Mit winzigem Budget und massiver Kreativität nahm 1981 eine Horror-Reihe ihren Anfang, die im Pantheon des Gewaltkinos einen Ehrenplatz innehält: Sam Raimis „Tanz der Teufel“ begeisterte Genrefans und brachte in zahlreichen Ländern den Jugendschutz in Aufruhr. Es folgten Fortsetzungen, ein Serienableger, ein Reboot und dessen Sequels – und all diese Produktionen weisen ebenso eine kreative Verwandtschaft zum Original auf, wie eine eigene Stimmung.
Der neuste Teil dreht vor allem an der Gewaltschraube: In „Evil Dead Burn“ geht es „brutaler als jemals zuvor“ zu, wie FILMSTARTS-Autor Stefan Geisler in seiner Kritik zum Horror-Reißer attestierte. Die Drastik äußert sich unter anderem in einer ausführlichen Plansequenz des Terrors – in Sachen Humor hält sich der Film dafür zurück. Bald kann sich dieser Schocker seinen Weg in eure Sammlung bahnen. Denn am 29. Oktober 2026 erscheint „Evil Dead Burn“ auf DVD, Blu-ray und 4K-Disc.
Parallel dazu erscheint „Evil Dead Burn“ als Limited Edition Steelbook mit dem Film auf 4K-Disc und Blu-ray. Diese Variante ist bei Amazon* gelistet, war zum Veröffentlichungszeitpunkt dieses Artikels allerdings vergriffen. Falls ihr nicht warten möchtet, bis Amazon Nachschub bekommen hat, werdet ihr unter anderem im Shop von Plaion Pictures fündig.
Falls ihr es nicht so mit Haptik habt: „Evil Dead Burn“ ist bei Prime Video* als VOD verfügbar und seit kurzer Zeit im Netflix-Abo enthalten.
Darum geht es in "Evil Dead Burn"
Nur nach außen hin wirkt die Beziehung zwischen Will (George Pullar) und Alice (Souheila Yacoub) harmonisch. Hinter verschlossenen Türen hingegen spielen sich immer wieder erschreckende Szenen ab. Als Will bei einem schweren Autounfall stirbt, hinterlässt dies Alice daher mit widersprüchlichen, sie überwältigenden Gefühlen.
Bei der Beerdigung trifft sie noch dazu Wills Eltern Susan (Tandi Wright) und Edgar (Erroll Shand) sowie Wills Bruder Joseph (Hunter Doohan) sowie dessen Freundin Thya (Luciane Buchanan) und Großmutter Polly (Maude Davey). Diese Trauergemeinde muss bald darauf nicht bloß emotionalen Terror durchstehen. Denn durch uralte, kryptische Aufzeichnungen wurden Mächte heraufbeschworen, die das Leben der Hinterbliebenen zur Hölle machen.
Regie bei „Evil Dead Burn“ führte Sébastien Vaniček, der zuvor den französischen Spinnen-Horror „Spiders – Ihr Biss ist der Tod“ inszenierte. Der Film imponierte „Evil Dead“-Schöpfer Raimi derart, dass er dem jungen Regietalent prompt das Angebot unterbreitete, sich in seinem Franchise auszutoben.
Vaniček beschloss, den übernatürlichen, blutigen Terror des legendären Franchises dieses Mal für eine metaphorische Auseinandersetzung mit häuslicher Gewalt und Missbrauch in Familienstrukturen zu verwenden. Außerdem entschied er sich für einen gräulichen, entsättigten und bewusst freudlosen Look, um das Geschehen stärker in der deprimierenden Gefühlswelt der Protagonistin zu verankern. Das spaltet die „Evil Dead“-Fangemeinde durchaus: Manche Fans begrüßen diese Abwechslung, andere finden den Film daher trotz seiner extremen Gewalt zu bleiern.
Vielleicht wird letztere Gruppe vom nächsten „Evil Dead“-Teil mehr abgeholt. Der scheint sich wieder stärker am Ursprung der Reihe zu orientieren. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Einer der härtesten Horrorfilme des Jahres wird fortgesetzt: Jetzt steht endlich der Kinostart fest!*Bei diesen Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.