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    Arnold Schwarzenegger über die Gewalt in "Dark Fate": "Es heißt ja nicht 'Terminator: Der Babysitter'"
    Von Daniel Fabian — 22.10.2019 um 16:00

    Nach „Terminator: Genisys“ geht es für Arnold Schwarzenegger in „Dark Fate“ zurück zu den Wurzeln der Reihe – und zwar nicht nur inhaltlich. Wie uns der Österreicher im Interview verriet, habe man aus den Fehlern der jüngsten Vergangenheit gelernt.

    2019 Twentieth Century Fox

    Es gibt nur einen „Terminator“-Film ohne Arnold Schwarzenegger, „Die Erlösung“ – und dabei soll es auch bleiben, zumindest vorerst. Erstmals seit dem bahnbrechenden zweiten Teil von 1991 bringt „Terminator: Dark Fate“ die Action-Ikone aber nun wieder mit dem Schöpfer der Reihe, James Cameron, sowie Co-Star Linda Hamilton zusammen. Nach knapp drei Jahrzehnten ist es nämlich vor allem die Geschichte von Sarah Connor, die in „Terminator 6“ fortgeführt wird.

    Besonders entscheidend dabei, auch für Schwarzenegger: „Dark Fate“ schließt nicht bloß inhaltlich an „Terminator 2“ an…

    FILMSTARTS: Wie war es für dich, noch einmal in deine ikonischste Rolle zu schlüpfen?

    Arnold Schwarzenegger: Ich habe mich von dem Moment an darauf gefreut, als mir James Cameron die Geschichte des Films näherbrachte und damit klarmachte, dass Linda wieder mit dabei ist.

    Ich war einfach schon immer ein Fan von Linda. Sie hat die Messlatte für weibliche Actionhelden 1984 [mit „Terminator“] und auch später [mit „Terminator 2“] neu definiert. Sowas gab’s davor nicht. Natürlich gibt es Wonder Woman und ähnliche übernatürliche Heldinnen, aber das kann man auch nicht vergleichen. Und ich glaube, sie wird für immer unerreicht bleiben.

    2019 Twentieth Century Fox
    In „Terminator: Dark Fate“ wieder Seite an Seite: Linda Hamilton und Arnold Schwarzenegger

    FILMSTARTS: Es ist fast unglaublich, dich und Linda wieder gemeinsam vor der Kamera zu sehen. Aber auch nach über 35 Jahren merkt man, dass die Chemie zwischen euch einfach stimmt…

    Arnold Schwarzenegger: Auf jeden Fall. Es ist einfach so toll mit ihr, weil wir auch so grundverschieden sind. Selbst bei Interviews: Ich brauche sie nur anzusehen und denke mir, wie großartig sie ist, weil sie so eine andere Art zu leben und zu denken hat. Sie verbringt am Set zwar sehr gerne Zeit für sich, hin und wieder konnte ich sie mit meinem österreichischen Haselnussschnaps aber doch aus ihrem Zimmer locken, um abends auch mal gemeinsam zusammenzusitzen und zu plaudern.

    FILMSTARTS: Stimmt es, dass du dich auf deiner Ranch mit Schießübungen in Terminator-Montur auf den Film vorbereitet hast?

    Arnold Schwarzenegger: Ja, nur so weiß ich, wie sich das Outfit später auch im Film anfühlt. Außerdem hilft es dabei, das Blinzeln beim Feuern loszuwerden. Oft kann man einfach nicht anders, auch wenn man es zu unterdrücken versucht. Aber wenn du zwei, drei Wochen lang täglich tausend Schuss abfeuerst, glaub mir – dann blinzelst du nicht mehr.

    Ein "Terminator"-Film muss hart sein

    FILMSTARTS: Als ich im September 2018 am Set war, hieß es, man wäre sich noch nicht sicher, ob man den Film mit einem R-Rating oder einem PG-13-Rating in die Kinos bringen würde. Wie kam es letztlich zu einer Entscheidung?

    Arnold Schwarzenegger: Man hat dazu gelernt und auf die Fans gehört, was man bei „Terminator: Genisys“ einfach versäumte. Wir haben das dem Studio schon damals gesagt, aber man wollte nicht auf uns hören. Es hieß nur: „Das bedeutet gar nichts. Wir wissen schon, was wir tun.“ Ich meine, wie dumm kann man denn sein?! Noch schlimmer, als einfach nur dumm zu sein, ist, dumm zu sein und so zu tun als sei man schlau.

    Sowohl Fox als auch Paramount waren hinsichtlich „Dark Fate“ großartig. Ein „Terminator“-Film soll kein PG-13-Film sein, sondern braucht eine gewisse Härte und auch Wahnsinn, mit dem alles und jeder beiseitegeschoben wird, der im Weg steht. Nur so kann Verwüstung entstehen. Es heißt ja nicht „Terminator: Der Kindergärtner“ oder „Terminator: Der Babysitter“.

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    Arnold Schwarzenegger und FILMSTARTS-Redakteur Daniel Fabian beim Interview in London

    FILMSTARTS: Werden wir nach dem „Terminator“-Comeback nun auch noch einen „Conan“-Film zu sehen kriegen?

    Arnold Schwarzenegger: Das hoffe ich. Ich hoffe, dass es noch einen „Conan“ und auch noch einen „Twins“-Film geben wird, „Triplets“. Das sind zwei Filme, die mir gerade besonders am Herzen liegen.

    „Terminator: Dark Fate“ läuft ab dem 24. Oktober 2019 deutschlandweit im Kino.

    Unser Ersteindruck: So gut ist "Terminator: Dark Fate"

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