Normalerweise muss ein Buch erst ein Erfolg werden, um in Hollywood für Aufmerksamkeit zu sorgen. Doch manchmal läuft es auch anders – so etwa im Fall von „1906“: James Dalessandro bot sein unfertiges Buch über das gewaltige Erdbeben von San Francisco bereits 1998 – sechs Jahre bevor der Roman schließlich erschien – in Hollywood an und Studio Warner Bros. setzte sich in einem Bieterkrieg durch. Allerdings wartet „1906“ seitdem vergeblich auf seine Umsetzung. Nun mehren sich jedoch die Anzeichen, dass es als Serie doch noch klappen könnte!
Aber der Reihe nach: Nachdem Warner anno 1998 den Zuschlag für „1906“ bekam, schrieb James Dalessandro mehrere Drehbuchversionen. Allerdings deutete sich schon damals an, dass der Katastrophenfilm ein gewaltiges Budget von wohl 200 Millionen Dollar benötigen würde. Deswegen taten sich schließlich Warner, Disney und Animationsfilmstudio Pixar zusammen, das damit seinen ersten Realfilm produziert hätte. 2008 kam dann Brad Bird offiziell als Regisseur an Bord, doch auch der zweifache Oscar-Preisträger („Die Unglaublichen“, „Ratatouille“) schaffte es nicht, das Projekt auf die große Leinwand zu wuchten.
Stattdessen legte Brad Bird schließlich im Jahr 2011 mit „Mission: Impossible - Phantomprotokoll“ sein Live-Action-Regiedebüt vor und drehte danach den wenig geliebten „A World Beyond“ alias „Tomorrowland“ (siehe Titelbild dieses Artikels). Anschließend kehrte er mit „Die Unglaublichen 2“ und dem schon bald bei Netflix erscheinenden „Ray Gunn“ wieder zum Animationsfilm zurück – doch „1906“ hat ihn über all diese Jahre offenbar nie losgelassen.
Kommt Brad Birds "1906" nun als Serie?
Die ersten Anzeichen, dass „1906“ doch noch umgesetzt werden könnte, gab es bereits im Juli 2026. Auf der San Diego Comic-Con erklärte Bird, dass sich das Projekt gut als Serie mit acht Episoden eignen würde und er weiter „sehr interessiert“ an der Geschichte sei. Allerdings bräuchte es dafür den Detailgrad, den mehrere Episoden ermöglichen würden, und die gewaltige Größe eines Films – klingt ganz nach einer Event-Miniserie!
Nun kommt noch ein weiteres Indiz dazu: Der gut vernetzte Hollywood-Insider Jordan Ruimy von World Of Reel hat von einer Quelle gehört, dass Brad Birds nächste Regiearbeit eine Live-Action-Umsetzung von „1906“ ist. Darum habe er auch nicht die Inszenierung von „Die Unglaublichen 3“ übernommen. Ob Bird nun doch noch einen Weg gefunden hat, die Geschichte als Film auf die Beine zu stellen, oder ob er bei einer „1906“-Serie erstmals für den kleinen Bildschirm dreht, ist nicht bekannt. Angesichts der Vorgeschichte gehen wir jedoch eher von einer Serienadaption aus.
Zunächst erscheint jedoch der oben bereits erwähnte „Ray Gunn“. Der Sci-Fi-Animationsfilm startet am 3. Dezember 2026 im Kino und kommt dann zu Netflix. Hier ist der deutsche Trailer: