicht unbedingt beim Verfasser dieses Artikels.

Lion Fist – Kampf der Champions
Lion Fist – Kampf der Champions
Starttermin 10. September 2026 | 1 Std. 31 Min.
Von Taim M. Adams
Mit Mathis Landwehr, Kurt McKinney, Gary Daniels

Zugegeben, auch wenn ich gegenüber von einem DVD- und VHS-Verleih aufwuchs und praktisch täglich durch das Sortiment stöberte, klapperte ich – mal abgesehen von den großen Klassikern von Jackie Chan, Jet Li und Co. – vor allem das Martial-Arts-Kino der 90er und frühen 2000er ab. Und bin damit vielleicht einfach ein paar Jahre zu jung, um von „Lion Fist“ in meine Jugend zurückkatapultiert zu werden. Doch eines kann man den Machern um Regisseur Taim M. Adams auf keinen Fall vorwerfen: fehlende Liebe zur Materie.

Wer das Genre kennt und liebt, hat im Laufe der Zeit wohl bereits gelernt, dass die Drehbücher ohnehin nicht mehr als Mittel zum Zweck sind – und vor allem dazu dienen, spektakuläre Setpieces irgendwie miteinander zu verbinden. Gerade in der ersten Hälfte reiht „Lion Fist“ so geradezu lächerlich viele und allseits bekannte Klischees aneinander, die zum Schmunzeln einladen.

Die Action macht ziemlich genau da weiter. Die Illusion, dass die Akteure vor der Kamera hier auch tatsächliche Treffer landen, geht zwar leider nur selten auf – genau damit erinnert „Lion Fist“ aber eben total an die B-Kracher von einst. Physisch ist der Cast dem Gros der 80er-Actionhelden aus der Direct-to-Video-Nische aber zweifelsohne überlegen. Auch der Soundtrack feuert aus allen Rohren, wenn es darum geht, das Klopper-Kino vergangener Tage aufleben zu lassen – auch wenn aufgrund der modernen Digitaloptik am Ende nie so wirkliches Retro-Flair aufkommt.

„Lion Fist“ visiert sein Zielpublikum präzise an und dürfte dieses am Ende auch erreichen – und dafür, dass der Film in nur 19 Tagen sowie mit nur 350.000 Dollar auf die Beine gestellt worden sein soll, ist das Ergebnis durchaus beachtlich. Im Actionfach ist es schließlich anders als bei Horrorfilmen, wo es Low-Budget-Produktionen ungleich leichter haben, ihre Qualitäten auszuspielen. Wer wissen will, wie brachial auch mit geringsten Mitteln realisiertes Action-Kino ausfallen kann, sollte unbedingt auch in den nachfolgenden Artikel lesen.

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Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Aufgewachsen mit den Filmen von Jackie Chan, geht bis heute kaum ein Kampfsport-Reißer an ihm vorbei – ob aus Hongkong, Indonesien oder England.
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