"Das wird nicht funktionieren": Patrick Stewart (†86) wollte nie in "Star Trek" mitspielen – und tat es nur, weil ihm ein absoluter Flop versprochen wurde!
von Michael Bendix
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Für keine Rolle ist der unlängst verstorbene Patrick Stewart bekannter als für Captain Picard, den er in zahlreichen Serienstaffeln und Kinofilmen verkörperte. Doch ursprünglich wollte er überhaupt nicht in „Star Trek“ mitspielen...

Universal Pictures / Paramount Pictures

(Nicht nur) unter „Star Trek“-Fans ist die Trauer groß: Vor wenigen Tagen, am 28. Oktober 2026, verstarb Patrick Stewart im Alter von 86 Jahren. Obwohl er viele Jahre später mit Professor Charles Xavier im „X-Men“-Franchise einer weiteren ikonischen Figur sein Gesicht lieh, verbinden den Schauspieler die allermeisten Menschen zuallererst mit Captain Jean-Luc Picard aus der TV-Serie „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“ sowie zahlreichen „Star Trek“-Kinofilmen. Der Sternenflotten-Kommandant machte Stewart in den späten 1980er-Jahren schlagartig weltberühmt und gilt als seine absolute Paraderolle.

Doch Stewart musste zunächst dazu überredet werden, die Rolle anzunehmen, die seine Karriere prägen sollte wie keine andere. Denn zunächst hatte der Schauspieler keinerlei Bezug zu dem 1966 gestarteten Erfolgsfranchise, und sein Fokus lag damals ohnehin mehr auf seinen Theater-Aktivitäten als auf seiner Fernseh- und Kino-Karriere.

Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert
Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert
Starttermin 1987-09-28
Serie: Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert
Mit Brent Spiner, Colm Meaney, LeVar Burton
User-Wertung
4,2
Auf Paramount+ streamen

Im Interview mit dem Mirror hat Stewart erzählt, dass er von „Star Trek“ damals rein gar nichts wusste – außer, dass seine Kinder zu den Fans der Serie gehörten:

„Ich erinnere mich, dass ich nach der Matinee-Vorstellung des Royal Shakespeare Theatre gerade noch rechtzeitig nach Hause kam, um [meinen Kindern] ihr Abendessen zu geben, ihnen etwas vorzulesen und sie ins Bett zu bringen, bevor ich zur Nachmittagsvorstellung zurückkehrte. Und ich stellte fest, dass sie sich diese Sache im Fernsehen ansahen, mit diesen Typen in bunten T-Shirts. Das ist alles, woran ich mich erinnere.“

Patrick Stewarts Agent versicherte ihm, dass die "Star Trek"-Serie ein Misserfolg wird

Als schließlich Angebot für die „Star Trek“-Neuauflage (die bis dahin letzte Serie aus dem Sci-Fi-Kosmos lag mehr als ein Jahrzehnt zurück) auf seinem Schreibtisch landete, war Stewart zwiegespalten – zum einen war es in finanzieller Hinsicht überaus verlockend, zum anderen ging es mit einem Sechsjahresvertrag einher, der dafür gesorgt hätte, dass der Brite kaum noch Zeit auf seiner geliebten Theaterbühne würde verbringen können. Doch sein Agent hasse noch ein Ass im Ärmel, wie Stewart bei einem Auftritt in der James Cordon Show erzählte:

„Mein Agent sagte zu mir: ‚Man kann eine kultige Serie nicht wiederbeleben. Das wird nicht funktionieren. Also kommst du hierher, machst ein Dutzend Folgen, vielleicht sogar weniger, verdienst zum ersten Mal in deinem Leben etwas Geld – und gehst wieder nach Hause.‘ Das war seine Vorhersage: sechs Monate, nicht mehr.“

Damit hätte sein Agent nicht falscher liegen können: Aus dem halben Jahr, mit dem Stewart ursprünglich rechnete, wurden sieben Staffeln, die sich über ebenso viele Jahre erstreckten. Dazu kamen noch vier Spielfilme, und 2020 kehrte der „3 Engel für Charlie“-Star für „Star Trek: Picard“ noch einmal in seine berühmte Rolle zurück.

Wenn ihr übrigens wissen wollt, wann und wo Stewart seine letzte Rolle gespielt hat, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:

"Ich werde immer Schauspieler sein": Vor seinem Tod erklärte Patrick Stewart (†86), warum er nie in den Ruhestand gehen wollte – das ist seine letzte Rolle

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels. Ein ähnlicher Artikel ist zuvor auf unserer spanischen Schwesternseite Sensacine.com erschienen.

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Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.
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