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    "Die Maske"-Erfinder wünscht sich Reboot des Kultfilms – mit weiblicher Hauptfigur
    Von Tobias Tißen — 06.07.2019 um 19:30
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    1994 wurde die abgedrehte Comic-Verfilmung „Die Maske“ mit Jim Carrey zu einem großen Hit, mittlerweile gilt er bei vielen gar als Kultfilm. Doch Mike Richardson, Schöpfer der Comic-Reihe, würde gern eine ganz andere Version im Kino sehen.

    Warner Bros.

    Vor 25 Jahren kam „Die Maske“ in die Kinos und begründete zusammen mit dem nur wenige Monate später gestarteten „Dumm und Dümmer“ die Weltkarriere von Hauptdarsteller Jim Carrey. Zum Jubiläum hat Forbes nun mit Dark-Horse-Comics-Gründer Mike Richardson gesprochen, der sich die Geschichte um eine Maske, die ihrem Träger wahnwitzige, übernatürliche Fähigkeiten verleiht, in den 1980er Jahren ausdachte. Und der betonte, dass er gerne einen neuen „Die Maske“-Film im Kino sehen würde – und er sogar schon einen ganz bestimmten Hauptdarsteller im Kopf hat, der in die großen Fußstapfen von Jim Carrey treten soll. Nein, falsch. Eine Hauptdarstellerin:

    „Ich würde gern einen wirklich guten Slapstick-Comedian sehen. Ich habe sogar einen Kopf, aber ich werde ihren Namen jetzt nicht sagen. Um sie zu bekommen, werden wir eine ganze Menge Überzeugungsarbeit leisten müssen, aber wir werden sehen… man weiß nie, was in der Zukunft kommt. Es gibt auf jeden Fall einige Ideen.“

    "Die Maske" mit weiblicher Hauptfigur gab es schon

    Und ein „Die Maske“-Reboot mit weiblicher Hauptdarsteller ist keinesfalls eine abwegige Idee. „Eine Sache, die ‚Die Maske‘ so großartig macht, ist, dass sie jeder tragen kann“, betont Mike Richardson, „Man kann eine Geschichte über jeden machen und man kann jeden Comedian besetzen.“

    So wurde die grüne Maske innerhalb der Comic-Reihe auch schon mehrfach von Frauen getragen. Unter anderem bereits im allerersten Handlungsbogen. Darin kommt nämlich Kathy, die Freundin von Stanley Ipkiss (Carrey im „Die Maske“-Kinofilm), in den Besitz der Maske. In einer späteren Comic-Storyline wird sie dann sogar von einem kleinen Mädchen namens Emily getragen, die die Kräfte nutzt, um sich gegen Mobbing und fiese Lehrer zur Wehr zu setzen.

    Und wie Richardson weiter ausführt, geht es in der Reihe auch gar nicht um diejenige Person, die die Maske gerade trägt, sondern um eine viel größere Thematik. „Es geht darum, was wir alle tun würden, wenn wir absolute Macht hätten“, so Richardson, „wir geben dann meistens den niedersten Gelüsten nach […] statt sie für etwas Gutes einzusetzen. Stan Lee sagte: ‚Mit großer Macht kommt große Verantwortung.‘ Aber bei mir ist es ein anderer, viel älterer Grundsatz: ‚Absolute Macht verleitet absolut.“

    Kommt ein "Die Maske"-Reboot?

    Auch wenn Mike Richardson, der übrigens auch den Film von 1994 mitproduzierte, sogar schon eine Hauptdarstellerin für ein „Die Maske“-Reboot im Kopf hat, heißt das natürlich noch lange nicht, dass ein solches auch wirklich kommt. Angekündigt wurde nämlich noch nichts. Und darüber hinaus scheint das Franchise zumindest im Kino eigentlich ziemlich tot, wofür „Die Maske 2“ im Jahr 2005 gesorgt hat. Die Fortsetzung ohne Jim Carrey spielte bei einem Budget von rund 84 Millionen Dollar weltweit nämlich gerade einmal 57 Millionen Dollar ein.

    Aber was fast noch schlimmer als die finanzielle Bruchlandung ist: Der im Original „Son Of The Mask“ betitelte Film gilt weitläufig als einer der schlechtesten Filme des neuen Jahrtausends. Bei uns kommt das Sequel mit 1,5 sogar noch vergleichsweise gut weg, bei der IMDb steht es etwa bei einer vernichtenden Wertung von 2,2. Es wird für Richardson und Co. also vermutlich nicht leicht, das Geld für einen weiteren „Die Maske“-Film zusammenzubekommen. Aber in Zeiten eines grassierenden Fortsetzungs- und Reboot-Wahns in Hollywood sollte man nichts ausschließen – und wenn kein weiterer Kinofilm kommt, dann ja vielleicht eine Serie…

    FILMSTARTS-Kritik zu "Die Maske 2"

     

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