Wer Fantasy liebt, MUSS dieses Meisterwerk sehen: Episches Meisterwerk demnächst im Heimkino – und JETZT im Kino!
von Sidney Schering
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Atemberaubend, ambitioniert und einzigartig: „Wildwood“ ist ein Fantasy-Epos, das zweifelsohne noch Generationen in seinen Bann ziehen wird. Das Animationsfilm-Meisterwerk ist auf der großen Leinwand zu sehen und für‘s Heimkino vorbestellbar.

Der Film beginnt mit einem Jungen, der in einer finsteren Nacht schwarze Tränen vergießt, bevor er sich desillusioniert vom Balkon stürzt, und findet seinen Höhepunkt in einer gewaltige Schlacht zwischen Kojoten, Vögeln, Bauernvolk sowie Raubeinen: „Wildwood“ ist kein alltäglicher Animationsfilm, sondern ein finster-magisches, in seiner Art einzigartiges Fantasy-Epos, das im Zuge von rund 1.150 Drehtagen (!) in liebevoller Kleinarbeit durch filigrane Stop-Motion-Tricks und nahtlos integrierte Digitaleffekte verwirklicht wurde.

Wer das Animationsmedium und/oder Fantasy liebt, muss sich daher aktuell den Gefallen tun und dieses 132-minütige, hochambitionierte Ausnahmewerk im Kino anschauen. Erstens, um die atemberaubenden Bilder, den wuchtigen Sound und die ergreifende Geschichte unter idealen, überwältigenden Bedingungen zu erleben. Zweitens, um ein klares Signal zu senden, dass es mehr Produktionen von diesem Schlag geben sollte.

Für die Zeit nach dem Kinofenster ist allerdings auch vorgesorgt. Denn „Wildwood“ erscheint am 18. Februar 2027 im Heimkino – unter anderem als limitiertes 4K-Mediabook.

Die Edition enthält zusätzlich zur 4K-Scheibe ein 48-seitiges Booklet und eine Blu-ray-Kopie des Films. Als Extras sind Featurettes und Blicke hinter die Kulissen dieses neuen Films der „Coraline“-Schmiede Laika angekündigt. Parallel dazu erscheint der Film auf Blu-ray* und DVD.

Letztere ist derzeit nicht bei Amazon gelistet, aber via JPC* vorbestellbar. Gut zu wissen: Das für die Veröffentlichung zuständige Label Capelight Pictures hat einen eigenen Shop, wo ihr das 4K-Mediabook* und die Blu-ray* ordern könnt.

Darum geht es in "Wildwood"

Portland, Oregon: Prue (Stimme im Original: Peyton Elizabeth Lee) hat liebevolle Eltern (Maya Erskine & Jake Johnson), die es in den Augen der 13-Jährigen mitunter mit ihrer naturverbundenen, alternativen Art übertreiben. Und dass Prue einerseits ständig ermahnt wird, sich mehr um ihre Zimmerpflanze zu kümmern, andererseits ihr kleiner Bruder Mac niemals das Haus verlassen darf, kann die Jugendliche partout nicht begreifen.

Eines Tages hat Prue die Faxen dicke und nimmt das Baby mit nach draußen, was prompt in eine Katastrophe mündet: Ein gewaltiger Krähenschwarm schnappt sich Mac und verschleppt ihn in ein nahe gelegenes, dichtes Waldgebiet. Prue und ihr verschüchterter Klassenkamerad, der Rollenspielliebhaber Curtis (Jacob Tremblay), eilen hinterher – und landen in einer magischen Welt, bevölkert von Menschen und Tierwesen, in der seit einem tragischen Ereignis verschiedenste Fraktionen verfeindet sind. Wie zum Henker sollen Prue und Curtis dort Mac wiederfinden?!

Staunen, wundern, mitfiebern

Selbst auf seine oberflächlichen Reize reduziert, ist „Wildwood“ wahrlich herausragend: Schon das heimelig-überspitzte Portland und der angrenzende, dichte Wald sind voller Details und lebhaft bevölkert. Im magischen Reich rund um Gouverneurswitwe Alexandra (Carey Mulligan) angelangt, regen die gigantischen Sets, die Vielzahl an markanten, voller Aufwand zum Leben erweckten Figuren und die mit Leichtigkeit zwischen Fantasy-Epik und Folklore-Melancholie tänzelnde Musik von „Abbitte“-Komponist Dario Marianelli unentwegt zum Staunen an.

Kratzt man an dieser Oberfläche, zu der amüsante Nebenfiguren wie eine vorlaut-gutherzige Rattendame, ein sich leicht ablenken lassender, bulliger Hundepolizist sowie ein Kojote mit Hang zur Theatralik gehören, offenbaren sich jedoch viele weitere Stärken an „Wildwood“. Denn diese mitreißend erzählte, intime Märchenmomente, gut dosierte Komik und berauschende, erstaunlich harsche Kampfsequenzen vereinende Geschichte geht über ihren stattlichen Unterhaltungsfaktor hinaus:

Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Colin Meloy und Carson Ellis* spinnen Regisseur Travis Knight und Drehbuchautor Chris Butler (die bereits den starken „Kubo - Der tapfere Samurai“ verantworteten) dieses bildschöne, zwischendurch schaurige Fantasy-Epos zu einer Geschichte über die bittere Tatsache, dass es äußerst schwer ist, das richtige Maß zwischen dem Abhaken von Schicksalsschlägen und unerbittlicher Willensstärke zu finden.

Ausdifferenziert – aber bleibt es auserzählt?

Denn allzu leicht manövriert man sich und sein Umfeld in immer neue Tragödien, wenn man einfach nicht klein beigeben will, doch auf der anderen Seite droht man, schlimme Ereignisse zuzulassen, wenn man vorschnell aufgibt. „Wildwood“ erörtert diesen Drahtseilakt ebenso konsequent, wie er ausdifferenziert vom Übergang von Kindheit zu Jugend erzählt:

Erwachsensein bedeutet eben nicht, stets alle Antworten zu kennen und keinerlei Wunder und Ratlosigkeit zuzulassen – aber genauso wenig darf man sich an der Einfachheit und Naivität der Kindheit festklammern. Und so ganz nebenbei wird „Wildwood“ dafür sorgen, dass ihr Efeu nie wieder mit denselben Augen betrachtet wie zuvor.

Unklar bleibt vorerst indes, ob dieses eindrucksvolle, imposante Meisterwerk über Kummer, Zusammenhalt und Verantwortung für immer für sich stehen wird oder die Fortsetzungen des ersten „Wildwood“-Buches noch verfilmt werden. Während wir auf weitere Informationen diesbezüglich warten, könnt ihr euch ja folgendes 4-Stunden-Epos in 4K-Qualität nach Hause holen:

Ein 4-Stunden-Epos für die Ewigkeit: Der wohl größte Blockbuster der Kinogeschichte erscheint zum ersten Mal in 4K – endlich!

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Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Er findet Streaming zwar praktisch, eine echte Sammlung kann es für ihn aber nicht ersetzen: Was im eigenen Regal steht, ist sicher vor Internet-Blackouts, auslaufenden Lizenzverträgen und nachträglichen Schnitten.
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