Konkurrenz für "Der Herr der Ringe": Amazon sichert sich Streaming-Rechte für Fantasy-Blockbuster mit 200 Millionen Dollar Budget
von Pascal Reis
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Mit „Elden Ring“ startet 2028 die Verfilmung eines der epischsten Fantasy-Videospiele der Gegenwart auf der großen Leinwand. Nun steht auch fest, wer sich die Streaming-Rechte für den Blockbuster geschnappt hat.

Bandai Namco Entertainment

Fantasy-Fans blicken rosigen Zeiten entgegen: Neben den neuen „Der Herr der Ringe“-Filmen, die in die Kinos kommen werden, dem ersten „Game Of Thrones“-Spielfilm und der „Harry Potter“-Serie erwartet uns im März 2028 noch ein weiterer epischer Blockbuster: „Elden Ring“ von „Ex Machina“-Regisseur Alex Garland.

Für die Adaption des gleichnamigen Third-Person-Rollenspiels hat das Studio A24 richtig tief in die Tasche gegriffen: Rund 200 Millionen US-Dollar soll die Produktion des Fantasy-Blockbusters kosten. Für die Independent-Schmiede, die sich bislang vor allem durch ihre wirtschaftliche Arbeitsweise und vergleichsweise überschaubare Budgets ausgezeichnet hat, wäre das ein gewaltiger Schritt. Mit einem solchen Projekt würde A24 seine Position in Hollywood weiter ausbauen und sich zunehmend in die Riege der großen Studios einreihen.

Streaming-Rechte sind geklärt

Nun steht offenbar auch fest, bei welchem Streamingdienst „Elden Ring“ nach seinem Kinostart zu sehen sein wird: Dem Branchenmagazin Deadline zufolge soll Amazon einen zweistelligen Millionenbetrag auf den Tisch gelegt haben, um sich die sogenannten „Pay-1“-Streaming-Rechte an dem Film zu sichern. Darüber hinaus soll die Vereinbarung auch Aktionen auf Amazons Livestreaming-Plattform Twitch ermöglichen.

Bei „Pay-1“-Rechten handelt es sich um die erste bezahlte Auswertungsstufe nach der Kinoauswertung und der anschließenden Veröffentlichung im Home-Entertainment-Bereich. Ein Film kommt also zunächst auf die große Leinwand, bevor er beispielsweise auf DVD und Blu-ray erscheint oder digital gekauft beziehungsweise ausgeliehen werden kann. Anschließend beginnt das sogenannte Pay-1-Fenster: In dieser Phase darf ein Streamingdienst den Film exklusiv im Rahmen seines Abonnements anbieten, so wie „Elden Ring“ bei Amazon Prime Video. Ein bekanntes Beispiel ist Netflix, das sich im Rahmen eines Pay-1-Vertrags mit Sony Pictures die entsprechenden Streamingrechte an zahlreichen Kinofilmen des Studios gesichert hat.

Starke Vorlage, starker Film?

In den vergangenen Jahren hat sich der Ruf von Videospielverfilmungen deutlich gewandelt. Immer häufiger gelingt es Produktionen, sowohl Fans der jeweiligen Vorlage als auch ein breiteres Kinopublikum zu begeistern. Zuletzt sorgte etwa auch „Resident Evil“ für Begeisterung. „Elden Ring“ könnte diesen positiven Trend fortsetzen und das Potenzial seiner düsteren Fantasy-Welt auch auf der großen Leinwand voll entfalten. Die Reise ins sogenannte Zwischenland bietet schließlich beste Voraussetzungen für ein bildgewaltiges und atmosphärisch dichtes Kinoabenteuer.

Bis es so weit ist, müssen wir uns allerdings noch eine ganze Weile gedulden. Der geplante Kinostart im März 2028 liegt noch in einiger Entfernung. Bis dahin dürfte es jedoch nicht an großer Fantasy-Unterhaltung mangeln. Schon im kommenden Monat erwartet uns auf Amazon Prime Video schließlich ein weiteres Wiedersehen mit Mittelerde: Die dritte Staffel von „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ startet bereits am 11. November. Den Trailer dazu könnt ihr euch nachfolgend anschauen:

Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.
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