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    So geht es in "Dune 2" weiter – vorausgesetzt die Fortsetzung kommt!
    17.09.2021 um 16:30
    Julius Vietzen
    Julius Vietzen
    -Redakteur
    Von „Der Herr der Ringe“ über „Game Of Thrones“ bis „Dune“ ist Julius ein großer Fantasy- und Sci-Fi-Fan. Aktuell liest er die „Das Rad der Zeit“-Reihe.

    In „Dune“ wird nur etwa die Hälfte des Sci-Fi-Klassikers „Der Wüstenplanet“ von Frank Herbert erzählt. Wie es in einem möglichen „Dune: Teil 2“ weitergeht, ist also ziemlich klar. Die Frage ist eher: Wird „Dune: Part Two“ auch wirklich gedreht?

    Dune“ ist im Kino ein absolut überwältigendes, zweieinhalb Stunden langes audiovisuelles Erlebnis, endet dann jedoch auf einer relativen offenen Note. Der Grund dafür ist simpel: Regisseur Denis Villeneuve hat seine Verfilmung von Frank Herberts Sci-Fi-Klassiker „Der Wüstenplanet“ von Anfang auf zwei Filme ausgelegt und diese Zweiteilung sogar zur Bedingung gemacht. „Dune: Part One“ endet also etwa in der Mitte von Frank Herberts Buch, weswegen sich relativ gut sagen lässt, wie es weitergeht.

    Achtung, es folgen natürlich Spoiler zur Buchvorlage und mögliche Spoiler zu „Dune 2“!

    "Dune 2": Das Leben bei den Fremen

    Auch im Buch kommt es zur Zerstörung von Haus Atreides durch die Harkonnen und die Sardaukar, zum Tod von Herzog Leto (im Film gespielt von Oscar Isaac) und zur Flucht von Paul (Timothee Chalamet) und seiner Mutter Jessica (Rebecca Ferguson) in die Wüste, wo sie auf die Fremen um Stilgar (Javier Bardem) und Chani (Zendaya) treffen. Und auch das rituelle Messerduell zwischen Paul und Jamis (Babs Olusanmokun) gibt es in der Vorlage.

    Ein zweites Ritual, mit dem Paul und Jessica den Respekt der Fremen erlangen, fehlt im ersten „Dune“-Film, dürfte dann aber mit Sicherheit im zweiten Film eine wichtige Rolle spielen: Jessica trinkt das giftige Wasser des Lebens und wird zur Ehrwürdigen Mutter der Fremen, einer Art spirituellen Anführerin.

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    Anschließend gibt es im Buch einen Zeitsprung, was in der Verfilmung allerdings anders sein dürfte. Denn durch die Aufteilung in zwei Filme hat Villeneuve die Zeit, das Leben der Atreides bei den Fremen vernünftig auszuerzählen (dieser Teil ist eine der größten Schwächen in David Lynchs Verfilmung von 1984, weil völlig überhastet).

    So könnte Villeneuve etwa zeigen, wie Pauls Schwester Alia geboren wird, die durch das Wasser des Lebens bereits im Bauch ihrer Mutter ihr Bewusstsein erlangt hat und über außergewöhnliche Kräfte verfügt. Ein Baby mit blauen Spice-Augen war in einer Vision im ersten Film bereits zu sehen und auch Jessicas Schwangerschaft wurde dort bereits thematisiert.

    Zudem fällt der Anfang der Liebesbeziehung zwischen Paul und Chani sowie die Geburt ihres ersten Kindes, Leto II., in den Zeitsprung im Buch. Das wird in „Dune 2“ sicherlich anders sein.

    "Dune 2": Pauls Rache

    Nach dem Zeitsprung setzt die Handlung in der Buchvorlage wieder ein, als Pauls übernatürliche, prophetische Kräfte sich endgültig manifestieren, wobei der andauernde Kontakt mit dem Spice eine große Rolle spielt. Und wie bereits in den Visionen im „Dune“ angedeutet wird, wächst er immer mehr in seine Rolle als Anführer und prophezeiter Erlöser der Fremen hinein, wenn auch widerwillig.

    So dürfte Paul dann in „Dune: Teil 2“ das Reiten auf den riesigen Sandwürmern von Arrakis lernen. In einer der letzten Einstellungen von „Dune“ haben wir das bereits kurz gesehen. Allzu viel wollen wir über das (mögliche) Finale von „Dune 2“ nicht verraten, es sollte aber niemanden überraschen, dass Paul natürlich Rache für den Tod seines Vaters und die Zerstörung seines Hauses will – und dass die Würmer und die Fremen dabei eine wichtige Rolle spielen.

    Wenn ihr unbedingt wissen wollt, wie die Geschichte ausgeht und euch spoilern lassen wollt, erfahrt ihr in dem ganz oben und unter diesem Absatz eingebundenen Video mehr über die Handlung. Darin erzählt euch Video-Producer Sebastian ganz genau, was passiert – und sogar ein bisschen was darüber, wie es in einem möglichen „Dune 3“ weitergehen könnte.

    "Dune 2" noch nicht sicher

    Die Handlung von „Dune 2“ ist also gewissermaßen schon vorherbestimmt, so wie der Pfad von Paul, nun kommt allerdings das große Aber: „Dune: Part Two“ ist noch nicht angekündigt und noch nicht sicher. Denn damit eine Fortsetzung gedreht wird, muss der erste Film erstmal ein Erfolg werden – und das ist leider keineswegs garantiert.

    „Dune“ hat dem Vernehmen nach 165 Millionen Dollar gekostet und muss nach der gängigen Hollywood-Faustformel weltweit mindestens das Doppelte einspielen, um als Erfolg zu gelten – also 350 bis 400 Millionen Dollar. In Pandemiezeiten schwierig, aber nicht unmöglich. Allerdings wird der Film gleichzeitig auch auf dem US-Streamingdienst HBO Max veröffentlicht und landet deswegen direkt im Anschluss auch illegal im Internet.

    Bleibt zu hoffen, dass trotzdem genügend Menschen ins Kino gehen oder den Film bei HBO Max anschauen. Regisseur Denis Villeneuve jedenfalls, der am liebsten „Dune: Part One“ und „Dune: Part Two“ direkt in einem Aufwasch gedreht hätte, könnte sich einen Drehbeginn im Jahr 2022 vorstellen. Und auch Jason Momoa, der in „Dune“ den Atreides-Krieger Duncan Idaho spielt, kann es kaum erwarten...

    "Dune" im Podcast

    Ihr kommt gerade aus dem Kino und seit noch komplett geplättet von „Dune“? Dann könnte die neue Folge unseres Podcasts Leinwandliebe genau das Richtige für euch sein, in der Moderator Sebastian und seine Gäste Julius und Esther von Moviepilot ausführlich von „Dune“ schwärmen:

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