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    Wie reagiert die FSK? US-Altersfreigabe verspricht brutalen "Joker"
    Von Martin Ramm — 23.08.2019 um 17:13

    Der neue „Joker“-Film mit Joaquin Phoenix in der Hauptrolle hat in den USA – wie längst vermutet – ein R-Rating erhalten. Unter anderem wegen seiner Brutalität. Was bedeutet das für die hiesige Altersfreigabe der FSK?

    2019 Warner Bros. Entertainment Inc.

    Todd Phillips' „Joker“-Film war bei der MPAA, die in den USA die Altersfreigaben verteilt, auf dem Prüfstand. Dort bekam der Antihelden-Streifen mit Joaquin Phoenix die höchste Altersfreigabe verpasst, die jemals ein Film aus dem Batman-Universum erhielt: Ein R-Rating, das Jugendlichen unter 17 Jahren den Zutritt ohne erwachsene Begleitung verwehrt. Damit ist „Joker“ nach „Watchmen“ und „V wie Vendetta“ erst der dritte auf einem DC-Comic basierende Film, der ein so hohes Rating erhält.

    Das Urteil der US-Prüfstelle lautet wie folgt: „Starke blutige Gewalt, verstörende Sprache und verstörendes Verhalten sowie kurze sexuelle Darstellungen.“

    Welche Altersfreigabe erteilt die FSK "Joker"?

    Ein R-Rated-Siegel in den USA kann allerdings auch bedeuten, dass Joker lediglich kein Blatt vor den Mund nimmt und vor allem auf verdorbene, sich unflätig ausdrückende Strolche trifft, die ihm dann letztendlich den Verstand rauben bzw. ihm sein berühmtes Lächeln „auf das Gesicht zaubern“. Denn in den Vereinigten Staaten reagiert man, abgesehen von nackter Haut, bekanntermaßen vor allem auf das Wort „Fuck“ sehr sensibel. Die US-Freigabe muss also nicht bedeuten, dass „Joker“ in Deutschland ebenfalls eine hohe Freigabe ab 16 oder gar 18 Jahren erhält.

    Ein gutes aktuelles Beispiel dafür ist etwa die aktuell im Kino laufende Komödie „Good Boys“ von Seth Rogen, die im Produktionsland wegen der verwendeten Sprache und Anspielungen auf Sex und Drogen ein R-Rating bekam, von der FSK jedoch bereits ab 12 Jahren freigegeben wurde.

    Die Begründungsliste der MPAA, vor allem der Ausdruck „starke blutige Gewalt“, lässt allerdings durchaus vermuten, dass in „Joker“ nicht nur ordentlich geflucht wird, sondern der Film auch ansonsten hart genug ist, um hierzulande nicht – wie die allermeisten Comic-Adaptionen (Marvel lässt grüßen) – das grüne FSK-12-Siegel zu erhalten. Nachdem wir zuletzt, unter anderem auf Basis des Trailers, noch eben diese niederige Altersfreigabe für „Joker“ prognostizierten, würden wir unser Geld anhand der MPAA-Begründung nun auf eine FSK-16-Freigabe setzen.

    „Joker“ läuft ab dem 10. Oktober 2019 in den Kinos.

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