Allzu viele gelungene Kombinationen aus Sport- und Horrorfilm gibt es ja leider nicht. Zuletzt versuchte „Him - Der Größte aller Zeiten“ uns mit einer visuell in Richtung hoch budgetierter Werbeclips stilisierten Mischung aus Football-Drama und surrealem Gore-Gemetzel zu unterhalten, scheiterte dabei aber aufgrund eines schwachen Skripts recht jämmerlich.
Ob Regisseur Nikias Chryssos mit „Bloody Tennis“ und seinem Versuch, die Brutalität des weißen Sports zu zeigen, besser fährt, werden wir in ein paar Monaten alle selbst nachprüfen können. Immerhin hat der Deutschgrieche mit „A Pure Place“, „Rave On“ und speziell seinem grotesk anmutenden Langfilmdebüt „Der Bunker“ von 2015 schon einige wirklich gelungene Projekte auf der Habenseite stehen. Und irgendwie sieht das Ganze im Trailer auch nach einer Melange aus Dario Argentos atmosphärischem Gruselklassiker „Suspiria“ und dem gefeierten Tennisdrama „Challengers - Rivalen“ aus. Was ja nicht die schlechtesten Referenzen sind.
Der auf Englisch gedrehte Streifen feierte seine Weltpremiere am 7. August 2026 im Programm des Locarno Film Festivals. Während er in Nordamerika Ende September direkt beim dortigen, auf Horror- und Thriller-Content spezialisierten Streaming-Service Shudder debütierte, dürfen wir uns hierzulande über einen Start auf großen Leinwänden freuen. „Bloody Tennis“ kommt bundesweit am 10. Dezember 2026 in die deutschen Kinos.
In der Hauptrolle ist die aus der Sci-Fi-Serie „Foundation“ bekannte Dänin Sandra Guldberg Kampp zu sehen. An ihrer Seite bekleiden Elina Löwensohn („Schindlers Liste“), Zlatko Burić („Triangle Of Sadness“) und „Systemsprenger“-Star Helena Zengel weitere wichtige Parts.
Darum geht es in "Bloody Tennis"
In einem abgelegenen Winkel Südosteuropas befindet sich eine kostspielige Tennis-Akademie für junge Frauen. Geleitet wird sie von der exzentrischen Mary (Elina Löwensohn). Das exklusive Trainingscamp soll sechs Wochen dauern und ist so elitär, dass man sich nicht einfach anmelden und dann auftauchen kann.
Die aus aller Welt stammenden Teilnehmerinnen wurden von Mary nach Talent sowie ganz bestimmten weiteren Kriterien ausgewählt. Die Amerikanerin Sophie (Sandra Guldberg Kampp) hat Glück gehabt und durfte für eine kurzfristig ausgefallene Spielerin auf den letzten Drücker nachrücken. Frisch aus Detroit angereist, will sie ihre Chance nutzen, um der von ihr angestrebten großen Karriere auf dem Court näher zu kommen.
Gleich zu Beginn macht Mary den Spielerinnen klar, dass es sich hier tatsächlich um eine einmalige Gelegenheit handelt. Denn die Siegerin des internen Abschlusswettbewerbs erhält eine Wildcard für das diesjährige Turnier in Wimbledon. Zunächst fühlt sich Sophie durch die bizarren Methoden Marys und ihres Trainers Stavkos (Zlatko Buric) abgeschreckt. Doch dann spürt sie, dass ihr Traum tatsächlich in greifbare Nähe zu rücken scheint, und ist bereit, weit über ihre bisherigen Grenzen hinauszugehen …
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