Wurde die "American Psycho"-Neuauflage heimlich eingestampft? Regisseur sorgt mit neuer Aussage für Verwirrung
von Louis Verheyen
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Schon öfter haben wir von der geplanten „American Psycho“-Neuauflage unter der Regie von Luca Guadagnino berichtet. Doch wie der Regisseur nun andeutete, steht das Projekt für ihn wohl aktuell nicht an erster Stelle.

PLAION PICTURES

Eigentlich sollte der Drehstart für Luca Guadagninos „American Psycho“ schon im Sommer 2026 erfolgen – konzipiert als völlig eigenständige Vision der Romanvorlage, die sich stark vom Klassiker mit Christian Bale unterscheidet. Doch obwohl mit dem Skript von Scott Z. Burns („Das Bourne Ultimatum“) bereits eine fertige Drehbuchfassung vorliegt, wurde bislang noch immer kein Darsteller für die Rolle des Patrick Bateman gefunden. Wie steht es nun also wirklich um das Projekt?

Laut neuen Äußerungen von Guadagnino scheinbar nicht besonders gut: In einem Gespräch mit Vulture ging der Filmemacher eine lange Liste von geplanten Projekten durch, mit denen er im Laufe der letzten Jahre in Verbindung gebracht wurde. Wenig enthusiastisch zeigte er sich, als seine Umsetzung von „American Psycho“ zur Sprache kam, die er „vielleicht eines Tages“ anstrebe.

Woran scheitert die "American Psycho"-Neuauflage?

Eingangs sollte festgehalten werden, dass der Film weder von Guadagnino noch vom zuständigen Produktionsstudio Lionsgate offiziell eingestampft wurde. Doch deutet mittlerweile alles darauf hin, dass er für keinen der Beteiligten derzeit große Priorität hat. Womöglich hat dies auch mit dem zähen Casting-Prozess zu tun: Kürzlich verriet etwa Bret Easton Ellis, Autor des „American Psycho“-Romans, dass bereits zahlreiche Stars die Hauptrolle abgelehnt haben – wohl vor allem deshalb, weil niemand in die Fußstapfen von Christian Bale treten wolle.

Tatsächlich stand auf der Liste möglicher Hauptdarsteller bereits so mancher Hochkaräter: Zunächst galt laut Branchenberichten Jacob Elordi als Favorit für die Rolle des Patrick Bateman, bevor die Besetzung mit Austin Butler angeblich schon feststand. Zuletzt schien sich dann aber Drew Starkey, der mit Guadagnino bereits an „Queer“ zusammengearbeitet hatte, als Wunschkandidat herauszukristallisieren. Der Schauspieler durfte sogar schon einen Blick in das Drehbuch werfen und nannte dieses schlicht „fantastisch“.

Woran es letztlich liegt, dass Guadagnino sich nun so wenig optimistisch zur Zukunft des Films zeigt, lässt sich also nur mutmaßen. Immerhin hat der Regisseur eine ganze Reihe anstehender Projekte – vom bald erscheinenden Sam-Altman-Biopic „Artificial“ bis hin zu einer geplanten Adaption des Liebesromans „Separate Rooms“. Bei einem so vollen Terminkalender kann es durchaus passieren, dass einzelne Projekte nach hinten fallen und plötzlich doch wieder nach vorne geschoben werden – wann (und ob) die Neuinterpretation von „American Psycho“ uns erwartet, bleibt daher weiterhin spannend.

Den intensiven ersten Trailer zu „Artificial“, mit Andrew Garfield als Open-AI-CEO Sam Altman, könnt ihr euch unterdessen im nachfolgenden Artikel ansehen:

Vom Macher des zweitbesten Films 2024: Erster Trailer zu "Artificial" – mit "Spider-Man"-Star Andrew Garfield
Louis Verheyen
Louis Verheyen
-Freier Autor
Genießt alle Facetten des Kinos und lässt sich von „Mulholland Drive“ ebenso gern verstören wie von „Call Me By Your Name“ verzaubern. Hofft immer noch wehmütig darauf, dass Richard Kelly mal wieder einen Film dreht.
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