Der neueste Teil einer der besten Filmreihen aller Zeiten kommt ins Heimkino – er spielte über eine Milliarde (!) Dollar ein

Woody, Buzz. Jessie und Konsorten sind diesen Sommer wieder auf die große Leinwand gestürmt. Dort haben sie einmal mehr satten Erfolg gefeiert, und schon bald steht für „Toy Story 5“ der Sprung ins Heimkino bevor.

Aus einem Wagnis entwuchs ein popkultureller Kosmos: Als die damals kaum bekannte Trickschmiede Pixar den ersten abendfüllenden, komplett computeranimierten Film nach allerlei Produktionsproblemen fertigstellte, konnte keine der beteiligten Personen ahnen, dass „Toy Story“ global als Sensation gefeiert werden würde!

Die Erfolgssträhne riss daraufhin nicht ab: „Toy Story 2“ und „Toy Story 3“ werden wiederholt als Paradebeispiele für brillante Sequels zelebriert, „Toy Story 4“ alias „A Toy Story – Alles hört auf kein Kommando“ ist ein bildhübsch animierter Epilog voller Selbstironie und Herzlichkeit, und dieses Jahr bewies „Toy Story 5“, dass das Kinopublikum sich immer noch gierig auf die Spielzeugsaga stürzt.

Denn der neuste Streich aus der Disney-Tochterfirma spielte bislang weltweit mehr als 1,14 Milliarden Dollar ein und ist damit der momentan dritterfolgreichste Film des Kinojahres! Auch das Presseecho war positiv, so winkten 93 Prozent positive Besprechungen bei Rotten Tomatoes und FILMSTARTS-Chefkritiker Christoph Petersen zückte starke vier Sterne. Und wer sich den Blockbuster ins Regal stellen will, hat mehrere Optionen zur Auswahl. Am 23. Oktober 2026 erscheint „Toy Story 5“ unter anderem als limitiertes 4K-Steelbook im deutschen Heimkino.

Außerdem wird der von Regisseur Andrew Stanton („Findet Nemo“) und Ko-Regisseurin McKenna Harris (Storykünstlerin bei Pixars „Luca“) gestemmte Film auf Blu-ray* und DVD* veröffentlicht. Die 4K- und Blu-ray-Edition von „Toy Story 5“ umfassen als Extras unter anderem einen Audiokommentar, mehrere Deleted Scenes und einige Featurettes, darunter eine über das Casting der Originalstimmen und eine über verworfene Ideen.

Das Bonusmaterial der DVD-Variante sind uns derzeit nicht bekannt. Des Weiteren erscheinen am 23. Oktober 2026 Sammelboxen auf DVD* und Blu-ray* mit allen fünf offiziellen „Toy Story“-Kinofilmen.

Darum geht es in "Toy Story 5"

Als Jessie (Stimme im Original: Joan Cusack / Stimme in der deutschen Synchro: Carolin Hartmann) feststellt, dass ihre Besitzerin Bonnie (Scarlett Spears / Madeleine Tanfal) keinerlei Freundschaften findet, ist sie am Boden zerstört. Der Grund dafür jagt der Cowgirl-Puppe Existenzangst ein: Alle Kinder in der Nachbarschaft sind bildschirmsüchtig. Statt sich mit Spielsachen Zeit zu vertreiben, hängen sie am Tablet, um via Apps zu zocken und zu chatten.

Diese Botschaft sorgt für Unruhe in Bonnies Kinderzimmer. Unruhe, die sich intensiviert, als Bonnies Eltern der Achtjährigen das Tablet Lilypad (Greta Lee / Laura Maire) schenken, das dem analogen Spielzeug prompt antagonistisch gegenübertritt. Nun hofft Jessie, mit Hilfe ihrer Kumpels Buzz Lightyear (Tim Allen / Walter von Hauff) und Woody (Tom Hanks / Michael "Bully" Herbig) der digitalen Bedrohung den Kampf anzusagen – aber Jessie wird bald vom Rest der Bande getrennt...

Diplomatische Bildschirmsucht-Kritik

Anders als in seinem Sci-Fi-Meisterwerk „WALL·E“ geht Stanton in seiner neusten, von ihm mitverfassten Pixar-Regiearbeit vergleichsweise versöhnlich mit Tech-Besessenheit um: Zwar touchiert „Toy Story 5“ so erschreckend allgemeingültige Themen wie Cybermobbing, einzig auf Suchtwirkung angelegte Mobile-Games und die Eltern wiederholt überkommene Versuchung, Internet-Spielzeug als Babysitterersatz auszunutzen.

Jedoch stellt der Milliarden-Dollar-Hit Kinder-Tablets auch als hilfreiche Kommunikationsmittel dar, sowie als Werkzeug, mit dem schüchterne Kinder Freundschaften vertiefen können. Ob man dies in der gebotenen Umsetzung als ausgewogene Bestandsaufnahme oder als enttäuschend zahme Auseinandersetzung mit ungesunden Geschäftsmethoden großer Tech-Firmen auffasst, hat konsequenterweise Einfluss darauf, ob man sich der „Toy Story 5“-Begeisterung anschließt oder nicht.

Der Verfasser dieses Heimkino-Tipps jedenfalls war vom mild-diplomatischen Kommentar auf diesen zentralen Themenkomplex enttäuscht, hatte jedoch unter anderem aufgrund seiner vorhandenen Grundsympathie für das riesige „Toy Story“-Figurenpersonal immer noch Spaß am Film: Mit dieser Spielzeug-Rasselbande scheinen ungeheuerlich lustige Situationskomik, herrlich-alberner Slapstick und plötzliche, effektive Sprünge in zwischenmenschliche Dramatik denkbar leicht zu sein.

Eine kurzweilige Balance aus animiertem Wahnwitz (die sich stilistisch vom Rest des Films abhebenden Fantasiesequenzen sind ein echtes Highlight) und existenziellem Kummer bietet „Toy Story 5“ also sehr wohl – da bleibt sich diese Reihe treu. Und wenn nun eurer eigener Spieltrieb geweckt ist, ruft der folgende Artikel nach euch:

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Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Sidneys Lieblingsfigur ist Donald Duck, sein erster Kinofilm war Disneys „Aladdin“ und bereits in der Grundschule las er eine Walt-Disney-Biografie. Wenn er könnte, würde er ins Disneyland auswandern, aber da das nicht geht, muss ihn seine Disney-Sammlung bei Laune halten.
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