1999 kam „Matrix“ in die Kinos – und erwies sich als in jeder Hinsicht bahnbrechender Überraschungserfolg. Der Film bot eine bis dahin nie gesehene Mischung aus Science-Fiction, philosophischen Gedankenspielen und Martial-Arts-Action, und die Spezialeffekte – ganz besonders die berühmte Bullet-Time-Technik – setzten völlig neue Maßstäbe fürs Hollywood-Kino. Mittlerweile wurden drei Fortsetzungen veröffentlicht, von denen allerdings keine an die Qualität und den Kultstatus des Originals anknüpfen konnte.
Für die tragenden Rollen kann sich wohl niemand eine andere Besetzung vorstellen als Keanu Reeves, Carrie-Anne Moss und Laurence Fishburne. Doch tatsächlich war keiner der drei Stars die erste Wahl! Bevor Reeves an Bord kam, zählten unter anderem Will Smith, Johnny Depp, Brad Pitt und Leonardo DiCaprio zu den Wunschkandidaten für die Rolle des Neo.
Für Trinity wiederum wurden Größen wie Sandra Bullock, Madonna oder Jennifer Lopez angefragt. Und auch Fishburne war als Morpheus nicht von Anfang an gesetzt: Vor ihm wurde der Part an den späteren „Gladiator“-Oscar-Gewinner Russell Crowe herangetragen!
Doch dieser lehnte ab, weil er mit dem Drehbuch nichts anfangen konnte. „Ich habe es einfach nicht verstanden“, erklärte der heute 62-Jährige in einem Interview mit dem Premiere Magazine (via Far Out Magazine). „Ich bin nicht über Seite 42 hinausgekommen. Diese Welt hat mich einfach nicht interessiert.“
Spielte bei Russell Crowes "Matrix"-Absage auch ein Flop von 1995 eine Rolle?
Erschwerend hinzukam, dass Crowe vier Jahre zuvor in einem anderen Sci-Fi-Actionfilm über virtuelle Realitäten mitgespielt hatte: „Virtuosity“, in dem er an der Seite von Denzel Washington einen computergenerierten Serienkiller namens SID 6.7 verkörperte.
Der Film wurde zum Box-Office-Flop, handelte sich eine Vielzahl von Verrissen ein – und auch Crowe machte später unmissverständlich klar, dass er „Virtuosity“ rückblickend für einen Fehler hält. Womöglich stand ihm also schlichtweg nicht der Sinn nach einem weiteren Cyber-Thriller, der sich als Reinfall herausstellen könnte...
Wenn ihr übrigens wissen wollt, bei welchem Film Crowe nach eigenen Angaben vor 26 Jahren „zum Mann“ wurde, dann lest direkt im nachfolgenden Artikel weiter:
"Ich musste jeden einzelnen Tag kämpfen": Vor 26 Jahren wurde Russell Crowe beim Dreh zu seinem besten Film "zum Mann"