Es ist mittlerweile 16 Jahre her, dass Jack Nicholson zuletzt in einem Film zu sehen war – an der Seite von Paul Rudd, Reese Witherspoon und Owen Wilson in der unterschätzten RomCom „Woher weißt du, dass es Liebe ist“. Tatsächlich hat der Charaktermime niemals offiziell seinen Ruhestand verkündet, doch im gehobenen Alter von 89 Jahren ist eher unwahrscheinlich, dass Nicholson insgeheim an seinem Leinwand-Comeback feilt – zumal er sich laut Aussagen von Freunden und Weggefährten ganz bewusst aus dem Filmgeschäft zurückgezogen hat, um in Ruhe seinen Lebensabend zu genießen.
Zu beweisen hat Nicholson ohnehin niemandem mehr was: Zwölf Mal wurde er für den Oscar nominiert – mehr als jeder andere männliche Hollywood-Star! Gleich drei der begehrten Goldstatuen konnte er sich ins Regal stellen, für seine Hauptrollen in „Einer flog über das Kuckucksnest“ und „Besser geht’s nicht“ sowie als Bester Nebendarsteller in „Zeit der Zärtlichkeit“. Und auch darüber hinaus ist die Liste der Klassiker und Kultfilme, in denen der Schauspieler mit dem diabolischen Grinsen mitgewirkt hat, lang: von „Easy Rider“ und „Chinatown“ über „Shining“ und „Batman“ bis hin zu „Eine Frage der Ehre“ und „Departed – Unter Feinden“.
Jack Nicholson enthüllt sein einziges Bedauern
Während er sich noch erfolglos um die männliche Hauptrolle im New-Hollywood-Klassiker „Die Reifeprüfung“ bemühte (die bekanntlich Dustin Hoffman seinen großen Durchbruch bescheren sollte!), erreichte Nicholson schnell einen Status, in dem er sich seine Rollen aussuchen konnte. Dabei scheint er seiner Ansicht nach nur selten daneben gegriffen zu haben – denn nur bei einem einzigen abgesagten Film äußerte der „Die Hexen von Eastwick“-Star später öffentlich Bedauern (via Far Out Magazine):
„Die einzige wirklich gute Rolle, die ich abgelehnt habe – und dafür könnte ich mich umbringen –, war ‚Der große Gatsby‘. Seit ich 18 war, haben mir die Leute gesagt, ich sollte Jay Gatsby spielen. Ich habe mich nicht wirklich um die Rolle bemüht, aus persönlichen Gründen, die ich nicht gedruckt sehen möchte.“ Was auch immer diese Gründe gewesen sein mögen: Offenbar ließ ihn diese Entscheidung nie ganz los!
Tatsächlich könnte man sich Nicholson sehr gut in der Rolle des geheimnisvollen Millionärs vorstellen, der rauschhafte Partys veranstaltet und seiner verlorenen großen Liebe Daisy Buchanan nachtrauert. An seiner Stelle lieh der von F. Scott Fitzgerald erdachten Romanfigur schließlich Robert Redford sein Gesicht – der interessanterweise von einigen Kritiker*innen als Fehlbesetzung betrachtet wurde.
Überhaupt stieß die 1974 erschienene Adaption von „Der große Gatsby“ auf ein gemischtes Echo – nur Schriftsteller Tennessee Williams („Endstation Sehnsucht“) war der Meinung, dass die Verfilmung das Buch sogar übertroffen habe. 2013 entstand unter der Regie von Baz Luhrmann eine ungleich prunkvollere Variante mit Leonardo DiCaprio in der Titelrolle.
Wenn ihr übrigens wissen wollt, welchen Film Nicholson für seinen allerbesten hält (obwohl er ihm eine Nominierung für die Goldene Himbeere einbrachte!), dann lest auch den nachfolgenden Artikel:
"Das Beste, was ich je gemacht habe": Dieser Film ist für Jack Nicholson der Höhepunkt seiner Karriere