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    "Star Wars": George Lucas verteidigt die peinlichen Dialoge von Anakin und Padme
    Von Tobias Mayer — 25.12.2020 um 08:30
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    Die Dialoge von „Star Wars“ werden eh nicht gerade als Stärke der legendären Filmreihe gesehen, am häufigsten aber stehen die Gespräche von Anakin und Padme in der Kritik. „Star Wars“-Schöpfer und Drehbuchautor George Lucas hat sie nun verteidigt.

    The Walt Disney Company

    Harrison Fords Urteil zu den Dialogen im „Krieg der Sterne“-Drehbuch ist legendär: „So etwas kannst du schreiben, George, aber man kann es nicht sagen“ – etwas in diese Richtung soll der Han-Solo-Schauspieler während der Produktion von „Star Wars 4: Eine neue Hoffnung“ gesagt haben. George Lucas selbst machte keinen Hehl daraus, dass ihm das Schreiben schwerfiel, er hat sich nie als guten Drehbuchautor bezeichnet – ihn interessiert vor allem die visuelle Filmsprache.

    Schwülstige Sätze

    Das Drehbuch zu „Star Wars 2: Angriff der Klonkrieger“, das George Lucas mit Unterstützung von Jonathan Hales schrieb, wird besonders häufig kritisiert, vor allem wegen der liebestrunkenen Sätze, die der verliebte Anakin (Hayden Christensen) zu Padme (Natalie Potman) sagt. Es sind schwülstige Sätze wie dieser hier, die bei vielen Zuschauer*innen Fremdscham auslösen:

    „Ich werde verfolgt von dem Kuss, den du mir nie hättest geben dürfen. Mein Herz schlägt schneller in der Hoffnung, dass dieser Kuss keine Narbe hinterlassen wird.“

    Lucas meint: Das muss so

    Im aufwändigen Hinter-den-Kulissen-Buch „The Star Wars Archives 1999–2005“ hat George Lucas die Kritik an „Episode 2“ kommentiert. Er findet, dass die Dialoge zum „Star Wars“-Stil passen, der seine Wurzeln in den Abenteuerfilmen und Western der 1930er hat – in Filmen also, die keinen Platz für Subtiles oder Mehrdeutigkeit hatten.

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    George Lucas sagt über die Dialoge von Anakin und Padme in „Episode 2“ (via Digital Spy):

    „Es ist sehr ehrlich, es ist überhaupt nicht ironisch, und es ist extrem. Aber es ist konsistent, nicht nur im Kontext des restlichen Films, sondern auch im Kontext des gesamten ‚Star Wars‘-Stils. Die meisten Leute verstehen den Stil von ‚Star Wars‘ nicht. Sie verstehen nicht, dass die Filme an Western aus den 1930ern angelehnt sind oder an Matinee-Serials. Die ‚Star Wars‘-Filme erinnern an die romantischere Zeit des Filmemachens. Und ‚Episode 2‘ ist sogar noch melodramatischer als die anderen.“

    Am Freitag und Samstag laufen sieben „Star Wars“-Filme ab morgens auf ProSieben, auch „Star Wars 2: Angriff der Klonkrieger“ ist dabei.

    7 "Star Wars"-Filme bei ProSieben:

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