Jedes Kind der 70er, 80er und (!) 90er ist mit diesen Filmen aufgewachsen – zum Jubiläum feiern sie nun ihr Heimkino-Comeback
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Vier humorvolle, kreative Western, eine Box: Pünktlich zum 80-jährigen Jubiläum des Lonesome Cowboys kommt eine „Lucky Luke“-Komplettedition mit allen vier Zeichentrick-Langfilmen in den Handel.

Von Sidney Schering

Seit mittlerweile 80 Jahren zieht dieser Cowboy seinen Colt schneller als sein Schatten: Lucky Luke wurde 1946 vom Belgier Maurice De Bevere alias Morris erfunden, von 1955 bis zu seinem Tod 1977 beteiligte sich „Asterix“-Ko-Schöpfer René Goscinny an den Comics über den ebenso rast- wie heimatlosen Helden weniger Worte.

Schon seit 1971 gibt es Lucky Luke zudem im Bewegtbild zu bestaunen – und dank Videokassetten sowie TV-Wiederholungen dürften die ersten drei Trickfilme rund um den Westernhelden gerade bei Kindern der 1970er, 1980er und 1990er wonnig-nostalgische Erinnerungen wecken. Doch mit der Jahrtausendwende war noch nicht Schluss!

Auch 2007 stieg ein animierter Lucky Luke auf sein treues Ross Jolly Jumper, begegnete dem begriffsstutzigen Gefängnishund Rantanplan und machte Jagd auf die hartnäckigen Dalton-Brüder. Nun feiern die Zeichentrick-Western ein Heimkino-Comeback. Denn diese Woche ist auf DVD und Blu-ray „Lucky Luke – Die große Spielfilm Collection“ erschienen.

Das 4-Disc-Set setzt sich aus „Lucky Luke – Daisy Town“ aus dem Jahr 1971, „Lucky Luke – Sein größter Trick“ von 1978, dem fünf Jahre später veröffentlichten „Lucky Luke – Das große Abenteuer“ sowie „Lucky Luke – Auf in den Wilden Westen“ zusammen.

Falls ihr Blut geleckt habt und mehr vom bescheidenen Heroen sehen möchtet: Auf DVD ist unter anderem auch die „Lucky Luke“-Zeichentrickserie aus den 80ern und 90ern* erhältlich, ebenso wie der Realfilm „Die Daltons gegen Lucky Luke“* mit Til Schweiger als Spitzencowboy. Auf Blu-ray und auf DVD ist darüber hinaus der 2009 entstandene Comedywestern „Lucky Luke“ erschienen. In dem Film, aus dem das Titelbild zu diesem Artikel stammt, ist „The Artist“-Star Jean Dujardin in der Titelrolle zu sehen:

Die Discs zum Dujardin-Vehikel weisen als Extra eine Featurette über die Spezialeffekte des Films und Outtakes auf. Wer sich „Lucky Luke – Die große Spielfilm Collection“ holt, bekommt derweil als Bonusmaterial eine Begleitdokumentation über René Goscinny geboten.

Das sind die "Lucky Luke"-Trickfilme

In „Lucky Luke – Daisy Town“, den der Verfasser dieses Artikels als seinen Lieblingsfilm der Reihe bezeichnet, erleben wir die Gründung eines Wüstenstädtchens, in dem eingangs nur Chaos herrscht. Erst durch den Lonesome Cowboy findet Daisy Town zur Harmonie – aber die Daltons haben ein Problem damit...

Inszeniert wurde der mit zahlreichen cleveren, unaufdringlichen Western-Filmzitaten bespickte Zeichentrickfilm von René Goscinny. Der teilte sich bei „Lucky Luke – Sein größter Trick“ den Regiestuhl mit Henri Gruel, Morris und Pierre Watrin. Im Film geht es darum, dass die Daltons geerbt haben, ihr Erbe jedoch nur antreten dürfen, wenn sie eine Rache-Mordserie begehen – eine verworrene Situation, die Lucky Luke jede Menge Raffinesse abverlangt, um Übles zu verhindern.

StudioCanal

„Lucky Luke – Das große Abenteuer“ wurde wiederum von Morris und den „Familie Feuerstein“-Schöpfern Bill Hanna & Joseph Barbera inszeniert. In diesem Film fliehen die Daltons nach Kanada, weshalb Lucky Luke die Unterstützung eines Mounties benötigt, um die Verbrecher aufzuspüren. Später werden die Daltons in ein Rehabilitationsprogramm gesteckt – mit chaotischen Folgen...

Und in Lucky Luke – Go West! (auch bekannt als „Lucky Luke – Auf in den Wilden Westen“) von Regisseur Olivier Jean Marie setzt sich die Handlung dadurch in Gang, dass die Daltons einer Gerichtsverhandlung entgehen und prompt in einem Treck gen Kalifornien landen. Der ist Opfer eines durchtriebenen Maklers, dessen Machenschaften der Lonesome Cowboy abzuwenden versucht...

Und wenn ihr nach Lucky Luke einen weiteren filmischen Kindheitsfavoriten wiedersehen möchtet, dann folgt doch auch diesem Heimkino-Tipp:

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Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.
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