In 36 Ländern auf Platz 1: Dieser neue Prime-Video-Hit lässt sogar "Reacher" hinter sich
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„Reacher“ ist bei Amazon Prime Video längst ein Mega-Hit. Doch jetzt wurde der Action-Erfolg mit Alan Ritchson in den Streaming-Charts überholt. Darüber dürften sich die Verantwortlichen aber gar nicht ärgern, sondern eher freuen.

Von Björn Becher

Das dürfte man sich bei Amazon genauso erhofft haben: Mit „Neagley“ wurde das „Reacher“-Universum gerade erst um seine erste Spin-off-Serie erweitert und diese legt direkt einen beeindruckenden Start hin. Nur wenige Tage nach der Veröffentlichung führt der Action-Thriller mit Maria Sten die Prime-Video-Charts in zahlreichen Ländern an. Nach und nach kletterte der Ableger weltweit in den Charts nach oben und hat jetzt etwas Bemerkenswertes erreicht. Denn „Neagley“ lässt jetzt sogar „Reacher“ selbst hinter sich.

"Neagley" ist aktuell größer als "Reacher"

Laut den Streaming-Analyst*innen von FlixPatrol steht „Neagley“ mittlerweile in 36 Ländern auf Platz 1 der Prime-Video-Serien-Charts. Dazu gehört auch Deutschland, wo sich das Spin-off nach seinem Start sogar besonders schnell an die Spitze gearbeitet hat und schon seit drei Tagen auf dem ersten Platz steht. „Reacher“ selbst belegt aktuell in keinem Land der Welt mehr die Chartspitze.

Auch in der weltweiten Gesamtauswertung von FlixPatrol, für die alle Charts-Plätze herangezogen werden, liegt „Neagley“ derzeit vor seiner Mutterserie. Vor wenigen Tagen lagen beide Titel noch quasi gleichauf. Am 18. September führte das Spin-off das globale Prime-Video-Ranking dabei erstmals mit 465 Punkten vor „Reacher“ mit 460 Punkten an. Mittlerweile wurde dieser Vorsprung langsam ausgebaut. Seit heute steht das Spin-off bei 485 gegenüber den 409 Punkten für das Original. Damit hat Frances Neagley ihren früheren Vorgesetzten beziehungsweise engen Weggefährten Jack Reacher zumindest in den aktuellen Streaming-Charts tatsächlich überholt.

Alan Ritchson und Maria Sten in Amazon
Alan Ritchson und Maria Sten in "Neagley".

Dabei gilt allerdings: Die Daten von FlixPatrol sind keine offiziellen Abrufzahlen von Amazon. Der Dienst wertet die Platzierungen in den jeweiligen länderspezifischen Streaming-Charts aus und errechnet daraus seine Rankings. Wie viele Menschen „Neagley“ tatsächlich eingeschaltet haben, hat Amazon bislang nicht verraten. Und natürlich darf nicht verschwiegen werden, dass „Neagley“ einen Vorteil gegenüber „Reacher“ hat. Wurde von der Hauptserie am 16. September nur die finale Folge veröffentlicht, brachte Amazon vom Spin-off am selben Tag direkt alle Folgen heraus. Viele Fans der Reihe dürften daher aktuell nach und nach die Episoden von „Neagley“ schauen, während sie mit „Reacher“ bereits durch sind. Damit ist es nur logisch, dass sich das Spin-off konstanter auf den vorderen Charts-Rängen hält.

Darum geht es im "Reacher"-Spin-off

Dass Amazon ausgerechnet Frances Neagley zur ersten Figur mit einer eigenen „Reacher“-Serie macht, kommt nicht von ungefähr. Die von Maria Sten gespielte ehemalige Militärermittlerin avancierte von Beginn an zu einer der beliebtesten Nebenfiguren des Serienhits. In „Neagley“ erleben wir sie erstmals selbst im Zentrum. Als ein enger Freund aus ihrer Vergangenheit unter verdächtigen Umständen ums Leben kommt, beginnt die als Privatdetektivin in Chicago tätige Ex-Militärpolizistin auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei stößt sie auf einen sektenähnlichen Kult und eine größere Verschwörung. Gleichzeitig muss sie sich mit Ereignissen aus ihrer eigenen Kindheit auseinandersetzen.

Anders als „Reacher“, dessen einzelne Staffeln jeweils auf Romanen von Lee Child basieren, erzählt das Spin-off dabei eine eigens für die Serie entwickelte Geschichte. Ganz ohne Jack Reacher muss das Publikum dabei allerdings nicht auskommen. Alan Ritchson ist ebenfalls in Gastauftritten als Reacher zu sehen. Noch ist nicht bekannt, ob von „Neagley“ weitere Staffeln geplant sind. Amazon dürfte mit dem Start aber zufrieden sein und wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, wächst die Chance, dass das von Lee Child geschaffene Serienuniversum künftig noch weiter ausgebaut wird.

Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Wenn ein neuer Reacher-Roman erscheint, hat Björn es garantiert innerhalb von einer Woche gelesen. Doch natürlich kennt der eingefleischte Fan nicht nur die Bücher, sondern hat die Filme mit Tom Cruise mehrfach gesehen, feiert die Serie mit Alan Ritchson und durfte sogar schon Lee Child interviewen.
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