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    "Star Trek: Discovery": So bereitet das Ende von Staffel 3 eine klassischere 4. Season vor
    Von Markus Trutt — 08.01.2021 um 18:15
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    Die dritte Staffel von „Star Trek: Discovery“ ist nun auch in Deutschland bei Netflix zu Ende gegangen. Trotz des nach wie vor ungewohnten Settings deutet das Finale an, dass es in Staffel 4 wieder mehr zu den „Star Trek“-Wurzeln gehen könnte.

    Michael Gibson/CBS/ Netflix

    Achtung, es folgen Spoiler zum Ende der dritten „Star Trek: Discovery“-Staffel!

    Nach dem Zeitsprung von über 900 Jahren am Ende der zweiten Staffel hat uns Season 3 von „Star Trek: Discovery“ eine bislang unbekannte Zukunft im Sci-Fi-Universum präsentiert, in der die Föderation nur noch ein Schatten ihrer selbst ist. Hier sah sich die Crew der Discovery um Michael Burnham (Sonequa Martin-Green) mit ganz neuen Herausforderungen konfrontiert und musste sich erst einmal zurechtfinden.

    Nach 13 Folgen scheinen Michael und Co. nun aber endgültig in dieser Zukunft fußgefasst zu haben, in der sie in der bereits bestätigten vierten Staffel neue Abenteuer erwarten, die noch mehr klassisches „Star Trek“-Flair versprühen könnten. Doch der Reihe nach...

    So endet die 3. Staffel "Discovery"

    Die Ereignisse haben sich im Staffelfinale noch einmal überschlagen. An der einen Front hat die Besatzung der Discovery unter Einsatz ihres Lebens die Kontrolle über ihr Schiff zurückerlangt, nachdem die skrupellose Osyraa (Janet Kidder) getötet wurde – was zudem die Zerschlagung der Smaragd-Kette, ihrer tyrannischen Gemeinschaft, zur Folge hatte.

    An der anderen Front haben Saru (Doug Jones) und seine Mitstreiter den Kelpien Su’Kal (Bill Irwin) davon überzeugt, sein (nicht mehr wirklich) sicheres Hologramm-Schiff zu verlassen und sich erstmals in die Außenwelt zu begeben. Damit haben sie sogleich verhindert, dass es zu einem weiteren verheerenden Brand kommt, war doch einst der mit besonderen Fähigkeiten ausgestattete Su’Kal wegen des Schmerzes über den Tod seiner Mutter in Verbindung mit der Nähe zu den Dilithium-Vorräten auf seinem Planeten versehentlich für die Katastrophe verantwortlich, die über 100 Jahre zuvor alle Raumschiffe mit Warpantrieb vernichtet hat.

    Ganz am Ende der Staffel wurde dann Michael nach ihren Heldentaten und einer Aussprache mit Admiral Vance (Oded Fehr) schließlich zum neuen Captain der Discovery ernannt und ist mit deren – frisch in die Föderationsuniformen der Zukunft gepackten – Crew und einem eigenen neuen Catchphrase („Lasst uns fliegen“) im Gepäck in Richtung neue Abenteuer aufgebrochen...

    Zurück zu den "Star Trek"-Wurzeln?

    Am Ende der dritten Staffel bekommt die Discovery die neue Mission, das Dilithium, das nun auf Su’Kals Planeten abgebaut wird, mithilfe ihres Sporenantriebs zu verschiedensten Welten zu liefern, um so wieder eine Verbindung zwischen ihnen herzustellen und der Föderation zu alter Stärke zu verhelfen.

    Das legt den Schluss nahe, dass die Discovery in Staffel 4 an den unterschiedlichen Orten viele verschiedene und ganz eigenständige Abenteuer erleben könnte, wir also ganz wie in den früheren „Star Trek“-Serien öfter eine jeweils abgeschlossene Geschichte pro Folge bekommen könnten. Darauf deutet auch die klassische „Star Trek“-Melodie hin, die am Ende des Staffelfinals und im Abspann ertönt.

    CBS / Netflix
    Bricht in eine hoffnungsvollere Zukunft auf: Michael Burnham (Sonequa Martin-Green)

    Und tatsächlich hat Showrunnerin Michelle Paradise gegenüber der Seite Inverse versprochen, dass die vierte Staffel einen noch stärkeren Mix aus folgenübergreifenden Abenteuern und episodischen Geschichten bieten wird.

    Die Discovery musste offenbar erst viele Jahre in die Zukunft reisen, um sich dort nun in klassischere „Star Trek“-Abenteuer zu stürzen.

    Zudem wird nahegelegt, dass man künftig auch tonal mehr auf traditionellen Pfaden wandelt. Nachdem „Discovery“ bislang eher düster daherkam, wird am Ende von Staffel 3 Hoffnung und Entdeckerdrang ganz groß geschrieben (was man nicht zuletzt mit einer Zitateinblendung von „Star Trek“-Erfinder Gene Roddenberry unterstreicht). Die Parallelen zwischen Kult-Captain Kirk und Michael Burnham, die sich beide selten an Regeln halten, um die schweren Aufgaben zu meistern, die vor ihnen liegen, sind außerdem nun endgültig nicht mehr von der Hand zu weisen.

    Kovich, Gray, Saru: Viel Stoff für Staffel 4

    Abseits von vielen neuen Einsätzen dürfte die vierte Staffel von „Star Trek: Discovery“ aber auch viele angefangene Handlungsstränge aus Staffel 3 fortsetzen, die sich über mehrere der neuen Folgen ziehen dürften.

    Da wäre zum einen Saru, der die Discovery (vorübergehend?) verlassen hat, um Su’Kal dabei zu helfen, sich auf der Kelpianer-Heimatwelt Kaminar ein neues Leben aufzubauen. Wird er überhaupt wieder auf die Discovery zurückkehren? Und wenn ja, übernimmt er dann wieder das Kommando?

    Daneben dürften aber auch die neuen Figuren Adira (Blu del Barrio) und Gray (Ian Alexander) weiter in den Fokus rücken, schließlich hat Dr. Culber (Wilson Cruz) den beiden versprochen, einen Weg zu finden, Gray, den unter normalen Umständen nur Adira sehen kann, für alle sichtbar zu machen – was durchaus auch auf einer Meta-Ebene zu verstehen ist, handelt es sich bei Gray-Darsteller Ian Alexander doch um den ersten Transgender-Schauspieler im „Star Trek“-Franchise, das sich weiterhin auf die Fahnen geschrieben hat, die verschiedensten Menschengruppen zu repräsentieren.

    In "Star Trek: Discovery" erkannt? Ian Alexander wurde durch einen Videospiel-Hit (!) weltberühmt

    Und schließlich dürften wir auch endlich mehr über den geheimnisvollen Kovich erfahren, der in Staffel 3 vor allem ein großes Interesse an der mittlerweile in Richtung Spin-off ausgestiegenen Georgiou (Michelle Yeoh) und ihrem Spiegeluniversum zeigte und womöglich Teil des Geheimdienstes Sektion 31 ist. Gaststar und Kult-Regisseur David Cronenberg hat jedenfalls schon verraten, dass er auch in Staffel 4 wieder mit von der Partie ist.

    Wann startet Staffel 4?

    Wann die vierte „Star Trek: Discovery“-Staffel auf Netflix startet, steht noch nicht fest. Die Dreharbeiten laufen aber trotz der Corona-Pandemie bereits auf Hochtouren. Im Juni soll die Produktion dann abgeschlossen werden, sodass einem Start Ende 2021 oder spätestens Anfang 2022 eigentlich nichts im Wege stehen dürfte.

    Bis es weiteren „Star Trek“-Nachschub gibt, müssen wir uns allerdings nicht mehr so lange gedulden – auch wenn der eine etwas andere Richtung einschlägt. Schon am 22. Januar 2021 feiert nämlich die animierte Comedy-Serie „Star Trek: Lower Decks“ ihre Deutschlandpremiere bei Amazon Prime Video.

     

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