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    Schocker-Auftakt zur 4. Staffel: "Sherlock"-Macher und -Darsteller äußern sich zum Ende der neuen Folge

    Drei Jahre nach der dritten „Sherlock“-Staffel ist am 1. Januar 2017 nun endlich die vierte Staffel der britischen Hit-Serie gestartet. Dabei wartete der Auftakt direkt mit einem besonders dramatischen Ende auf, zu dem sich nun die Macher äußerten.

    BBC

    Achtung! Es folgen massive SPOILER zur ersten Folge der vierten „Sherlock“-Staffel !

    Mit „The Six Thatchers“ wurde am 1. Januar 2017 nach langer Wartezeit die vierte Staffel von „Sherlock“ eingeläutet. Dabei entließ gleich die erste neue Folge der modernen TV-Adaption von Sir Arthur Conan Doyles berühmten Detektiv-Geschichten die Zuschauer mit einem schockierenden Ende, fand Watsons Ehefrau Mary (Amanda Abbington) doch nur kurz nach der Geburt ihres gemeinsamen Kindes den Tod.

    Für Fans von Doyles Vorlagen dürfte der tragische Vorfall an sich wenig überraschend kommen, hat Mary doch auch in diesen später (wahrscheinlich) das Zeitliche gesegnet, obgleich dies dort lediglich angedeutet wurde. Doch dass es nun direkt zu Beginn der neuen Staffel der Serien-Adaption dazu kommt, dürfte für viele durchaus unerwartet gewesen sein. Wie die „Sherlock“-Schöpfer Steven Moffat und Mark Gatiss verrieten (via Deadline), wurde dieser frühe Zeitpunkt von ihnen sehr bewusst gewählt, um die Zuschauer zumindest noch ein wenig zu überraschen, den Moment so „herzzerreißend wie im echten Leben“ zu gestalten und zudem die Auswirkungen des Ganzen noch in den weiteren Folgen der Staffel thematisieren zu können.

    Im Mittelpunkt von „The Six Thatchers“ stand einmal mehr das geheime frühere Leben Marys, die einst in einer Elite-Söldnertruppe zahlreiche gefährliche Einsätze absolvierte, bis eine Mission gehörig schiefging. Grund dafür war eine Verräterin in den Reihen der britischen Regierung, die dank Sherlocks Hilfe erst Jahre später als unscheinbare ältere Sekretärin identifiziert wird. Als Sherlock (Benedict Cumberbatch) und Mary diese schließlich in einem Aquarium konfrontieren, schießt die Entlarvte auf den Meisterdetektiv, woraufhin sich Mary schützend vor ihn wirft und schließlich noch an Ort und Stelle in den Armen ihres hinzugekommenen Mannes (Martin Freeman) stirbt.

    Im Interview mit Entertainment Weekly erklärte Moffat, dass es von Anfang an der Plan gewesen sei, Mary eines Tages sterben zu lassen, um sich wieder auf den Kern der Geschichten zu konzentrieren. So gehe es in „Sherlock Holmes“ laut Moffat nun einmal primär um Sherlock und Dr. Watson: „Sie hatten Spaß als Trio, doch funktioniert das auf lange Sicht nicht. […] Wir führen das Ganze zur traditionellsten und berühmtesten Version des Formats zurück.“

    Für die Schauspieler selbst war Marys Todesszene ein sehr besonderer und emotionaler Moment. Mary-Darstellerin Amanda Abbington sah darin vor allem eine Möglichkeit, nochmal alle Schauspiel-Register zu ziehen: „Es ist immer nett, wenn man so etwas im Skript bekommt und man all diese letzte Dinge sagen muss. Es ist ein Traum für einen Schauspieler, da man völlig zügellos sein und sich richtig ins Zeug legen kann.“ Ähnlich äußerte sich auch ihr Co-Star Martin Freeman, mit dem sie auch im echten Leben lange Zeit zusammen war, bevor sie erst kürzlich ihre Trennung bekanntgaben. Freeman gibt allerdings zu bedenken, dass man in solchen Momenten auch schnell Gefahr läuft zu übertreiben und es besonders schwierig gewesen sei zu spielen, dass die Mutter seiner zwei Kinder gerade erschossen wurde.

    Auch für Benedict „Sherlock“ Cumberbatch war die Szene ergreifend: „Wenn wir es das erste Mal lesen, trifft es uns so, wie es die Zuschauer hoffentlich trifft. […] Aus Zwei wurden Drei und dann ist dieser unglaublich wichtige Teil von Sherlock plötzlich nicht mehr... Es ist so, als würde man jemanden eine Klippe hinunterstoßen, wenn man ihn am meisten braucht.“

    Wie bereits in den letzten Minuten von „The Six Thatchers“ deutlich wurde, ist durch den Verlust Marys und die Art ihres Todes nun eine große Kluft zwischen Sherlock und Watson entstanden, die in den beiden verbleibenden Folgen der Staffel eine große Rolle spielen wird. Dabei gab Moffat gegenüber EW zu verstehen, dass es keine plötzliche und einfache Lösung geben wird. Stattdessen wolle man glaubwürdig die Trauer und die Konsequenzen der jüngsten Geschehnisse vermitteln, die die Freundschaft der zwei Männer nachhaltig belasten wird.

    Wie dies genau aussieht und ob es zwischen den beiden je wieder so wird wie früher, werden die Folgen „The Lying Detective“ und „The Final Problem“ zeigen, die am 8. und am 15. Januar 2017 im britischen Fernsehen laufen und wie bereits der Auftakt parallel dazu auch schon hierzulande über VoD-Dienste wie Amazon in der Originalfassung erworben werden können. Die deutsche TV-Ausstrahlung ist dann für das Frühjahr 2017 geplant. Einen genauen Termin gibt es noch nicht.

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