Victor Hugos Roman „Der Glöckner von Notre-Dame“ gilt nicht nur als literarischer Meilenstein, sondern diente im Laufe der Jahrzehnte auch als Vorlage für zahlreiche Verfilmungen. Die wohl bekannteste Adaption stammt aus den frühen 1990er-Jahren und wurde von Disney produziert. Zwar beruht die Geschichte auf keiner tatsächlichen Begebenheit, doch möglicherweise ließ sich Hugo bei der Erschaffung seiner berühmten Figur Quasimodo von einem realen Menschen inspirieren.
Genau diesen möglichen Ursprung rückt der aufwändig produzierte Netflix-Historienfilm „Quasimodo, die Seele von Paris“ nun in den Mittelpunkt. In der Hauptrolle wird Vincent Cassel („Der Pakt der Wölfe“) zu sehen sein, während „Mutiny“-Regisseur Jean-François Richet die Inszenierung übernimmt. Bis der Film beim Streamingdienst mit dem großen roten N im Logo erscheint, müsst ihr euch nicht mehr allzu lange gedulden: Am 23. November 2026 ist es so weit! Nun gibt es auch endlich den ersten Trailer.
Darum geht's in "Quasimodo, die Seele von Paris":
Im Mittelpunkt des Films steht ein geheimnisvoller Mann mit Buckel, der aufgrund medizinischer Experimente verfolgt wird. Die Handlung spielt im Paris am Vorabend der Julirevolution. Während politische Unruhen die französische Hauptstadt erschüttern und die Gewalt auf den Straßen zunehmend eskaliert, wird die Stadt zusätzlich von einer Cholera-Epidemie heimgesucht.
Die Vermutung, dass Quasimodo auf einer realen Person basieren könnte, kam erst im 20. Jahrhundert auf, als das Tagebuch eines mutmaßlichen Mitarbeiters aus dem Steinmetzhandwerk entdeckt wurde. Darin schildert der Verfasser einen schweigsamen und zurückgezogen lebenden Mann mit Buckel, der an den Restaurierungsarbeiten der Kathedrale Notre-Dame beteiligt gewesen sein soll.
Da Victor Hugo zu jener Zeit Zugang zu den Werkstätten der Kathedrale hatte, ist es durchaus denkbar, dass er diesem Handwerker persönlich begegnet sein könnte. Obwohl der Mann im Tagebuch namenlos bleibt, weisen die Beschreibungen auffällige Parallelen zu Hugos berühmtem Romanprotagonisten auf.
Ob der geheimnisvolle Handwerker tatsächlich als Vorlage für Quasimodo diente, lässt sich bis heute nicht zweifelsfrei belegen. Dennoch eröffnet diese Geschichte einen faszinierenden Einblick in die mögliche Entstehung einer der bekanntesten Figuren der französischen Literatur.
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