Richard Gere, 74: "Für mich war es selbstverständlich, in dieses Land zurückzukehren, denn ich betrachte es als meine zweite Heimat"
von Michael Bendix
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Aktuell pendelt Richard Gere zwischen Spanien und den USA. Als seine „zweite Heimat“ bezeichnete der „Pretty Woman“-Star allerdings ein anderes Land, in dem er einen seiner ersten großen Filmpreise gewann und seine Ehefrau kennenlernte.

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Mit Filmen wie „Ein Mann für gewisse Stunden“ oder „Ein Offizier und Gentleman“ gelang Richard Gere in den 1980er-Jahren der Durchbruch, bevor er 1990 an der Seite von Julia Roberts im RomCom-Klassiker „Pretty Woman“ endgültig zum Weltstar avancierte. Dem nächsten Leinwand-Hit jagt der „Hachiko“-Darsteller zwar schon längst nicht mehr hinterher, doch auch heute, mit 74 Jahren, steht er noch regelmäßig vor der Kamera – zuletzt trat Gere beispielsweise in Paul Schraders in Deutschland leider nie erschienenem Drama „Oh, Canada“ sowie der Spionage-Serie „The Agency“ auf.

Privat zog der in Philadelphia geborene Schauspieler seiner spanischen Ehefrau Alejandra Silva zuliebe im Jahr 2024 nach Madrid, wo sie gemeinsam mit ihren beiden Söhnen ein Jahr lang ihren Hauptwohnsitz hatten. Mittlerweile hat die Familie ihren Lebensmittelpunkt wieder teilweise in die USA verlagert und pendelt zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten. Kennengelernt haben sich Gere und Silva aber wiederum ganz woanders – nämlich 2014 bei einer zufälligen Begegnung im italienischen Positano an der Amalfiküste.

Richard Gere betrachtet Italien als seine "zweite Heimat"

Es ist also durchaus verständlich, dass der „Internal Affairs“-Mime auch Italien sehr ins Herz geschlossen hat. Das bestätigte er selbst, als er 2022 als Ehrengast das Magna Grecia Film Festival in Kalabrien besuchte. Während einer dort veranstalteten Masterclass machte er aus seiner Begeisterung keinen Hehl (via Espinof):

„Ich freue mich immer, nach Italien zurückkehren zu können. In den vergangenen zweieinhalb Jahren bin ich wegen Corona kaum gereist, und das hier ist eine meiner ersten Reisen seitdem. Für mich war es nur selbstverständlich, in dieses Land zurückzukehren, denn ich betrachte es als meine zweite Heimat. Und ich freue mich sehr, im Süden zu sein. Ich bin zum ersten Mal in Kalabrien, und schon beim Anflug konnte ich die wunderschönen Hügel, die Berge und die Küste sehen.“

"Diese Orte sind fantastisch, haltet sie lieber ein bisschen geheim"

Der Hollywood-Star, der auch für seinen politischen Aktivismus bekannt ist, nutzte die Gelegenheit obendrein, um vor den Folgen des Massentourismus zu warnen. Er betonte die Gefahr, dass die Schönheit der Region ernsthaft darunter leiden könnte: „Diese Orte sind fantastisch, und ich hoffe, dass ihr sie so bewahrt, wie sie sind. Haltet sie lieber ein bisschen geheim, damit sie nicht kaputtgemacht werden.“

Geres Verbindung zu Italien reicht übrigens mindestens bis ins Jahr 1979 zurück. Damals wurde er für seine Leistung in Terrence Malicks Meisterwerk „In der Glut des Südens“ mit dem italienischen Filmpreis David di Donatello ausgezeichnet. Seitdem hat er das Land unzählige Male besucht, zuletzt während der Mailänder Modewoche als Ehrengast einer Modenschau von Giorgio Armani.

Wenn ihr übrigens wissen wollt, warum Gere zwei Jahrzehnte lang von den Oscars ausgeschlossen wurde, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:

Oscar-Verbot für Richard Gere: Darum durfte der "Pretty Woman"-Star 20 Jahre lang nicht an der Verleihung teilnehmen!

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Espinof.com erschienen.

Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.
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