Wie berechnet man filmischen Erfolg? Manche werden vielleicht das positive Echo der Fachpresse am stärksten gewichten, andere die gewonnenen Branchenpreise – oder übertrumpft doch das Einspielergebnis alle anderen Faktoren? Geht man danach, ist „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ mit weltweiten Einnahmen von rund 520 Millionen Dollar der größte Hit, den Arnold Schwarzenegger je gelandet hat.
Aber fragt man den Muskelmann selbst, so war ein anderer Film sein wirtschaftlich stattlichster Erfolg. Denn kein anderer Film hat der steirischen Eiche mehr Geld aufs Konto gespült als die Hit-Komödie „Twins – Zwillinge“. Wie das sein kann, erläutern wir euch weiter unten in diesem Artikel. Zuerst sei der Grund erwähnt, weshalb die Filmkomödie wieder im Rampenlicht steht. Denn diese Woche hat „Twins“ eine Blu-ray-Neuauflage erhalten!
Als Bonusmaterial enthält die Blu-ray mehrere Interviews, darunter mit Regisseur Ivan Reitman und Drehbuchautor Herschel Weingrod.
Darum geht es in "Twins"
Vor Jahrzehnten sollte bei einem außergewöhnlichen Experiment das „perfekte Kind“ gezüchtet werden. Dabei entstanden die zweieiigen Zwillinge Julius (Arnold Schwarzenegger), der auf einer abgeschiedenen Insel aufgezogen und von der Zivilisation abgeschottet wurde, und Vincent (Danny DeVito). Letzterer führt ein alltägliches Leben als unehrlicher Griesgram in Los Angeles.
Als der naive Julius von seinem Zwilling erfährt, begibt er sich in die kalifornische Großstadt, wo er von Vincent prompt übers Ohr gehauen und in eine heikle Betrügerei involviert wird. Daher wird das ungleiche Gespann von gefährlichen Männern verfolgt. Zugleich begeben sich Vincent und Julius auf die Suche nach ihrer totgeglaubten Mutter...
"Twins" war für Arnie "der beste Deal"
Der von „Ghostbusters“-Regisseur Ivan Reitman inszenierte Filmspaß mit Schwarzenegger und DeVito kostete 16 Millionen Dollar, global nahm er mehr als 216 Millionen Dollar wieder ein – und das allein an den Kinokassen. Der weitere Gewinn, etwa durch den Heimkinomarkt und den Verkauf der TV-Rechte, ist da noch gar nicht mit einberechnet. Und dieser beeindruckende Graben zwischen Budget und Gewinn ist es, der Schwarzenegger (und seinen Film-Zwilling) strahlen lässt:
Wie Schwarzenegger bei einem Auftritt in der US-Talkshow „Watch What Happens Live“ verriet, verzichteten die beiden Hauptdarsteller auf ihre Gage, um die Verwirklichung des Films zu ermöglichen. Im Gegenzug ließen sie sich 40 Prozent der Gewinne zusichern. Das bedeutet, dass Schwarzenegger allein mit diesem Film weit über 40 Millionen Dollar verdient hat – „mehr als mit jedem anderen Film, den ich je gedreht habe“. Wie der „Predator“-Star diesen Verhandlungsschachzug zusammenfasste: „Es war der beste Deal, den wir je gemacht haben.“
Eine Fortsetzung ist übrigens seit einigen Jahren im Gespräch – darin sollen Julius und Vincent herausfinden, dass sie einen Drillingsbruder haben. Für die Rolle waren schon Eddie Murphy und Tracy Morgan im Gespräch, doch seit Ivan Reitmans Tod befindet sich das Projekt in der Schwebe. Seinem Sohn, „Juno“-Regisseur Jason Reitman, wurde die Fortsetzung bereits angeboten, doch der lehnte ab.
Ein Schwarzenegger-Film, der hingegen sogar mehr als nur eine Fortsetzung erhalten hat, erscheint demnächst in einer neuen, sich gezielt an Fans richtenden Heimkino-Edition. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Mit diesem Sci-Fi-Meilenstein feierte "Avatar"-Macher James Cameron einst den Durchbruch – jetzt kommt er als ultimative Edition ins Heimkino zurück!*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.