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    Boykott-Check: Bei welchen Filmen war der Protest angebracht, bei welchen völliger Unsinn
    Von Martha Kausmann, Christoph Petersen, Christian Fußy — 02.11.2017 um 12:30

    Anlässlich der Kontroverse um „Peter Hase“ machen wir den Boykott-Check: Bei welchen dieser Filme, zu deren Boykott aufgerufen wurde, können wir den Protest nachvollziehen und bei welchen waren die Gründe einfach nur völliger Schwachsinn!

    Sony Pictures Releasing GmbH
    „Peter Hase“

    (Will Gluck, Großbritannien / USA / Australien 2018)

    Wer hat sich überhaupt aufgeregt?

    Die Organisation Kids With Food Allergies reagierte höchst allergisch auf eine Szene, in der Peter Hase den mit einer Fruchtunverträglichkeit geplagten Domhnall Gleeson mit Brombeeren bombardiert und so einen Schock bei diesem auslöst. Der gemeinnützige Verband sieht die komödiantische Darstellung der Lebensmittelallergie in dem Kinderfilm als Mobbing an und rief deshalb zum Boykott auf.

    Was passierte dann?

    Das für die „Peter Hase“-Adaption verantwortliche Studio Sony entschuldigte sich in aller Form bei den Allergikern. Im Statement heißt es unter anderem, man hätte das Leiden der Gleeson-Figur Mr. McGregor „nicht auf die leichte Schulter nehmen sollen“.

    Wer tickt hier eigentlich noch ganz richtig?

    Was für ein Hasenfurz! Furchtbares Elend und Comedy gehen seit jeher Hand in Hand – vor allem in Kinderfilmen. Dass sich die Organisation kritisch mit der Darstellung von Lebensmittelhypersensibilität in „Peter Hase“ auseinandersetzt und auf etwaige beleidigende Inhalte aufmerksam macht, ist absolut vertretbar. Den Filmemachern deswegen schaden zu wollen, eine Entschuldigung einzufordern und zum Boykott aufzurufen auf der anderen Seite vollkommen überzogen. Hier scheint jemand vor allem gegen Humor allergisch zu sein.

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