George Lucas gab dem Regisseur des größten "Star Wars"-Flops einen Rat: "Vergiss nicht, das ist für Zwölfjährige!"
von Michael Bendix
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Vor acht Jahren kam der erste große Flop der „Star Wars“-Geschichte in die Kinos. Dessen Regisseur bekam im Vorfeld einen simplen, aber guten Ratschlag von George Lucas, dem Schöpfer der Saga!

„Star Wars“ ist eine gewaltige Erfolgsgeschichte: Mit dem ersten Eintrag in die Saga revolutionierte George Lucas 1977 das Blockbuster-Kino und legte den Grundstein für eines der populärsten und langlebigsten Film-Franchises aller Zeiten. Heute umfasst das Universum drei Kino-Trilogien, mehrere Spin-offs und zahlreiche Serien, dazu kommen etliche Videospiele und Romane.

Doch ganz frei von Missgriffen ist die fast 50 Jahre umfassende „Star Wars“-Historie nicht: So setzte man 2018 große Hoffnungen in „Solo: A Star Wars Story“, ein Prequel, das die Vorgeschichte des legendären Weltraumschmugglers Han Solo erzählt, der einst Harrison Ford zum Star machte und nun von Alden Ehrenreich gespielt wurde. Doch die Produktion wurde zum Desaster – und der finale Film zum Flop!

Solo: A Star Wars Story
Solo: A Star Wars Story
Starttermin 24. Mai 2018 | 2 Std. 15 Min.
Von Ron Howard
Mit Alden Ehrenreich, Woody Harrelson, Emilia Clarke
Pressekritiken
3,6
User-Wertung
3,7
Filmstarts
3,5
Auf Disney+ streamen

Die katastrophale Produktion von "Solo: A Star Wars Story"

Ursprünglich waren Phil Lord und Christopher Miller („Der Astronaut“) als Regisseure für „Solo: A Star Wars Story“ vorgesehen. Diese setzten einen stark humoristischen Schwerpunkt, der nach Ansicht des Studios nicht mit dem von Jonathan Kasdan (Sohn des „Das Imperium schlägt zurück“-Drehbuchautors Lawrence Kasdan) verfassten Skript harmonierte. Nachdem es zu keiner Einigung kam, wurde das Duo von dem Projekt abgezogen – und durch Hollywood-Routinier Ron Howard („Apollo 13“) ersetzt, den mit George Lucas eine langjährige Freundschaft verband.

Howard gilt vor allem als pragmatischer Handwerker und hat sich im Laufe seiner Karriere so den unterschiedlichsten Genres angenommen. „Star Wars: A Solo Story“ stellte den „Der Grinch“-Macher trotzdem vor eine enorme Herausforderung: Er musste mit bereits gedrehtem Material arbeiten – und zugleich den enormen Erwartungen der über viele Jahrzehnte hinweg gewachsenen „Star Wars“-Fangemeinde gerecht werden.

Vor diesem Hintergrund versuchte Lucas ihn im Vorfeld mit einem guten Rat zu beruhigen (via Gamestar): „Vergiss nicht, das ist für Zwölfjährige!“ Letztendlich ginge es schlichtweg darum, ein Weltraumabenteuer zu erzählen, das ein junges Publikum begeistert und die Fantasie der Zuschauer*innen anregt.

Das hat am Ende nicht sonderlich gut funktioniert – viele Fans zeigten sich von dem Prequel enttäuscht, und auch am Box Office blieb der Film Lichtjahre hinter den Hoffnungen des Studios zurück: Bei einem geschätzten Produktionsbudget zwischen 275 und 300 Millionen US-Dollar spülte „Solo: A Star Wars Story“ lediglich 393 Millionen in die Kinokassen. Damit war er der erste große kommerzielle Reinfall der Reihe.

FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen fand übrigens durchaus Gefallen an dem Werk und vergab in seiner Kritik gute 3,5 Sterne. Im Fazit beschreibt er den Film als „nach verhaltenem Start schließlich doch noch sehr unterhaltsames ‚Star Wars‘-Abenteuer alter Schule“.

Wenn ihr übrigens wissen wollt, mit welchem erstaunlich simplen Trick George Lucas im ersten „Star Wars“-Blockbuster Kinogeschichte geschrieben hat, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:

George Lucas gelang in "Star Wars" einer der cleversten Tricks der Kinogeschichte: Lukes Landspeeder schwebt überhaupt nicht!

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits bei unseren Kolleg*innen von Gamestar erschienen.

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Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.
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