Mein Konto
    Bemerkt? Der neuste Netflix-Action-Hit ist bereits Teil 8 (!) einer Reihe, deren erster Film lange indiziert war
    08.07.2022 um 12:30
    Björn Becher
    Björn Becher
    -Mitglied der Chefredaktion
    Von den Stunts eines Buster Keatons über die Akrobatik eines Jackie Chans hin zur Brachialgewalt in „The Raid“. Björn Becher liebt Actionfilme.

    Seit Tagen führt „Sniper: Assassin’s End“ die Netflix-Film-Charts an und ist laut dem Streamingdienst der meistgeschaute Film auf der Plattform. Dabei dürften viele von euch gar nicht wissen, dass sie hier bereits den achten Teil einer Reihe schauen.

    Sony Pictures / Netflix

    Das „Sniper“-Franchise gehört zu den ertragreichsten Franchises im Heimkino und existiert bereits seit 1993. Damals entstand „Sniper - Der Scharfschütze“ noch als Kinofilm, der in Deutschland aber trotzdem direkt auf Video erschien. Die ungekürzte VHS-Veröffentlichung wurde hierzulande jedoch indiziert und erst 2017 (!) wurde diese Indizierung aufgehoben. Mittlerweile ist das Original sogar ungekürzt ab 16 Jahren freigegeben.

    » "Sniper – Der Scharfschütze" bei Amazon*

    Die Hauptrolle in „Sniper - Der Scharfschütze“ spielte übrigens bereits Tom Berenger, der nun als Thomas Beckett im neuesten Teil „Sniper: Assassin’s End“ noch eine Nebenrolle als Vater des Protagonisten bekleidet.

    "Sniper" löst das Rätsel um den fehlenden Finger

    Im allerersten Teil „Sniper“ erfahrt ihr übrigens bereits, warum Beckett Senior sein Abzugsfinger fehlt, was in „Assassin’s End“ nun eine wichtige Rolle spielt. Im ersten „Sniper“-Film gerät Beckett nämlich in Gefangenschaft und wird gefoltert, als er eine Mission in Südamerika mit seinem jungen Partner Richard Miller (Billy Zane) ausführen soll.

    Mit "Sniper 2" ging die Direct-to-Video-Reihe los

    Erst fast zehn Jahre später entstand „Sniper 2“, als man nach günstigem Nachschub für den damals noch florierenden Heimkinomarkt suchte und feststellte, dass „Sniper“ dort richtig beliebt war. Bekanntlich war die Finanzierung von günstigen Actionfilmen in den 90ern und Anfang der 2000er so einfach wie wohl nie mehr, weil diese Titel allein durch den Absatz an die Videotheken, wo es stetige Kundennachfrage gab, schon refinanziert wurden.

    » "Sniper 2" bei Amazon*

    Erneut wird Tom Berenger als Thomas Beckett auf eine Geheimmission geschickt, als er im Auftrag der CIA einen General im Kosovo ausschalten soll. Doch dort werden er und seine Verbündeten schnell von einer Übermacht gejagt..

    "Sniper 3": Vorläufiges Trilogie-Ende

    Mit „Sniper 3“ schien zwei Jahre später die eigentliche Trilogie abgeschlossen. Als der den Ruhestand anstrebende Beckett herausfindet, dass sein einst bester Kumpel doch nicht in Vietnam gestorben ist, sondern dort nun ein Drogenimperium leitet und eine Armee von Kindersoldaten befehligt, macht sich der Elite-Scharfschütze auf nach Asien.

    » "Sniper 3" bei Amazon*

    "Sniper: Reloaded": Das erste Abenteuer mit Brandon Beckett

    Wer bei „Assassin’s End“ vor allem von Chad Michael Collins als Brandon Beckett begeistert war, sollte vielleicht mit „Sniper: Reloaded“ in die Reihe einsteigen. Gute sieben Jahre nach dem vorläufigen Ende der Saga, belebte man nämlich das Franchise ohne Tom Berenger als Thomas Beckett wieder und kam auf die Idee, dessen Sohn in den Mittelpunkt einer neuen Geschichte zu stellen.

    » "Sniper: Reloaded" bei Amazon*

    Der arbeitet für die UN im Kongo, als ein mysteriöser Scharfschütze sein Team ausschaltet. Getrieben von Rache verbündet er sich mit dem einstigen Partner seines Vaters (eins von mehreren Wiedersehen mit Billy Zane aus dem allerersten Film).

    "Sniper: Legacy": Das Vater-Sohn-Treffen

    Beckett Junior fand genug Anklang, dass schnell beschlossen wurde, ein Legacy-Sequel nachzuschieben, in dem man auch den Originalhelden zurückbringt – passend betitelt „Sniper: Legacy“. Der ist übrigens auch der erste Teil, der aktuell bei Netflix selbst verfügbar ist.

    » "Sniper: Legacy" bei Netflix

    Hier glaubt Brandon Beckett, dass sein Vater bei einem Anschlag ums Leben gekommen ist und schwört Rache. Doch er muss bald herausfinden, dass ihn jemand manipuliert und benutzt. Zum Glück aber lebt Daddy noch und gemeinsam schießt man sich den Weg frei. Eingeführt wird in diesem Teil auch „24“-Präsident Dennis Haysbert als mysteriöser Colonel, der später noch mal wichtig wird.

    "Sniper: Ghost Shooter": Ballern in Osteuropa

    Dass die Hochzeit der Videotheken längst vorbei war, merkt man an „Sniper: Ghost Shooter“. Ohnehin wurden die Filme aus Kostengründen oft in Osteuropa gedreht, hier verlegt man die Story auch gleich dahin. Beckett Junior muss eine Gas-Pipeline in Georgien vor Terroristen beschützen. Tom Berenger hatte wohl keinen Bock oder Besseres zu tun und so steht ihm einmal mehr Billy Zane als Richard Miller zur Seite. Auch weiter dabei: Dennis Haysbert als Colonel.

    » "Sniper: Ghost Shooter" bei Netflix

    "Sniper: Homeland Security": Das erste Mal im Trio

    Während die beiden direkten Vorgänger auch bei Netflix gestreamt werden können, müsst ihr für „Sniper: Homeland Security“ alias „Sniper: Ultimate Kill“ (es ist der erste und einzige Film der Reihe, der in Deutschland einen anderen Untertitel bekam) wieder auf einen anderen Streamingdienst ausweichen.

    » "Sniper: Homeland Security" bei Amazon*

    Dort bekommt ihr das erste und bislang einzige Mal alle drei prägenden Gesichter der Reihe in einem Film, denn Brandon Beckett, Papa Thomas Beckett und dessen einstige rechte Hand Richard Miller müssen ein brutal agierendes Drogenkartell ausheben.

    Nach "Sniper: Assassin's End" geht es weiter ...

    Und damit wären wir schon bei „Sniper: Assassin's End“, der aktuell auf Netflix mit großem Erfolg läuft und die Charts anführt. Der zeigt, wie Brandon Beckett für einen Mörder gehalten wird und bei seinem Vater Unterschlupf sucht, um seine Unschuld zu beweisen.

    Es ist übrigens trotz abgedroschener Story und nicht immer überzeugendem Cast mit einigen visuellen Ideen, brutalen Kills und einer interessanten Widersacherin einer der besten Teile der qualitativ insgesamt eher mauen Actionreihe.

    Es ist aber noch nicht das Ende.

    ... mit "Sniper: Rogue Mission"

    Im Finale von „Assassin's End“ wird ja bereits ein Sequel geteasert, als Agent Zero (Ryan Robbins) der Killerin Lady Death (Sayaka Akimoto) eine zweite Chance anbietet. In „Sniper: Rogue Mission“ sehen wir das Duo erneut. Aber natürlich ist auch Chad Michael Collins als Brandon Beckett wieder mit von der Partie. Und wie vorhin in diesem Text schon angedeutet, gibt es auch ein Wiedersehen mit Dennis Haysbert als Colonel (Tom Berenger ist dagegen nicht dabei).

    Brandon Beckett hat nun einen Bürojob bei einer Ermittlungsbehörde, doch als seine Vorgesetzten ihm verbieten, einen Menschenhändlerring zur Strecke zu bringen, verbündet er sich mit Zero und Lady Death, um auf eigene Faust für Gerechtigkeit zu sorgen.

    Sniper: Rogue Mission“ erscheint in den USA im August 2022 auf Blu-ray und DVD. Einen deutschen Termin gibt es bislang nicht. Vielleicht schlägt ja Netflix zu, nun wo der Vorgänger hierzulande so beliebt ist? (wobei die Filme von Sony Pictures produziert werden und daher auch der neunte Teil wohl erst einmal von Sony ins Heimkino gebracht wird, bevor er wie nun auch „Sniper: Assassin's End“ dann vielleicht eineinhalb Jahre später mal an einen Streamingdienst sub-lizenziert wird)

    *Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.

    facebook Tweet
    Ähnliche Nachrichten
    Das könnte dich auch interessieren
    Back to Top