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    Story extra geändert: So sehr wurde bei "After Love" auf die Fans gehört
    04.09.2021 um 14:30
    Tobias Mayer
    Tobias Mayer
    -Redakteur
    Aus irgendeinem Grund gilt Tobias in der Redaktion als Experte für die „After Passion“-Reihe und alles, was so ähnlich ist.

    Die „After“-Bücher und -Filme würden ohne die Fans im Internet gar nicht existieren. Sie begannen nämlich als – sehr beliebte – Fan-Fiction. Und der Einfluss der Fans ist nach wie vor enorm, wie uns die „After Love“-Regisseurin verriet.

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    Bevor die wechselhafte Beziehungsgeschichte von Tessa und Hardin als Film- und Romanreihe veröffentlicht wurde, existierte sie bereits auf der Social-Media-Plattform Wattpad. Hier verfasste Anna Todd eine ausgedachte Geschichte rund um den Teenie-Schwarm und Boyband-Sänger Harry Styles, den sie Hardin Scott nannte. Er verliebt sich als tätowierter Bad Boy mit schlimmer Vergangenheit in eine unbedarfte College-Studentin – und diese Story war im Internet so dermaßen beliebt, dass Todd einen Autorinnen- und später sogar einen Filmvertrag bekam.

    Das Franchise wäre in seiner jetzigen Form – mit fünf Büchern und bisher drei Filmen – also nicht möglich gewesen, wenn sich rund um den Globus nicht viele (junge) Menschen brennend für das Auf und Ab von Tessa (Josephine Langford) und Hardin (Hero Fiennes Tiffin) interessieren würden.

    Und wie man es sonst auch von anderen im Internet organisierten Fan-Gemeinschaften kennt, haben die „Afternators“ genannten Anhänger*innen inzwischen eine Macht, die tief in die neuen Filme hineinwirkt. Wie unsere Social-Media-Teamchefin Melanie im Interview mit der „After Love“-Regisseurin Castille Landon erfuhr, wurde im neuen Film sogar eine vormals angedachte Dreieckesbeziehung auf Druck der Fans geändert.

    Tessa, Hardin und sonst niemand!

    „Ich habe viel Zeit im Afterverse verbracht“, erklärt uns Landon lachend, als sie ihre Vorbereitung auf den Dreh der Filme „After Love“ und „After Forever“ beschreibt. „Als erstes habe ich die Bücher gelesen und dann im Fandom spioniert. Es gibt da nämlich eine sehr interessante Hassliebe zu bestimmten Handlungssträngen. Manche davon werden von den Fans geliebt, andere zerrissen. Wir haben darauf geachtet, die ungeliebten Plots wegzulassen oder auf moderne Art zu interpretieren.“

    Und da es viele Fans laut Aussage von Castille Landon überhaupt nicht mögen, wenn die Liebesgeschichte von Tessa und Hardin durch Dritte gestört wird, wurde deswegen extra das Drehbuch zu „After Love“ verändert:

    „Im Skript zum dritten Film gab es zunächst eine große Dreiecksgeschichte. Ich habe dann gemerkt, dass so was den Fans gar nicht gefällt, dass sie das sogar hassen. Wir haben die Dreiecksgeschichte also zum großen Teil rausgeschrieben. Das geht gegen alles, was Hollywood mögen würde, aber die Fans wollen Hardin und Tessa und sonst niemanden. Es gab also substantielle Änderungen, basierend darauf, was die Fans von diesem Franchise und diesem Film wollen.“

    Hau’ ab, Robert

    Wir wissen nicht, welche Geschichte Castille Landon genau meint, aber basierend auf dem „After Love“-Film kann es eigentlich nur die Dreiecksbeziehung  zwischen Tessa, Hardin und dem schmucken Kellner Robert (Carter Jenkins) sein. Der Neuling ist zwar offenkundig an Tessa interessiert und Hardin hat deswegen böse Alpträume, davon abgesehen war es das aber auch – die Handlung des Films würde sogar völlig ohne Robert funktionieren.

    Allerdings zeigt sich genau hier eben auch das Problem der in Hollywood mehr und mehr verbreiteten „wir hören auf die Fans“-Einstellung (die auch bei „Star Wars“ und den DC-Filmen – Stichwörter „Snyder-Cut“ – gepflegt wird): Es lässt sich nämlich wunderbar argumentieren, warum eine ausführliche Dreiecksgeschichte den Film wahrscheinlich sogar besser gemacht hätte, drehen sich Tessa und Hardin in „After Love“ doch ansonsten nur noch im Kreis – ihre Beziehung entwickelt sich im Vergleich zu den Vorgängern nicht nennenswert weiter, wie ihr es auch in unserer Kritik zum Film nachlesen könnt:

    Unsere Kritik zu „After Love“
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