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    Selbst Disney wusste nichts: So hat der "Toy Story 4"-Autor alle an der Nase rumgeführt
    Von Annemarie Havran — 30.08.2019 um 18:00

    „Toy Story 4“ war schon vor dem Kinostart von „Toy Story 3“ in Arbeit! Warum die Macher damals trotzdem steif und fest behaupteten, Teil drei sei der Abschluss der Reihe, hat etwas mit einem extrem verschwiegenen Drehbuchautor zu tun…

    Disney / Pixar

    Die „Toy Story“-Reihe sollte nicht nur eine Trilogie werden, sondern einen weiteren Film bekommen, das war allerdings vor der Veröffentlichung von „Toy Story 3“ streng geheim. Und zwar so geheim, dass selbst die Macher nichts davon wussten und der Welt versicherten, „Toy Story 3“ werde der letzte Teil sein und man habe definitiv keinen weiteren Film in Arbeit, ja nicht einmal Pläne dafür!

    Dabei war aber „Toy Story 4“ schon längst in Arbeit und das Ergebnis gibt es seit dem 15. August 2019 im Kino zu sehen. Der Grund für die damalige kollektive Falschaussage von Regisseur Lee Unkrich und weiteren Mitarbeitern von Disney und Pixar war die enorme Geheimniskrämerei von Drehbuchautor und „Toy Story“-Mastermind Andrew Stanton.

    Andrew Stanton werkelte heimlich an "Toy Story 4"

    Der hatte nämlich schon längst begonnen, an „Toy Story 4“ zu arbeiten, es aber nur wenigen Auserwählten bei Pixar mitgeteilt und somit viele seiner Kollegen ins offene Messer laufen lassen. Als seine Pläne dann enthüllt wurden, fielen die meisten aus allen Wolken, weil sie ja bis dahin jegliche Arbeit an „Toy Story 4" bestritten hatten, erklärte „A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando“-Regisseur Josh Cooley gegenüber ComingSoon:

    „Andrew Stanton, einer der Autoren, der an allen ‚Toy Story‘-Filmen mitgeschrieben hat, einer der Erfinder von ‚Toy Story‘, hatte tatsächlich schon mit einem Entwurf für Nummer 4 begonnen, während Teil 3 gerade erst fertiggestellt wurde. Aber er hat es geheim gehalten. Wir wussten es nicht. Ich spreche für uns alle. Mit „alle“ dürfte er außer sich selbst mindestens die Produzenten Mark Nielsen und Jonas Rivera meinen, die mit ihm das Interview gaben, wahrscheinlich aber auch noch weitere Kollegen bei Pixar - vor allem tappte damals aber eben wohl auch der Mutterkonzern Disney im Dunkeln, denn Stanton hatte nur ausgewählte Vertrauenspersonen bei Pixar informiert.

    Warum lag dann aber so viel Zeit zwischen "Toy Story 3" und "Toy Story 4"?

    Wenn die Idee für „Toy Story 4“ doch aber schon so früh geboren war, warum dauerte es dann so lang, bis der Film in die Kinos kam? „Toy Story 3“ startete 2010, danach vergingen neun Jahre bis zu „Toy Story 4“ 2019. Nun, zum einen kamen einfach andere Projekte dazwischen, wie der Oscargewinner „Alles steht Kopf“ – und die Produktion von Animationsfilmen dauert bekanntlich sehr lange. Zum anderen musste Stanton aber auch erst Überzeugungsarbeit bei den Disney- und Pixar-Verantwortlichen leisten, die „Toy Story“ für beendet hielten und die Sinnhaftigkeit eines vierten Teils in Frage stellten.

    Produzent Jonas Rivera verriet, dass Stanton seine Ideen gut verteidigte und letztendlich alle davon überzeugte, dass man zu neuen Ufern aufbrechen könne. Denn mit „Toy Story 3“ sei zwar die Geschichte von Andy, Woodys Besitzer, auserzählt gewesen, aber eben nicht die von Woody selbst. Dieser musste einen Weg finden, sich nach dem Wegfall seiner Lebensaufgabe neu zu erfinden. Und Rivera erzählt auch, dass diese Story ihren Ursprung in Andrew Stantons eigener Geschichte gefunden haben dürfte: „Jetzt wo ich darüber spreche, wird mir klar, dass damals Andrews Kinder aufs College gegangen und ausgezogen sind. Das hat definitiv mit reingespielt.“

    In „Toy Story 4“ geht es eben unter anderem um die Frage, ob ein Spielzeug nur dann eine Daseinsberechtigung hat, wenn es von einem Kind geliebt wird, oder ob es nicht auch selbst ein erfülltes Leben führen und Abenteuer erleben kann. Die Antwort gibt es seit dem 15. August 2019 im Kino zu sehen.

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