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    Nach "Solo: A Star Wars Story": So könnte es in einem Sequel weitergehen
    Von Julius Vietzen — 26.05.2018 um 15:00

    Kommt eine Fortsetzung zu „Solo: A Star Wars Story“? Das hängt vom Erfolg des ersten Teils ab. Im Film gibt es jedenfalls genug offene Enden für „Solo 2“ und „Solo 3“. Wir spekulieren über die Möglichkeiten, wobei sich SPOILER nicht vermeiden lassen.

    2017 Lucasfilm Ltd. & ™, All Rights Reserved. / Jonathan Olley

    Achtung, der folgende Text enthält Spoiler zum Han-Solo-Film!

    Solo: A Star Wars Story“ ist das zweite Sternenkriegs-Spin-off neben „Rogue One“ und spielt auch noch in derselben Zeitspanne – nämlich zwischen „Die Rache der Sith“ und „Eine neue Hoffnung“. Doch wer deswegen dachte, dass „Solo“ genauso in sich abgeschlossen ist wie der andere Ablegerfilm, der wird beim Kinobesuch eines besseren belehrt: Während „Rogue One“ direkt in den Anfang von „Episode IV“ überleitet, endet „Solo“ etwa zehn Jahre vorher und lässt auch noch genug inhaltlichen Spielraum für mögliche Fortsetzungen.

    Dass die Darsteller bei einem Film dieser Größenordnung für mehrere Filme unterschreiben, ist zwar mittlerweile gang und gäbe (und war etwa auch bei „Rogue One“ so), doch bei „Solo“ ergibt es daher deutlich mehr Sinn: Han (Alden Ehrenreich), Qi’ra (Emilia Clarke) und Lando (Donald Clover) müssen eigentlich noch mindestens ein weiteres Mal zurückkehren – nicht nur, um die Lücke zwischen „Solo“ und „Star Wars 4“ zu schließen, sondern um die in „Solo“ begonnen Handlungsstränge abzuschließen.

    Ein Job auf Tatooine

    Einer dieser Handlungsstränge dürfte uns nach Tatooine führen. Tobias Beckett (Woody Harrelson) hat von einem Job auf dem Wüstenplaneten gehört und wir gehen davon aus, dass er in dieser Hinsicht nicht gelogen hat: Am Ende von „Solo“ brechen Han und Chewie (Joonas Suotamo) im neu gewonnenen Millennium Falken in diese Richtung auf. Was genau das für ein Job ist, können wir natürlich nur raten, aber eines dürfte wohl feststehen: Sollte „Solo 2“ tatsächlich kommen, dürfte Han darin erstmals auf Jabba den Hutten höchstpersönlich treffen – schließlich ist Jabba der größte Gangster auf Tatooine und so könnte die in „Eine neue Hoffnung“ angedeutete gemeinsame (Vor-)Geschichte von Han und Jabba gezeigt werden: Han schuldet dem fetten Wurm dort nämlich ordentlich Kohle. 

    Dabei dürfte es aber vor allem erst mal darum gehen, dass sich Han seinen Status als bester Schmuggler in Jabbas Diensten verdient. Dass wir hingegen den schiefgelaufenen Schmuggelversuch sehen, der Han in der ursprünglichen Trilogie in Schwierigkeiten bringen wird, ist eher unwahrscheinlich: Zwischen „Solo“ und „Episode IV“ liegen schließlich noch etwa zehn Jahre und „Solo 2“ dürfte direkt nach dem ersten Film spielen.

    Qi’ra und Darth Maul

    Darth Maul (Ray Park) kehrt in „Solo” zurück – zur großen Überraschung aller, die nur die Kinofilme gesehen, die „Star Wars“-Animationsserien „The Clone Wars“ und „Rebels“ jedoch ausgelassen haben. Ganz offenbar war Dryden Vos (Paul Bettany) als sichtbarer Anführer von Crimson Dawn nicht ganz oben in der Kette – sein Verbrecherkartell untersteht Maul und ist für den offenbar nur ein weiteres Werkzeug, sich zu rächen.

    Nachdem Qi’ra Vos getötet hat, wird sie von Maul zu ihm beordert und befolgt diese Anweisung auch prompt. Wir dürfen gespannt sein, ob sie dabei ihre eigenen Pläne verfolgt oder dem ehemaligen Sith-Lord tatsächlich treu ergeben ist. Da sie sich jedoch bereits eines Meisters entledigt hat, gehen wir davon aus, dass sie wohl nur auf den richtigen Moment wartet, um als Anführerin von Crimson Dawn niemandem mehr Rechenschaft schuldig zu sein.

    Ein mögliches Darth-Maul-Spin-off halten wir übrigens für unwahrscheinlich, denn Mauls Geschichte wird in den Serien „The Clone Wars“ und „Rebels“ bereits erschöpfend behandelt. SPOILER zu „Rebels“: Maul jagt hier weiter hinter Obi-Wan her, findet ihn schließlich in dessen Exil auf Tatooine und stirbt in einem letzten Duell (diesmal wohl wirklich).

    Lando

    Für Lando vergeht nach dem Han-Solo-Film noch einige Zeit, bis wir ihn in „Das Imperium schlägt zurück“ als Herrscher der Wolkenstadt auf Bespin wiedertreffen. In „Solo“ wird angedeutet, dass er seine Minenkolonie bereits gewonnen haben könnte, doch wir glauben nicht, dass er die nächsten Jahre dort verbringt und Däumchen dreht: Donald Glover ist als Lando eines der Highlights von „Solo“ und auch darum sind wir uns sicher, dass sich die Pfade von Han und Lando in einer möglichen Fortsetzung noch das eine oder andere Mal kreuzen werden. Donald Glover hat jedenfalls schon für weitere Filme unterschrieben, da sind wir uns nach unserem Interview mit ihm sicher.

    Beginnende Rebellion

    Am Ende von „Solo“ stellt sich heraus, dass Enfys Nest (Erin Kellyman) nicht einfach nur der gesichtslose Bösewicht ist, als der er eingeführt wird, und tatsächlich nicht mal ein „er“ ist, sondern eine „sie“: Enfys stellt sich als junge Frau heraus, die nicht einfach Raubzüge begeht, um reich zu werden, sondern sich im Kampf gegen das Imperium engagiert – sie führt eine der vielen Rebellen-Splittergruppen an, aus denen im Verlauf von „Rebels“ die Rebellenallianz geschmiedet wird.

    Nach dieser Enthüllung könnten wir uns durchaus vorstellen, dass Enfys und ihre schlagkräftige Truppe auch in „Solo 2“ oder „Solo 3“ noch eine Rolle spielen werden und der Zuschauer weitere Schritte auf dem Weg zur Formung der Allianz beobachten können wird.

    Natürlich hängt es aber hauptsächlich vom Erfolg des ersten Teils ab, ob wir jemals eine oder mehrere Fortsetzung zu „Solo: A Star Wars Story“ sehen werden. Und falls im Kino Schluss ist, besteht schließlich immer noch die Möglichkeit weiterführender Comics und/oder Romane. Übrigens hat sich auch unsere Videoabteilung ein paar Gedanken über das Ende und mögliche Fortsetzungen gemacht:

     

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