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    "Game Of Thrones": Warum ist die 8. Staffel so verdammt dunkel?
    Von Annemarie Havran — 30.04.2019 um 13:14

    Hattet ihr bei der dritten Folge der achten „Game Of Thrones“-Staffel auch das Gefühl, man sieht nichts? Sogar schon in den Episoden davor? Mit diesem Gefühl seid ihr nicht allein – allerdings gibt es auch einen guten Grund für die dunklen Bilder.

    HBO

    Achtung, es folgen Spoiler zu „Game Of Thrones“.

    In der dritten Folge der achten „Game Of Thrones“-Staffel fand die große Schlacht um Winterfell statt – bei Nacht. Zwar wurde hier und da mal ein Moment erhellt, zunächst durch die brennenden Schwerter der Dothraki, später durch die feuerspeienden Drachen und auch die brennenden Gräben. Zunichte gemacht wurden die wenigen Momente der Helligkeit aber gleich wieder nicht nur von der Dunkelheit der Nacht, sondern auch durch den Nebel- und Schneesturm, den der Nachtkönig entfesselt hat. Ein Großteil der Drachen-Action fand inmitten der Wolkenberge statt. Da kam es einer Erlösung gleich, als die Drachen mal für einen kurzen Moment die Wolkendecke durchbrachen und unter klarem Sternenhimmel kämpften.

    Es ist nicht erst diese Folge der achten „Game Of Thrones“-Staffel, die sehr dunkel ist. Schon am Ende der ersten Episode, als sich Tormund (Kristofer Hivju), Beric (Richard Dormer) und Edd (Ben Crompton) in Last Hearth traffen, war in den düsteren Gängen der Burg kaum etwas zu erkennen. In der zweiten Episode, die sich in Winterfell abspielte und die Stunden vor der großen Schlacht zeigte, wurde es dann noch dunkler. Warum zeigt uns eine so hochwertig gemachte Serie Bilder, auf denen kaum etwas zu erkennen ist? Es wird wohl kaum daran liegen, dass sich die „GoT“-Macher keinen ordentlichen Beleuchter leisten können.

    Die Nacht ist eben dunkel und voller Schrecken

    Der einzige Grund kann eigentlich sein, dass es Absicht ist – und so ist es auch. Wir Zuschauer bilden es uns nicht etwa nur ein, die Bilder der Serie sind tatsächlich dunkler geworden als sie es in früheren Staffeln waren. Schon 2017 bestätigte Kameramann Robert McLachlan, der zwischen 2013 und 2017 acht Episoden als Chef-Kameramann betreute, gegenüber Insider, dass die Serie tatsächlich immer dunkler werde. Dies sei Absicht, um den Übergang vom Langen Sommer zum Langen Winter zu verdeutlichen.

    „Ich denke, die Kameramänner, die an der Serie arbeiten, sind sich einig, dass wir versuchen, so naturalistisch wie möglich zu sein“, so McLachlan, der erklärt, dass man während der freundlicheren Jahreszeiten in Westeros zusätzliche Beleuchtung am Set genutzt habe, diese aber nach und nach wegfiel.

    „Wenn man sich Staffel eins noch einmal anschaut, bemerkt man viel unmotivierte Hintergrundbeleuchtung. Sogar bei Außenaufnahmen am Tag erkennt man, dass sie ausgeleuchtet sind.“ Das Ziel war es immer, die Szenen so wirken zu lassen, als seien sie nicht von der Crew beleuchtet, sondern nur von Mutter Natur oder ein paar Kerzen. „Es sollte sich natürlich anfühlen, auch wenn wir manchmal nachhelfen mussten.“

    Im Winter macht man die Fenster zu

    In Staffel sieben allerdings, auf die sich McLachlan im Interview bezieht, sei der Winter im Anmarsch. Während man zuvor bei Tagesaufnahmen in Winterfell, Castle Black und Eastwatch noch die Fensterläden der Burg offengelassen hatte, um zumindest etwas Tageslicht hereinzulassen, wurden diese geschlossen, als der Winter hereinbrach. Wer würde schon bei dieser Eiseskälte die Fenster auflassen? Und da Kerzen Luxusware in Westeros seien, wurde mit diesen im Inneren vor allem tagsüber ebenfalls sparsam umgegangen. Dieses Gefühl, diese tatsächliche Dunkelheit, habe man für die Zuschauer einfangen wollen.

    Und inzwischen ist nicht nur der Winter da, sondern auch der Nachtkönig – Schnee, Eis, Kälte und Düsternis haben sich bis nach Winterfell ausgebreitet, die Dunkelheit beherrscht nun auch das Freie. Kein Wunder also, dass man in den ersten drei Episoden der achten „Game Of Thrones“-Staffel kaum etwas sieht, es ist dem höchstmöglichen Realismus geschuldet.

    Empörung im Internet

    Nun hindern solche Informationen aber die Zuschauer nicht daran, sich zu beschweren: Vielen war vor allem die aktuelle Episode drei, „The Long Night“ (dabei sagt der Titel ja schon alles…) einfach ZU dunkel und sie machten ihrem Unmut via Twitter Luft. Was nützt all der Realismus, wenn man nicht mitbekommt, was vor sich geht…?

    Sdfasdf

    Keine Sorge, ab Folge vier dürfte es wieder heller werden, denn des Nachtkönigs hat man sich schließlich entledigt und somit wohl auch Dunkelheit. Die nächste Episode der achten „Game Of Thrones“-Staffel gibt es in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai 2019 zu sehen.

    Zu diesem Artikel gehört im Titelbild und folgenden Hinweis eine Anzeige für Sky Ticket. Der Artikel selbst ist nicht Teil der Anzeige und wurde inhaltlich und thematisch unabhängig von Sky Ticket konzipiert und veröffentlicht.

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