Heute im TV: Sci-Fi- & Katastrophen-Action mit "Highlander"-Star!
von Oliver Kube
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Heute Abend herrscht im Free-TV Weltuntergangsstimmung und dabei ist es saukalt. Kein Wunder, denn in „10,000 Days“ wurde die Erde von einem riesigen Kometen aus ihrer Umlaufbahn gestoßen und hat sich von der wärmenden Sonne entfernt ...

Habt ihr, wie der Autor dieses Artikels, früher gern die „Highlander“-Serie mit Adrian Paul gesehen? Die in den 1990ern produzierten Episoden waren oft um einiges unterhaltsamer als die streckenweise jämmerlich schwachen Spielfilm-Sequels zu dem noch immer unerreichten ersten „Highlander“ mit Christopher Lambert und Sean Connery. Ab der dritten von insgesamt sechs Staffeln spielte regelmäßig Peter Wingfield („Catwoman“) mit. Seine Figur hieß Methos und war ein guter Freund und Verbündeter des Titelhelden.

Falls ihr euch fragen solltet, was aus dem beim „Highlander“-Publikum damals sehr beliebten Mr. Wingfield geworden ist und warum man den Waliser schon seit Jahren nicht mehr in Filmen oder Serien sieht, findet ihr weiter unten in diesem Text die Antwort. Hier kommen jetzt erst einmal die Details zur TV-Ausstrahlung eines seiner letzten Filme:

„10,000 Days“ läuft am heutigen 21. Oktober 2026 um 22.00 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt am 25. Oktober um 18.30 Uhr. Zudem steht der FSK-12-Titel bis zum 20. November als Gratis-Stream in der Mediathek des Senders zur Verfügung. Solltet ihr all diese Termine verpassen, könnt ihr den Streifen für aktuell erfreulich kleines Geld als Video-on-Demand kaufen und ihn dann schauen, wann immer ihr wollt:

Darum geht es in "10,000 Days"

Vor 10.000 Tagen (oder etwa 27 Jahren) schlug ein Komet im Pazifischen Ozean ein. Und das mit einer Wucht, die der gleichzeitigen Detonation sämtlicher Atomwaffen auf unserer Welt entsprach. Die Familie Beck gehörte zu den wenigen Menschen, die die enorme Hitzewelle und die folgenden Feuerstürme vor dem großen Kälteeinbruch überstanden. Der Komet hatte die Erde nämlich wie bei der Kollision zweier Billardkugeln von der Sonne weggestoßen und den Planeten in Schnee und Eis gehüllt.

Für die Überlebenden war der Alltag ein brutaler und gefährlicher Kampf – nicht nur gegen das erbarmungslose Klima, sondern auch gegeneinander um die wenigen notwendigen Güter, von denen ihre weitere Existenz abhing. Das Eis breitete sich weiter aus und die Zivilisation wurde von heftigen Erdbeben endgültig zerstört. Doch jetzt entdecken die von William (John Schneider) angeführten und sich als Nomaden durchschlagenden Becks ein Objekt aus der Vergangenheit, das sie entweder retten oder für immer vernichten wird ...

10,000 Days
10,000 Days
Starttermin 12. März 2021 | 1 Std. 31 Min.
Von Eric Small
Mit John Schneider, Peter Wingfield, James Harvey Ward
User-Wertung
3,0

Wie gut ist der Film?

Dieses Szenario klingt – so man auf Sci-Fi- und Katastrophen-Action steht – vielleicht nicht gerade superoriginell, aber doch zumindest nicht ganz uninteressant, oder? Es wurde 2010 von Eric Small („The Dust Factory“) erdacht und ein Jahr später als Web-Serie mit elf um die zehn Minuten langen Episoden realisiert.

Für die Hauptrollen verpflichtete der als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent die wichtigsten Funktionen der Serie „10,000 Days“ im Alleingang erledigende Small zwei etablierte TV-Schauspieler: John Schneider, der als Supermans Adoptivvater in der Hit-Serie „Smallville“ zu Popularität gelangt war, und den eingangs erwähnten Peter Wingfield. Die zwei spielten in der Serie ehemalige Freunde und Verbündete, die durch die äußeren Umstände in einer postapokalyptischen Welt zu erbitterten Feinden mutieren.

Der Erfolg der Serie war eher bescheiden, weshalb es auch nie eine zweite Staffel gab. 2014 wurden die Episoden dann zu einem abendfüllenden Spielfilm zusammengeschnitten und erst ans Kabel-TV, dann als DVD verkauft. Leider merkt man dem ebenfalls „10,000 Days“ betitelten Streifen seinen Ursprung als Low-Budget-Serie stark an. Nicht nur sehen die visuellen Effekte cheesy und billig aus. Während Wingfield und Schneider solide agieren, wirken die schauspielerischen Leistungen der Nebendarsteller oft sehr hölzern.

Peter Wingfield als Antagonist in Happy Entertainment
Peter Wingfield als Antagonist in "10,000 Days"

Am schwierigsten zu verdauen ist jedoch der kaum vorhandene Fluss der Story. Was aber auch kein großes Wunder ist. Denn eigentlich war diese ja für kurze Episoden konzipiert worden, die jeweils mit einem Cliffhanger endeten, damit das Publikum in der nächsten Woche wieder einschaltete. So gibt es in Bezug auf die Dynamik ein ständiges Auf und Ab im Film, das ihn sehr fahrig und unausgewogen wirken lässt. Zudem endet er dann auch noch, ohne die Geschichte zu einem echten Abschluss zu bringen. Small hatte offenbar gehofft, eine zweite Season produzieren zu können, und wollte so die Spannung auf diese anheizen.

Ihr ahnt es schon: Empfehlen können wir euch „10,000 Days“ nicht wirklich. Das Anschauen lohnt sich eigentlich nur für Genre-Fans, die entweder an der ungewöhnlichen Entstehung des Films interessiert sind oder solche, die gern mal wieder Peter Wingfield und/oder John Schneider sehen möchten. Während letzterer noch recht häufig in kleineren TV- oder Filmrollen auftritt (zuletzt etwa in dem Familienstreifen „Tulsa“ oder dem Horrorreißer „They Whisper“), macht sich sein Kollege vor der Kamera extrem rar. Und das hat einen Grund.

Peter Wingfield hatte, bevor er mit der professionellen Schauspielerei begann, in London ein Medizinstudium absolviert. Und genau in dieses Feld ist er nach „10,000 Days“ sukzessive zurückgekehrt. Aktuell arbeitet er in Vollzeit als Anästhesist am Cedars-Sinai-Krankenhaus in Los Angeles. Wingfields bisher letzter Job vor einer Kamera war sein Gastauftritt in einer Episode von „Beauty And The Beast“ im Jahr 2016.

Apropos „Highlander“: Die aktuellste Meldung zum Reboot der Filmreihe durch „John Wick“-Macher Chad Stahelski lest ihr hier:

Noch mehr Muskeln als bei "Gladiator": So trainiert sieht Russell Crowe in "Highlander" mit Henry Cavill aus

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Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube ist seit den 1990ern als Journalist/Kritiker in Sachen Film, TV, Musik, Literatur & Technik tätig. Für FILMSTARTS schreibt er seit 2018.
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