Als Sitcom-König wird Chuck Lorre bisweilen bezeichnet – und das aus gutem Grund: Seit den 80er-Jahren ist er als Drehbuchautor, Produzent und Regisseur im TV-Geschäft und hat mit „Two And A Half Men“ und „The Big Bang Theory“ zwei besonders langlebige und beliebte Serien erschaffen.
Zu Gast bei „Dinner’s On Me“, dem Podcast von „Modern Family“-Star Jesse Tyler Ferguson, hat Lorre einen Blick zurück auf seine Karriere geworfen. Dabei plauderte er auch über seine Arbeit an der Sitcom „Roseanne“ und über die Feindseligkeit, die Roseanne Barr ihm und seinen Kollegen entgegenbrachte. Hier könnt Ihr den gesamten Podcast abrufen:
"Roseanne hasste, dass es Autoren gab."
Lorre hat von 1990 bis 1992 als Drehbuchautor im Writers' Room von „Roseanne“ mitgewirkt. Auf Jesse Tyler Fergusons vorsichtige Frage dazu, wie Lorre die sagenumwoben angespannte Stimmung am „Roseanne“-Set ertragen habe, gesteht dieser offenherzig: „Auf keinen Fall wollte ich wieder in die Situation geraten, mich abrackern zu müssen, um die Miete zu bezahlen. Deshalb habe ich es ertragen. Jede Woche 60, 70 Stunden. Und es war böswillig.“
Was er mit der Boshaftigkeit meinte, führt Lorre genauer aus: Offenbar waren die Drehbuchautoren Roseanne Barr, die lange vor ihrer Sitcom Stand-Up-Comedienne war und die Figur der Roseanne Conner für ihr Bühnenprogramm selbst kreiert hatte, ein Dorn im Auge: „Roseanne hasste, dass es Autoren gab. Sie hasste es zutiefst, dass andere Leute die Worte schrieben, die sie sagen würde.“
Entsprechend habe eine „tiefsitzende Feindseligkeit“ zwischen Roseanne Barr und dem Autorenteam geherrscht. Dies ist leider nicht allzu schwer vorstellbar, wenn man sich wieder in Erinnerung ruft, weshalb das „Roseanne“-Revival 2018 nach nur einer Staffel wieder abgesetzt werden musste.
ABC
Obwohl er Roseanne Barrs Verhalten nicht gutheißt, äußert Lorre im Podcast sogar etwas Verständnis für ihre Frustration: „Sie war eine Stand-up-Komikerin. Sie hat sich mit ihren Worten, ihrem Schreiben, selbst zum Superstar gemacht. Dann kam der Wechsel zu einer Fernsehsendung, bei der man es nicht alleine schaffen kann. Das ist unmöglich. Dieser Übergang konnte nicht gelingen.“
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