Mit „Scarface“, „Bad Boys“ und „The Birdcage“ gibt es eine Handvoll Filmklassiker die in Miami spielen, bei der Kultserie „Miami Vice“ hat es die Stadt sogar in den Titel geschafft. Nach dem Hype der 80er- und 90er-Jahre wurde es etwas stiller um Floridas Metropole, auch weil konkurrierende Bundesstaaten attraktivere Steueranreize für Filmproduktionen etablierten.
Heute erlebt die Sonnenstadt jedoch eine Renaissance als Kulisse, denn nicht nur Joseph Kosinski dreht dort gerade seinen „Miami Vice“-Reboot mit Michael B. Jordan und Austin Butler. Dieses Jahr veröffentlichte Netflix mit „The Rip“ und „72 Hours“ bereits zwei Filme mit Schauplatz in Miami (wobei nur letzterer tatsächlich dort gedreht wurde), mit weiteren Produktionen in Aussicht.
Der Boom korreliert wohl nicht ganz zufällig mit dem bevorstehenden Release von „Grand Theft Auto 6“, das in Vice City – der fiktiven Version von Miami – spielt. Schließlich bietet die Stadt eine einzigartige Mischung aus tropischem Flair, verführerischen Sandstränden, ikonischer Art-Deco-Architektur und einer pulsierender Atmosphäre, bei der stets ein Quäntchen Gefahr mitschwingt, und ist somit die geborene Bühne für Bildschirme jeder Größe.
"The Spread": Streaming-Giganten kämpfen um nächste Miami-Serie
In Hollywood entbrannte kürzlich ein Bieterwettstreit um die Produktion von „The Spread“, bei der dem US-Branchenmagazin Deadline zufolge Netflix, Prime Video, Paramount+ und Apple TV starke Angebote lieferten, bevor sich schließlich HBO durchsetzen konnte.
Die heißbegehrte Serie stammt aus der Feder von Bill Dubuque (Drehbuchautor der beiden „The Accountant“-Filme und Mitschöpfer der Serie „Ozark“) und Sean Sansivieri. „Kingsman“-RegisseurMatthew Vaughn soll das Projekt inszenieren.
„Da HBO schon lange eine fiktionale Serie in Florida ansiedeln wollte, könnten wir nicht begeisterter sein“, zitiert Deadline die HBO-Managerin Francesca Orsi. „Wir freuen uns darauf, das vergoldete Chaos von Miami zu erkunden und es mit diesem Kaleidoskop visionärer Talente zum Leben zu erwecken, die so furchtlos sind wie die Geschichte selbst.“
Javier Bardem als ambitionierter Milliardär der Wall Street South
Apropos Talent: Oscar-Preisträger Javier Bardem („No Country for Old Men“), der erst vor Kurzem in der Apple-TV-Adaption des Kultklassikers „Kap der Angst“ als psychisch labiler Mordverdächtiger zu sehen war, übernimmt in „The Spread“ die Hauptrolle und fungiert als ausführender Produzent.
Die Serie behandelt das Machtzentrum des Paradieses, die sogenannte Wall Street South, wo rücksichtsloser Wettbewerb der Hedgefonds-Elite und Industriegiganten auf das zügellose Nachtleben Miamis prallt. Bardem soll einen visionären Milliardär verkörpern, der die brillantesten, hungrigsten und gefährlichsten Köpfe um sich schart und auf die Märkte loslässt, die Amerika antreiben. Sein Ziel ist es, den ökonomischen Schwerpunkt des Landes nach Florida zu verschieben und zu bestimmen wie lange die Party anhält.
Auch Apple TV dreht aktuell eine neue Serie, die im amerikanischen Bundesstaat Florida spielt:
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