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    Aus und vorbei: Es gibt keine "Star Wars"-Filme mehr auf Netflix

    Vor der „Star Wars 8“-Blu-ray oder dem Start von „Solo: A Star Wars Story“ noch mal schön die anderen Filme auf Netflix schauen? Damit ist es nun vorbei, denn keiner der Filme ist mehr im Katalog. Ein Vorbote von Disneys eigenem Streamingdienst?

    Walt Disney

    Im Oktober 2017 konnten sich die Sternenkriegs-Fans unter den Netflix-Kunden freuen: Weil die Mehrzahl der „Star Wars“-Filme auf dem beliebten Streamingdienst veröffentlicht wurde, war das Gucken so einfach wie nie – nicht mal mehr der Gang zum eigenen DVD-Regal war nötig, um „Star Wars“ zu schauen. Im Laufe des Oktobers wurden in den Katalog aufgenommen: „Episode 1 - Die dunkle Bedrohung“, „Episode 2 - Angriff der Klonkrieger“, „Episode 3 - Die Rache der Sith“, „Episode 5 - Das Imperium schlägt zurück“, „Episode 6 - Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ und „Episode 7 - Das Erwachen der Macht“ („Rogue One“ war zu dieser Zeit noch zu frisch fürs Heimkino draußen und die Rechte für „Episode 4 - Eine neue Hoffnung“ liegen bei Fox). Nun aber wurden sämtliche „Star Wars“-Filme aus dem Netflix-Katalog entfernt. Nur die Animationsserie „The Clone Wars“, in der die Klonkriege zwischen „Episode II“ und „Episode III“ erzählt werden, ist noch im Programm.

    Disney baut eigenes Netflix

    Wir haben bei Netflix angefragt, warum „Star Wars“ nicht mehr im Programm ist und werden den Artikel ergänzen, sobald wir die Antwort haben. Fest steht aber, dass Disney mit einem eigenen Streamingdienst auf dem wachsenden weltweiten Markt mitmischen will: Im Herbst 2019 will der Mäusekonzern diesen noch unbetitelten Service in den USA starten, günstiger anbieten als Netflix und es ist davon auszugehen, dass auch Deutschland bedient werden soll. Disney möchte den Service mit einer möglichst großen Bibliothek exklusiver Filme und Serien starten, zu denen neue Produktionen wie Jon Favreaus „Star Wars“-Realserie sicher genauso gehören wie ältere Produktionen aus eigenem Hause. Schon länger ist bekannt, dass Disney die – von Land zu Land unterschiedlichen – Verträge mit Netflix auslaufen lassen will. Deswegen werden auch etwa die MCU-Filme wie „The Avengers“ oder „Guardians Of The Galaxy“ von Netflix verschwinden.

    Die wahrscheinlichste Grund für das Verschwinden der Filme ist daher, dass nun für Deutschland der Vertrag zwischen Disney und Netflix hinsichtlich der „Star Wars“-Filme ausgelaufen ist.

    "Star Wars 8" auf Blu-ray und DVD

    Bis zum Start des Disney-Streamingdienstes ist es noch hin, aber natürlich wird „Star Wars“ auch in der Zwischenzeit fürs Heimkino verfügbar sein. Zum einen können die Filme per Einzelabruf digital geliehen werden (der deutsche VoD-Dienst Pantaflix kündigte etwa an, „Star Wars“ ins Programm zu nehmen). Zum anderen gibt’s ja noch die gute alte Möglichkeit, kurz aus dem Sessel aufzustehen und eine Scheibe in den Player zu schieben: Am 26. April 2018 erscheint „Star Wars 8: Die letzten Jedi“ auf Blu-ray* (auch in scharfer 4K-Auflösung) und DVD – mit Bonusmaterial, das es bei Netflix nie gegeben hätte. Der Autor dieser Zeilen schaute bereits in das Rezensionsexemplar rein, das ihm geschickt wurde…

    Walt Disney Studios Home Entertainment

    Eine Übersicht der gesamten Bonusinhalte findet ihr hier. Ich habe mir bereits die auf den ersten Blick spannendsten davon angesehen: Die Szenen, die es nicht in den Film geschafft haben – und die 90-Minuten Doku „The Director And The Jedi“. Was die Deleted Scenes angeht, sind die meisten davon meiner Meinung nach tatsächlich überflüssig und damit zu Recht nicht im Film, abgesehen von „Luke has a moment“ (wo Luke in seiner Hütte einen kurzen, stillen Moment der Trauer um Han Solo hat, der dem Film fehlt) und „Weird that you recorded that“ (wo der niedergeschlagene Finn von BB-8 eine Hologramm-Aufzeichnung vorgespielt bekommt, in der zu sehen ist, wie sich Rey in „Star Wars 7“ von ihm verabschiedet). „The Director And The Jedi“ ist sehenswert, weil darin zwei Dinge deutlich werden: Erstens ist so eine riesige „Star Wars“-Produktion mit ihren vielen Sets, Spezialeffekten und den engen Zeitplänen ein ziemlich irres Unternehmen, das verdammt müde macht (wir sehen Rian Johnson, Produzent Ram Bergman und Daisy Ridley am Set schlafen). Und zweitens müssen kreative Differenzen nichts Schlechtes sein – Mark Hamill hält auch in der Doku nicht damit hinterm Berg, dass der mürrische, demoralisierte Luke in „Star Wars 8“ für ihn überhaupt nicht passt, und gibt am Set trotzdem alles.

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