"Da geht jemand, von dem wir nie wieder hören werden": Patrick Stewart war sich nach diesem Sci-Fi-Flop sicher, dass Tom Hardy keine Zukunft in Hollywood hat

Tom Hardy spielte seine erste größere Rolle im zehnten Teil eines legendären Science-Fiction-Franchises. Doch der Film wurde zum Flop – und ein berühmter Co-Star blickt nicht gerade positiv auf die Zusammenarbeit mit Hardy zurück...

Tom Hardy ist nicht nur einer der gefragtesten Schauspieler Hollywoods, sondern auch der Star einiger erfolgreicher Franchises. Als „Venom“ war er in drei Marvel-Blockbustern zu sehen, in „The Dark Knight Rises“ verkörperte er Batmans Gegenspieler Bane, und natürlich hat er auch die Titelrolle im vielleicht besten Actionfilm der letzten zehn Jahre gespielt: „Mad Max: Fury Road“.

In den letzten Jahren tauchte der Name des Briten gerüchteweise auch immer mal wieder im Zusammenhang mit James Bond auf (wenngleich diese Option mittlerweile vom Tisch ist). Doch seine Anfänge waren eher beschwerlich: So hatte Hardy seine zweite Filmrolle zwar direkt in einem großen Science-Fiction-Blockbuster – der aber letztlich dafür verantwortlich war, eine legendäre Saga (vorläufig) zu beenden.....

Star Trek: Nemesis“ war 2002 der zehnte „Star Trek“-Kinofilm (sowie der vierte mit der Crew aus der Fernsehserie „Star Trek: The Next Generation“). Patrick Stewart hatte hier seinen bis dato letzten Kinoauftritt als Captain Jean-Luc Picard – seine Paraderolle, die er dann 2020 in der Serie „Star Trek: Picard“ wieder aufnehmen durfte.

Star Trek 10: Nemesis
Star Trek 10: Nemesis
Starttermin 16. Januar 2003 | 1 Std. 56 Min.
Von Stuart Baird
Mit Patrick Stewart, Jonathan Frakes, Brent Spiner
User-Wertung
3,0
Filmstarts
3,0
Auf Paramount+ streamen

Neben alteingesessenen Enterprise-Stars wie Jonathan Frakes und Brent Spiner gab es in „Star Trek: Nemesis“ auch einige Neuzugänge, darunter einen Newcomer namens Tom Hardy, der bis dahin nur Kleinstrollen in der Spielberg-Serie „Band Of Brothers“ sowie Ridley Scotts Kriegsfilm „Black Hawk Down“ gespielt hatte und in „Nemesis“ als Picard-Klon Shinzon nun den großen Bösewicht verkörperte. Doch der Film erwies sich als Katastrophe: Bei einem Budget von 60 Millionen Dollar konnte „Star Trek: Nemesis“ gerade einmal 67 Millionen am Boxoffice einspielen – der größte Misserfolg der gesamten Saga!

In seinen Memoiren hat sich Patrick Stewart an den unliebsamen Film zurückerinnert, der dafür sorgte, dass das Franchise vorerst eingestampft wurde (bevor J.J. Abrams es in seinem „Star Trek“-Reboot von 2009 mit neuer Crew und frischem Ansatz erfolgreich wiederbelebt hat). Vor allem Tom Hardy kommt dabei nicht allzu gut weg!

Patrick Stewart über Tom Hardy: "Da geht jemand, von dem wir nie wieder hören werden"

Stewart beschreibt seinen Kollegen, der es sich auch mit seiner „Star Trek: Nemesis“-Leinwandpartnerin Charlize Theron verscherzt hat, als „seltsamen, einsamen jungen Mann [...], der mit keinem von uns auf einer sozialen Ebene interagiert hat. Er sagte nie ,Guten Morgen', er sagte nie ,Guten Abend' und er verbrachte die Stunden, in denen er am Set nicht gebraucht wurde, in seinem Wohnwagen mit seiner Freundin. Er war keineswegs feindselig, aber es war schwierig, eine Beziehung zu ihm aufzubauen.“

Nachdem Tom seine letzte Szene gedreht hatte, verließ er laut Stewart „unsanft und ungnädig“ das Studio, indem er ohne Abschiedsworte einfach zur Tür hinausging (via Insider.com). „Als ich die Tür schloss, sagte ich leise zu Brent Spiner und Jonathan Frakes: ,Und da geht jemand, von dem wir wohl nie wieder etwas hören werden.' Ich kann nur froh sein, dass Tom mir das Gegenteil bewiesen hat.“

Übrigens hat Patrick Stewart seine legendärste Rolle ursprünglich nur angenommen, weil ihm versichert wurde, dass „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“ ein Serien-Flop wird. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:

"Das wird nicht funktionieren": Patrick Stewart wurde nur deshalb zur "Star Trek"-Ikone, weil ihm ein absoluter Flop versprochen wurde

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels. Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits bei unserer spanischen Schwesternseite Espinof.com erschienen.

Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.
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