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    Weltpremiere: Vergessener Sci-Fi-Kult erscheint nach Jahrzehnten erstmals fürs Heimkino
    Daniel Fabian
    Daniel Fabian
    -Redakteur
    Ob Sammlereditionen aus aller Welt, aktuelle Schnäppchen oder Uncut-Horror – er weiß ganz genau, wie man an die großen Must-Haves kommt.

    Er kam 1981 in die sowjetischen Kinos, wurde später immer wieder stark entschärft und feiert nach über 40 Jahren nun seine deutsche Heimkino-Premiere – und erscheint damit weltweit erstmals in der Langfassung auf Blu-ray: „Die Frau aus dem All“.

    Ostalgica

    Es wäre wohl ein wenig vermessen, „Die Frau aus dem All“ von 1981 als Klassiker zu bezeichnen. In den vergangenen vier Jahrzehnten verschwand der sowjetische Science-Fiction-Film nämlich zunehmend von der Bildfläche – dabei wurde im Laufe der Zeit so einiges unternommen, um ihn dem internationalen Publikum näherzubringen. Mit mäßigem Erfolg. Vielleicht ändert sich das aber ja jetzt mit der HD-Weltpremiere auf Blu-ray.

    Nachdem der Film von Richard Viktorov einst sogar in einer um eine volle Stunde gekürzten Fassung für den internationalen Markt ausgewertet wurde, war es 2001 der Sohn des Originalregisseurs, Nikolai Viktorov, der „Die Frau aus dem All“ neues Leben einhauchte – und eine neue Fassung mit überarbeiteten Spezialeffekten erstellte, in der am Ende immer noch knapp 25 Minuten fehlten. Über 20 weitere Jahre später steht nun endlich die Version ins Haus, auf die Sci-Fi-Enthusiasten und Sowjet-Kino-Fans seit Ewigkeiten warten: „Die Frau aus dem All“ erscheint zum ersten Mal als komplett restaurierte, ungekürzte Langfassung fürs Heimkino – als Limited Edition:

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    Der auf Genrekino aus aller Welt spezialisierte Verleiher Ostalgica hat sich des vielfach preisgekrönten Films angenommen und beschert der Langfassung nun die Blu-ray-Weltpremiere. Und die dürfte wohl nicht nur bei hiesigen Fans auf Anklang stoßen, sondern international auf dem Wunschzettel so mancher Cineasten landen. Wer den vergessenen Sowjet-Kult in der Sammlung haben will, bekommt zumindest aktuell keine bessere Version.

    Das ist "Die Frau aus dem All"

    Basierend auf einem Roman des sowjetischen Science-Fiction-Autors Kir Bulychov erzählt „Die Frau aus dem All“ die Geschichte der vom fernen Planeten Dessa stammenden, künstlich erschaffenen Nijja (Yelena Metyolkina), die es im 23. Jahrhundert auf die Erde verschlägt. Ohne Erinnerung an ihre Vergangenheit, wird das humanoide Wesen von den Erdlingen aufgenommen. Nijja lernt nicht nur die Sprache der Menschen, sondern verfügt außerdem über telekinetische Fähigkeiten. Sie kann sich teleportieren, über zerebrale Telezentren gesteuert werden – und erkennt nach einiger Zeit endlich auch ihre wahre Bestimmung, den Grund, aus dem sie erschaffen wurde.

    Ihr Heimatplanet leidet nicht nur unter den Machenschaften des dunklen Herrschers Turanchoks (Vladimir Fyodorov), sondern droht in Anbetracht zunehmender Zerstörung und Verschmutzung nach und nach zu sterben. Nijjas Mission ist es, den Untergang ihrer Welt abzuwenden – und so macht sie sich gemeinsam mit einer Truppe irdischer Begleiter auf den Weg nach Dessa…

    Auch wenn „Die Frau aus dem All“ ein Siegeszug durch die internationalen Lichtspielhäuser verwehrt blieb, gilt das Sci-Fi-Abenteuer in seiner Heimat bis heute als einer der populärsten phantasischen Filme der 80er-Jahre. Ausgezeichnet mit dem Spezialpreis der Jury bei den Internationalen Festspielen der Science-Fiction-Filme in Triest sowie als bester Film über Wissenschaft bei den Nationalen Filmfestspielen von Vilnius, setzte nicht zuletzt Hauptdarstellerin Yelena Metyolkina mit ihrem Haarschnitt einen nachhaltigen Modetrend. Von Publikum und Fachpreisse besonders hervorgehoben wurde heute wie damals außerdem der eindringliche Soundtrack von Alexej Rybnikow, der es – neben einer Bildergalerie und einer Programmvorschau – übrigens auch als Bonus auf die Blu-ray geschafft hat.

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