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    Grimme-Preis 2017: Jan Böhmermann gewinnt zum zweiten Mal in Folge und es gibt einen Rekord
    Von Manuel Berger — 08.03.2017 um 17:15

    Die Grimme-Jury würdigte 2017 unter anderem den ARD-Dreiteiler „NSU-Komplex - Mitten in Deutschland“ und das „Neo Magazin Royale“ mit einem Spezialpreis. Zudem wurde der jüngste Preisträger in der bisherigen Award-Historie gekürt

    ZDF / Ben Knaabe
    Nicht seine poetischen Verse über türkische Politiker überzeugten die Grimme-Preis-Jury, Jan Böhmermann für seinen Verdienst im Fernsehjahr 2016 auszuzeichnen, sondern eine Fake-Kandidatur bei RTLs „Schwiegertochter gesucht“ und der Beitrag „Einspielerschleife“. Für die „engagierte Beobachtung und kluge Reflexion des laufenden Fernsehprogramms“ erhielt das von Böhmermann moderierte Format beim Grimme-Preis 2017 einen Spezialpreis für Innovation in der Kategorie Unterhaltung. Denselben Preis vergab die Jury in der vorangegangen Saison für Böhmermanns Varoufakis-Finger, 2014 erfolgte eine „normale“ Ehrung.

    Insgesamt lobte Grimme-Direktorin Dr. Frauke Gerlach anlässlich der 53. Verleihung des Fernsehpreises, „in welcher Bandbreite es dem Medium Fernsehen gelingen kann, komplexe Sachverhalte, politische Verstrickungen, die Logik von Krieg und Terror oder auch die Manipulationen in gesellschaftlichen oder privaten Zusammenhängen auf ganz unterschiedliche Art und Weise in bewegte Bilder, packende Dramaturgien und anrührende Geschichten zu übersetzen.“ (via Meedia)

    In der Kategorie Kinder & Jugend stellte Vincent Hagn dieses Jahr einen Rekord auf: Mit acht Jahren ist er laut Meedia der jüngste Preisträger in der bisherigen Award-Historie. Er spielt die Hauptrolle in der ZDF-Produktion „Der Mond und ich“. Die in Co-Produktion mehrerer ARD-Sendeanstalten realisierte Trilogie „NSU-Komplex: Mitten in Deutschland“ stand gleich zweimal auf der Gewinnerliste: Zum einen wurde der erste Teil „Die Täter - Heute ist nicht alle Tage“ ausgezeichnet, zum anderen die Dramaturgin und Produzentin Gabriela Sperl für das Gesamtkonzept. Hier sind die übrigen Gewinner im Überblick:

    Kategorie: Unterhaltung
    „Applaus und Raus!“ (ProSieben)
    „Neo Magazin Royale“ (ZDF Neo) – Spezialpreis Innovation

    Kategorie: Kinder & Jugend
    „Wishlist“ (RB/MDR/funk)
    „Nordstadtkinder - Lutwi“ (WDR)
    „Der Mond und ich“ (ZDF)

    Kategorie: Fiktion
    „Das weiße Kaninchen“ (SWR)
    „Dead Man Working“ (HR/ARD Degeto)
    „Ein Teil von uns“ (BR)
    „Die Täter - Heute ist nicht alle Tage“ (SWR, ARD Degeto, MDR)
    „NSU-Komplex - Mitten in Deutschland“ (SWR/WDR/BR/ARD Degeto/MDR) – Spezialpreis Gesamtkonzept an Gabriela Sperl für das Gesamtkonzept

    Kategorie: Information & Kultur
    „Ebola - Das Virus überleben“ (SWR/ARTE)
    „Schatten des Krieges“ (RBB/NDR)
    „45 Minuten: Protokoll einer Abschiebung“ (NDR)
    „Hundesoldaten“ (SWR)

    Des Weiteren erhielt Ashwin Raman einen Preis für „besondere journalistische Leistung“, die er mittels seiner Reportagen „Im Nebel des Krieges - An den Frontlinien zum ‚Islamischen Staat‘“ und „An vorderster Front“ unter Beweis stellte.

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