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    Robert Downey Jr. als "Star Wars"-Kultbösewicht? Wir ordnen das Gerücht ein
    Von Tobias Mayer — 08.01.2021 um 09:40
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    Große Aufregung unter Fans: Marvel- und „Avengers“-Star Robert Downey Jr. soll angeblich für eine Rolle in einem „Star Wars“-Serienprojekt im Gespräch sein, womöglich als Thrawn in „Ahsoka“. Doch ob an dem Gerücht was dran ist, bleibt fraglich.

    The Walt Disney Company

    Wie so oft, wenn es um beliebte Franchises geht, sind auch einige der Überraschungen in der zweiten Season „The Mandalorian“ vorab durchgesickert – vor allem, dass Rosario Dawson die beliebte Jedi Ahsoka  Tano spielt. Nun macht ein neues Gerücht die Runde, das mit kommenden „Star Wars“-Projekten zu tun hat – und eine sehr große Nummer wäre, wenn es stimmen würde:

    Robert Downey Jr., der mit „Iron Man“ 2008 ein sensationelles Comeback hinlegte und durch seine Marvel-Filme zu einem bestens bezahlten Blockbuster-Superstar wurde, hat angeblich mit Lucasfilm über eine Rolle im aktuellen „Star Wars“-Serienuniversum gesprochen, das von den „Mandalorian“-Machern Jon Favreau (übrigens auch Regisseur von „Iron Man“ und „Iron Man 2“) und Dave Filoni verantwortet und massiv ausgebaut wird.

    » "The Mandalorian" auf Disney+*

    Robert Downey Jr. als Thrawn?

    Das Gerücht stammt u. a. von der Seite piratesandprincesses.net, die sich auf eine anonyme Quellen beruft und auf einen ihrer Kollegen verweist, den als Scoop-Jäger bekannten Daniel Richtman, der ähnliche Infos habe. Im Artikel von piratesandprincesses.net wird spekuliert, dass Robert Downey Jr. bei Verpflichtung eine große Rolle übernehmen würde, womöglich die des imperialen Super-Strategen Thrawn, hinter dem Ahsoka in ihrer kommenden, eigenen Serie her ist.

    Thrawn gilt unter Fans als Kultbösewicht. Er wurde Anfang der Neunziger von Autor Timothy Zahn erfunden, kam in der Animationsserie „Star Wars Rebels“ zurück in den Kanon und wurde in der zweiten Staffel „The Mandalorian“ von Ahsoka erwähnt.

    Auf Twitter wird die Aussicht auf eine Verpflichtung von Robert Downey Jr. gefeiert, wie z. B. in diesen Tweets:

    Ist an dem Gerücht was dran?

    Ohne Frage wäre Robert Downey Jr. im „Star Wars“-Kosmos eine großartige Bereicherung. Er hat einzigartiges Star-Charisma und eine einnehmende Präsenz – also genau das, was eine Figur wie Thrawn braucht. Doch die Vorfreude ist (noch?) verfrüht.

    Zunächst mal ist es pure Spekulation, dass Downey Jr. die Figur Thrawn spielen würde. So habe zwar Noah Outlaw vom Podcast KRTransmissions auch von Gesprächen zwischen Downey Jr. und Lucasfilm gehört, wobei der Schauspieler jedoch definitiv nicht den Thrawn geben werde.

    Gegen Downey Jr. als Kult-Bösewicht spricht aus unserer Sicht zudem noch, dass es mit Lars Mikkelsen bereits einen tollen und passenden Namen für Thrawn gibt. Der sprach die Figur bereits in der Animationsserie „Star Wars Rebels“. Und auch wenn eine Umbesetzung natürlich möglich ist, fragen wir uns: Warum sollte man das tun, wenn man einen so tollen Schauspieler wie den unter anderem auch aus „The Witcher“ und „Sherlock“ bekannten Dänen hat, der (auch optisch) so gut auf die Figur passt.

    Mit der Umbesetzung bei Ahsoka Tano lässt sich das zum Beispiel nicht vergleichen. Hier wurde mit Ashley Eckstein eine professionelle Synchronsprecherin, die auch optisch nicht perfekt zu Tano passt, durch die erfahrene Schauspielerin Rosario Dawson ersetzt. Hier hätten wir eher eine Bo-Katan-Situation: Katee Sackhoff sprach die rothaarige Mandalorianerin erst, erweckte sie dann in „The Mandalorian“ zum Leben.

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    Und überhaupt sind die Indizien, dass Robert Downey Jr. am Ende irgendeine „Star Wars“-Rolle übernimmt, Stand jetzt einfach noch zu schwach.

    Das liegt vor allem daran, dass schlicht noch nicht eingeschätzt werden kann, ob das von piratesandprincesses.net und anderen verbreitete Gerücht über Gespräche zwischen Robert Downey Jr. und Lucasfilm überhaupt stimmt. Die spezielle Seite hat sich bislang in dieser Hinsicht im Film- und Serienbereich noch nicht außergewöhnlich hervorgetan. Zuletzt kamen zudem einige kleinere Seiten auf, die mit fabrizierten Gerüchten um Aufmerksamkeit buhlen.

    Es ist ein Unterschied, ob eine kleine, eher unbekannte Seite ein Gerücht verbreitet, oder die seit Jahrzehnten bestens vernetzten Branchenmagazine Variety, Deadline, The Wrap sowie Hollywood Reporter. Bei den Branchenmagazinen steht aber (noch?) nichts zu Robert Downey Jr. und „Star Wars“.

    Auch ein kleineres Magazin oder ein Blog kann einen Treffer landen. Rosario Dawson in „Mandalorian“ etwa wurde zuerst von dem allerdings mittlerweile auch sehr etablierten, renommierten und vertrauenswürdigen Magazin Slashfilm berichtet, bevor Variety kurz darauf bestätigte. Aber selbst wenn Robert Downey Jr. tatsächlich mit Lucasfilm gesprochen hat, bedeutet das längst noch keine Verpflichtung – die nämlich hängt u. a. noch von Terminplänen und vor allem von Gehaltsvorstellungen ab.

    Downey Jr. käme Disney mit Sicherheit sehr teuer. Und er wäre der bislang mit Abstand größte Superstar, der für ein „Star Wars“-Projekt verpflichtet werden würde.

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